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TakeRoot Festival 2019

Musikalische Hochkaräter beim TakeRoot Festival am 2. November 2019 in De Oosterpoort, Groningen (NL)

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TakeRoot Festival TakeRoot Festival 2019. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de

Das TakeRoot Festival 2019 zog wieder magisch die europäischen Country, Americana & Roots-Rock-Passionisten am 2. November in das Event-Zentrum De Oosterpoort mit tollem Ambiente im sphärischen holländischen Groningen an.

Joseph, das Schwesterntrio Closner mit Natalie, Allison und Meegan aus Portland eröffneten Take Root 2019 im Kleinen Saal. Wunderbare Melodien und mehrstimmiger Lead-Gesang mit einer traumhaften Mischung aus Folk, Country und Pop verzauberten die Anhänger vor allem beim Mini-Hit „White Flag“. Apalachen-Country-Folk wurde eindrucksvoll durch Carolyne Spence präsentiert. Für viele Anhäger überraschend zog Josh Ritter mit seiner One Man Show mit seinem ausdrucksstarken Gesang und vor allem Fingerpicking-Spieltechnik auf seiner Akkustik-Gitarre in seinen Bann und verwandelte solo den Großen Saal in seine Spiel-Arena. Wow!

Josh Ritter

Josh Ritter. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de


Molly Tuttle aus Kalifornien manifestierte live eindrucksvoll, warum man Sie als charmante Ambassadorin Ihres Americana-Bluesgrass-Country-Folk titulieren darf. Ihr Gesang und virtuoses Gitarren-Spiel bei „Million Miles“ waren einfach nur traumhaft. Die einfühlsame Ballade „Rain And Snow“ war live eine Bluegrass-Inspiration für die kommende düstere Winterzeit. Mit Ihrer elfenhaften Stimme vertreibt Sie aber defintiv alle bösen Geister…

„The Unknown Ranger“ der mysteriöse Orville Peck zelebrierte mit der Ballade „Queen Of The Rodeo“ eine melancholische Mischung aus Desert- & Country-Rock. Optischer Blickfang neben dem maskierten Orville, der seine Identität geheim hält war seine kurvenreiche blonde Giarristin und Keyboarderin. Den Lied-Glamour der Nevada U.S. Spielerparadies-City versprühte er bei „Ooh Las Vegas“.

Lilly Hiatt aus Nashville hatte ihre Seele dem Country-Rock-Teufelchen verschrieben für das Take Root 2019. Nach Ihrem großartigen Auftritt beim Festival 2018 kehrte Sie diesmal mit kompletter exzellenter Band zurück mit Max Clilverd an der Gitarre, Robert Hudson am Bass und Kate Hudson als Schlagzeugerin. Beim Titelsong Ihres letzten Albums „Trinity Lane“ war die Country-Rock-Lokomotive auf „Full Speed“. Max und Lilly duellierten sich dabei gitarristisch. „Imposter“ hatte in der Live-Version einen mitreißenden Groove durch die dynamische Rhythmus-Fraktion mit Robert und Kate. Über allem thronte die ausdrucksstarke Stimme von Lady Hiatt. Das Lied versprühte zusätzlich die Atmosphäre eines „Ghost-Songs“, wie in einem Western-.Film. Dass Sie das Songwriterische Können Ihres berühmten Vaters John geerbt hat bewies Sie auch bei „Rotterdam“. Der Auftritt war ein absolutes, phänomenales Live-Highlight, der eigentlich im Großen Saal hätte stattfinden müssen! Lilly Hiatt – A Rising Star!

Son Volt

Son Volt. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de


Dass New Orleans nicht nur die Stadt des Jazz und Blues ist bewies auf der Großen Bühne Jay Farrar mit seiner Kombo Son Volt. Chris Frame an der Lead-Gitarre glänzte beim Opener „The 99“ mit seinen Bottleneck-Soli. Beim folgenden Country-Rock-Dynamit-Kracher „Lost Souls“ brachten Jay mit seinem Gesang und seine Band-Kollegen mit Ihrer Energie De Oosterpoort zum Beben. Da ging absolut die Post ab und die Jungs hätten noch „Till Dawn“ spielen sollen, wenn es nach der Euphorie der Anhänger gegangen wäre.
Lera Lynn

Lera Lynn. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de


Sängerin und Schauspielerin Lera Lynn war nicht nur durch Ihre Schönheit ein optischer Blickfang! Mit Ihrer einfühlsamen Interpretation des Soundgarden Klassikers „Black Hole Sun“ sorgte Sie für eine grandiose Highlight Interpretation mit Ihrem individuellen Stil.

„Hill Country-Blues-Time“ war angesagt mit Cedric Burnside dem Enkel von Legende R.L. Burnside. Das kleine proppenvolle Basement wurde von der Temperatur zum Südstaaten-Hitze-Tempel und der Schweiß floss in Strömen nicht nur bei Cedric durch die Scheinwerfer, sondern auch im Publikum durch die Tanz-Begeisterung. Maestro Burnside hoodooete seine Fans nicht nur durch sein charismatisches Gitarren-Spiel und Gesang, wie bei „Please Tell Me Baby“, sondern erwies sich auch als fantastischer Entertainer mit seiner Anekdote über seine Heiratsabsichten und possiblen Bräute, die sich als unbekannte Schwestern entpuppten.

Drive By Truckers

Drive By Truckers. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de


Extra für Take Root 2019 flogen die Drive By Truckers über den Großen Teich. Den Opener „Birthday Boy“ zelebrierten vor allem die beiden Masterminds Patterson Hood, Lead-Gesang und Gitarre und Mike Cooley an der zweiten Gitarre mit einer Spielfreude, dass der Funke der Begesierung zwischen Fans und Band sofort übersprang. Matt Patton mit Dauer-Grinsen, als hätten Ihn die Leckerein in einem Coffee-Shop beflügelt am Bass und vor allem Brad Morgan am Schlagzeug sorgten für exzellenten Groove bei „Shit Shot County“. Absoluter Höhepunkt war „My Sweet Annette“ mit Lilly Hiatt als „Honky-Tonkette Jam-Gast“. Die Musik-Mélange des Good-Ole US-Südens hatte seine Magie auf der großen Bühne majestätisch versprüht.

Das Finale im Foyer bildeten die Quaker City Night Hawks aus Fort Worth Texas. Heavy Southern Rock knallte den Fans beim Opener „The Last Ride Of Miguel The Scared“ aus den Boxen entgegen. Die Fans waren noch immer in Party-Laune, so freakten die Party-Gören mit Ihren Muckern besonders bei den Südstatten-Rockern mit Disco-Groove, wie „Rattlesnake Boogie“ ab.

Quaker City Night Hawks

Quaker City Night Hawks. Bildrechte: Markus Hagner, Country.de


Die Gastronomie und Bars boten auch Anno 2019 wieder für jeden Gourmet leckere Spezialitäten an.

Den Festival-Organisatoren muss man ein großes Kompliment machen, daß man trotz der Absage von Belinda Carlile und Nikki Lane, doch so relativ kurzfristig tolle neue Headliner organisieren konnte bei Take Root aufzutreten!

Take Root 2019 war wieder ein großartiges Fest & Zelebration von Country & Americana & Roots Rock. Take Root 2020 am 7. November 2020 können sich alle Country Freaks defintiv schon als Szene-Highlight-Festival-Termin vormerken!

Truck Stop 2019