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Gene Watson: My Heroes Have Always Been Country

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Endlich wieder ein neues Album des inzwischen 71-jährigen Stilisten. Der im texanischen Palestine geborene Gene Watson steht seit Jahrzehnten für Hardcore-Country-Music, die geprägt wird von seiner unverkennbaren Stimme sowie von Fiddles und Steel Guitar (hier gespielt von Aubrie Haynie bzw. Gail Rudisill-Johnson bzw. Sonny Garrish und Mike Johnson).

Im Laufe seiner langen Karriere brachte er an die 50 Singles in die Country Charts und veröffentlichte über 30 Studioalben. Seine neue Scheibe trägt einen richtungweisenden Titel „My Heroes Have Always Been Country“ (Meine Vorbilder waren immer Country). Wenn einer ein solches Album ehrlich und überzeugend realisieren kann, dann dieser Gene Watson. Denn er steht für authentische Country Music, er lebt sie, er liebt sie, er macht sie. Und das seit nunmehr fast 40 Jahren kompromislos und vor allem auch erfolgreich. Dafür lieben ihn seine Fans – bei ihm wissen sie genau, was sie bekommen. Sowohl live wie auf Tonträger.

Für dieses Album suchte sich Watson 11 Songs von Kollegen aus, die dem gerecht werden, was der Titel verspricht. Ich greife den von Buck Owens bekannten Song „Hello Trouble“ heraus, weil es der flotteste des Albums ist und weil ich Gene Watson im „Crystal Palace“ von Bakersfield, dem Domizil des 2006 verstorbenen Superstars Buck Owens live erleben konnte. An Orten wie diesem habe ich wiederholt seine Ausstrahlung auf das Publikum hautnah mitbekommen. An Orten wie dem „Crystal Palace“ fühlt er sich wohl, dort gehört er hin.

Ich erinnere mich noch genau an eine Single mit dem Titel „Love In A Hot Afternoon“ (auf dem Mini-Label Resco veröffentlicht), die mir eine Freundin aus Texas 1974 gegeben hatte. Der Sänger war ein noch völlig unbekannter Gene Watson. Wenige Wochen später hatte er einen Plattenvertrag bei Capitol und schaffte mit genau diesem Song den Durchbruch. Seither bin ich Fan von Gene Watson und verfolge seine Karriere mit großer Aufmerksamkeit. Und die ist gepflastert mit Hits wie „Paper Rosie“, „Fourteen Carat Mind“, „Memories To Burn“ oder „Farewell Party“, um nur einige zu nennen.

Für sein aktuelles Album suchte er Songs aus, die bereits in anderen Versionen bekannt sind – nicht alle gab es aber auch auf Single. Unter den Autoren finden sich so renommierte Autoren wie Danny Dill, Sandra Seamans, Hank Cochran, Dottie West, Jeanne Pruett, Nat Stuckey und Merle Haggard (von ihm stammen gleich zwei Songs). Allesamt werden sie geprägt von der weichen, ausdrucksstarken, unverwechselbaren Stimme Watsons und seinem Feeling. Höhepunkt ist für mich Watsons Version von Johnny Paychecks „Slide Off Of Your Satin Sheets“. Es gehört Mut dazu, sich an einen solchen Song zu wagen, der so mit dem Original-Interpreten verbunden ist – aber mir gefällt Watsons Variante mindetens ebenso gut.

Fazit: Okay, Gene Watson bietet nichts Neues an sondern das, was der Amerikaner „straight-forward-country“ nennt. Er bietet genau das an, was er wie kein Zweiter kann: erstklassige Songs, gesungen auf seine Art, stimmig und stilecht instrumentiert. Ohne zu überladen und überzeichnen, so muss ein Hardcore-Country-Album klingen. Dank Künstlern wie Gene Watson und einer Reihe deutlich jüngerer Sänger darf man sagen, sie lebt noch, diese Musik.

Das aktuelle Album My Heroes Have Always Been Country von Gene Watson – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

 
Gene Watson - My Heroes Have Always Been Country
 
Künstler / Albumtitel: Gene Watson – My Heroes Have Always Been Country
Format / Label / Veröffentlicht: Digital (Fourteen Carat Music 2014)
 
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Trackliste:

01. Here Comes My Baby Back Again
02. Don’t You Believe Her
03. Slide Off Of Your Satin Sheets
04. Make The World Go Away
05. Long Black Veil
06. It’s Not Love (But It’s Not Bad)
07. Walk Through This World With Me
08. Turn out the Lights (The Party’s Over)
09. I Forget You Every Day
10. Count Me Out
11. Hello Trouble

 
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