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Happy Birthday, Sammy Kershaw!

Der Sänger und Songschreiber Sammy Kershaw wird 60.

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Sammy Kershaw Sammy Kershaw. Bildrechte: Absolute Publicity

Der Name Kershaw ist in der Country Music nicht ungewöhnlich. Wie seine Cousins, die erfolgreichen Brüder Rusty und Doug Kershaw kommt auch Sammy Kershaw aus Louisiana. Geboren wurde er am 24. Februar 1958 in Kaplan, einem Örtchen im tiefsten Cajun-Land im Süden des Bundesstaates.

Sein musikalischer Mentor wurde der Großvater, nachdem sein Vater starb als Kershaw 11 Jahre alt war. Der Opa versorgte ihn mit einer Gitarre, mehr brauchte der junge Kershaw nicht, um Musiker zu werden. Noch bevor er das Teenageralter erreichte, spielte er bereits bei allen möglichen Gelegenheiten in der Gegend und verdingte sich tagsüber für Gelegenheitsarbeiten, um zum Unterhalt der Familie beizutragen.

Der in der Cajun Music bekannte J.B. Pere nahm Kershaw unter seine Fittiche, der auf diese Weise das kleine Einmaleins als Bühnenkünstler lernte. Als er im Vorprogramm von Stars wie Ray Price oder George Jones auftreten konnte, er seine Idole hautnah erleben durfte, gab es für ihn kein Überlegen. Sammy Kershaw wollte Sänger werden. Der Weg dahin sollte sich als schwieriger erweisen als er sich das vorstellte.

Zunächst geriet Sammy Kershaw auf eine schiefe Bahn und damit in die völlig falsche Richtung. Drogen und Alkohol wurden zu Dämonen, die sein junges Leben zu zerstören drohten. Dank profunder Hilfe gelang es ihm noch früh genug, die Kurve zu bekommen. Dazu legte er seine musikalischen Ambitionen erst einmal weitgehend auf Eis. Sammy Kershaw arbeitete im Management eines Reinigungsunternehmens, dann in ähnlicher Funktion bei der Warenhauskette Wal-Mart.

Doch unter der Oberfläche kitzelte ihn das Flämmchen Musik natürlich weiter. Er schrieb den einen oder anderen Song und raffte sich schließlich auf, einige Demo-Aufnahmen einzuspielen. Die fanden bei Mercury Records genügend Interesse, um den jungen Mann unter Vertrag zu nehmen. Und der dankte es ihnen nachhaltig, denn für sein erstes Album „Don’t Go Near The Water“ gab es gleich Platin. Vier ausgekoppelte Singles brachte Kershaw in die Top Twenty, wovon sich „Cadillac Style“ 1991 am besten in Szene setzte, es wurde eine Nr. 3. Sammy Kershaw erhielt Lob von allen Seiten, mit seinem unbändigen hardcore Country-Sound lag er genau richtig. Daran änderten auch jene Kritiker nichts, die ihm vorwarfen, sich zu sehr am Gesang von George Jones zu orientieren, der sich in jenen 1990er Jahren selbst schwer tat, die Top Forty zu erreichen.

Sammy Kershaw, dessen Stärke ohne Zweifel gefühlvolle Balladen sind, blieb bei seiner Linie und wurde dafür zunächst belohnt. Auch sein zweites Album „Haunted Heart“ lief prächtig. Es enthielt mit „She Don’t Know She’s Beautiful“ seine erste aber auch einzige Single, die zur Nr. 1 wurde.

Bis Ende der 1990er Jahre blieb Sammy Kershaw auch ohne die ganz großen Hits richtig gut im Geschäft, seine Alben erhielten entweder Platin oder wurden vergoldet. Aufhorchen ließ er 1999 sowohl musikalisch als auch privat als er mit Lorrie Morgan im Duett sang und die gemeinsame Single „Maybe Not Tonight“ in den Top Twenty auftauchte. Es wurde gemunkelt, die Beiden seien auch privat liiert. Lange blieb es nicht beim Versteckspiel, Sammy Kershaw und Lorrie Morgan heirateten 2001 (bereits Ehe Nr. 4 – wurde 2007 wieder geschieden). Das Duett-Album „I Finally Found Someone“ blieb weit hinter den Erwartungen zurück und leitete die Trennung von Mercury ein. Kershaw wechselte zu Audium, veröffentlichte das Album „I Want My Money Back“, das ebenfalls nicht an alte Erfolge anknüpfen konnte. Nachdem Audium die Pforten geschlossen hatte, landete Kershaw bei Category 5 Records. Bei dem obskuren Label, das schon nach einem Jahr Konkurs anmeldete, erschien auch nur ein Album mit dem Titel „Honky Tonk Boots“. Immerhin tauchte Kershaw in den Singles Charts auf mit „Tennessee Girl“ auf Position 43.

Seither dümpelt die Musiker-Karriere des Sammy Kershaw mehr oder wenig dahin. 2008 erschien bei „Boomerville/Big Hit Records“ das Album „Real People“, das wenig Beachtung fand. 2010 folgte sein 10 Album mit dem viel sagenden Titel „Better Than I Used To Be“. Auch damit konnte er sich nicht wieder nachhaltig in Szene setzen, wenngleich er immer noch zu den besten Balladensängern der Country Music gehört. Auch sein Ausflug im Jahr 2013 mit Joe Diffie und Aaron Tippin (All In The Same Boat) brachte ihn zwar wieder ein wenig zurück ins Rampenlicht, aber auch nicht wieder ganz nach vorne. Er ist nach wie vor als Sänger unterwegs und gibt die Hoffnung auf ein nachhaltiges Comeback nicht auf.

Abseits von der Musik ist Sammy Kershaw in seiner Heimat Louisiana seit Jahren politisch aktiv, insbesondere auch im Umweltschutz im Zusammenhang mit Ölbohrungen und Ölförderung. Darüber hinaus engagiert er sich im sozialen Bereich, vornehmlich für benachteiligte Kinder und Jugendliche.

Heute feiert der smarte Sänger mit der weichen Stimme seinen 60. Geburtstag: Wir sagen „Happy Birthday und alle Gute“ Sammy Kershaw!

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