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Old Crow Medicine Show erinnern an DeFord Bailey

Die Gruppe hat ein bewegendes Video ins Netz gestellt.

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Ketch Secor Ketch Secor. Bildrechte: Old Crow Medicine Show

DeFord Bailey (1899 – 1982) war der afroamerikanische Countrystar der frühen Grand Ole Opry-Jahre. Der aufgrund einer Lähmungserkrankung kleinwüchsig gebliebene Bailey entwickelte sich zum „Hexenmeister“ der Mundharmonika, der viele Anhänger, sowohl in der schwarzen, als auch in der weißen Community, hatte. Doch über die Jahre wurden seine Auftritte immer kürzer, er wurde vom gleichberechtigten Künstler immer mehr zum Opry-Maskottchen degradiert. 1941 schließlich feuerte man ihn mit der typisch rassistischen Begründung, er sei „zu faul“. Bailey schlug sich von da an als Schuhputzer durch. Zu seiner Beerdigung erschienen Country-Größen wie Roy Acuff und Bill Monroe. Gerade Letzterer, der ja im Bluegrass viele afroamerikanische Elemente einbaute, erkärte ihn immer wieder zu einem seiner Vorbilder.

Vor dem Hintergrund der aktuellen landesweiten Proteste gegen Rassismus in den USA erzählt Ketch Secor, Kopf der Grand Ole Opry-Mitglieder Old Crow Medicine Show in einem bewegenden Video auf Facebook die Geschichte von DeFord Bailey, dessen amerikanischer Traum, vom behinderten Kind zum Countrystar, vom Rassismus zerstört wurde. Er gibt damit ein klares Statement gegen Rassismus, auch im Countrybusiness ab. Er sagt: „Die Countrymusik muss verstehen, büßen und schwören, es besser zu machen!“

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Über Thomas Waldherr (582 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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