Dierks Bentley: Home
Und, natürlich, Amerika. Ich erinnere mich noch an die Diskussionen mit einigen Country Music Fans vor der Tour von Toby Keith letztes Jahr. „Er wird doch nicht … passt das nach Deutschland?“ Hier begegnet uns eine andere Art des patriotischen Songs. Ich fühlte mich spontan an „America“ von Waylon Jennings erinnert. Keine der so oft gehörten „Wir sind die Tollsten, die Schönsten, die Retter der Welt“ Hymnen. Nein, eher ein nachdenkliches „Es ist längst nicht alles optimal, aber hey, es ist unser zu Hause. Lasst es uns wieder zu dem machen, was es war.“ Ich nenne das positiven Patriotismus.
Eine Flut von wirklich tollen Songs ist hier zu finden. Musikalisch zwar modern, aber mit deutlichen Verneigungen vor der Tradition, ohne dabei zu penetrant retro zu klingen. Sehr lobenswert ist auch zu erwähnen, dass der Käufer der digitalen Version (also per Download) auf der Website von Dierks Bentley wirklich alle Informationen findet: Songtexte, Musiker, Songwriter etc. Das nenne ich perfekt! Ein tolles Album, rundherum. Und mit dem Highlight zum Schluß, für mich zumindest. Ist das jetzt ein Liebeslied? Ja, und was für ein Schönes! Ich konnte den Song wunderbar mitfühlen, bis… ja, bis die Stimme eines kleinen Mädchens den Refrain wiederholte. Es ist der Vater, der seiner kleinen Tochter seine Liebe gesteht. Wunderschön! Was für ein Abschluß eines tollen Albums.
Fazit: Dieses Album hat alles, was ein gutes Album braucht. Oft ist es so, dass ein solches Album, wenn ich denn Eines finde, keinen Erfolg hat. Dierks Bentleys neuestes Werk kann selbst das vorweisen. Was will man mehr? Ich wünsche mir mehr solche Alben. Country Music ist mein zu Hause. Womit wir wieder beim Titel wären: „Home“. So ist es!
| Trackliste:
01. Am I The Only One |






