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Brothers Osborne: Skeletons

Die Brüder Osborne haben mit "Skeletons" ein großartiges Album am Start.

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Brothers Osborne - Skeletons Brothers Osborne - Skeletons. Bildrechte: EMI Nashville

Das dritte Album der Brothers Osborne nach „Pawn Shop“ (2016) und „Port Saint Joe“ (2018) ist nun also Skeletons. Warum nennt man ein Album „Skelette“? Hört sich ja irgendwie nach Tod an. Doch gleich das erste Anhören zeigt, dass hier zwei Musiker am Werke sind, die höchst lebendige Musik machen. Die beiden Brüder aus Maryland haben in den vergangenen fünf Jahren mit einfacher, klarer und teilweise rockiger Countrymusik eine beachtliche Anzahl Fans gewonnen. Und genau in dieser Art und Weise geht es auf dem neuen Album weiter. Der großartige Gitarrist John und sein mit angenehmem Bariton singenden Bruder TJ haben zwölf Songs eingespielt, mit einer großen Präzision, wobei der Produzent Jay Joyce einen wichtigen Anteil hat. Zudem haben die beiden an allen Liedern mitgeschrieben und Natalie Hemby, Casey Beathard oder Craig Wiseman sind namhafte Co-Autoren.

Die Debütsingle „All Night“ überzeugt mit einer partygestimmten zum Mitsingen einladenden Darbietung. Das Lied hat es inzwischen auf den Platz 29 der Airplay Charts geschafft und dürfte noch höher kommen. Es ist in diesen Zeiten der Pandemie ein Zeichen der Hoffnung, dass bessere Zeiten für ganznächtliche Vergnügen kommen. Auch „Lighten Up“ geht mit rockigen Klängen in eine ähnliche Richtung. Ebenfalls Country Rock bieten die Brüder mit „All The Good One Are“ , ebenso mit „Dead Man’s Curve“. Auch hier sind die Gitarreneinlagen von John Osborne eindrucksvoll und es gibt eine Seltenheit heutzutage: Ein fetziges Instrumental, bei dem man sich überlegt, wie viele Finger dieser Gitarrist eigentlich hat.

Es geht aber auch ruhiger: Eine schöne Ballade ist „High Note“ und auch „Make It A Good One“ lässt uns die Aufforderung, das Beste aus unserer Zeit zu machen, in Ruhe genießen. Ein eher typischer Countrysong, mit einem Refrain und Chorhintergrund ist „Back On The Bottle Again“, wobei der texanische Singer & Songwriter Hayes Carll mitgeschrieben hat. „Hatin‘ Somebody“ ist ein leidenschaftlicher Appel gegen Hassbotschaften, denn jemanden zu hassen hat noch nie zu etwas Guten geführt. Ob wir den Song in den aktuellen Kontext der politischen Auseinandersetzung sehen können, muss offen bleiben, bis die Brüder sich dazu geäußert haben.

Fehlt noch die Erklärung zu den Skeletten: Wir lernen, dass es um „skeletons in the closet“ geht, also deutsch etwa „Leichen im Keller“. Sie hat ihm gegenüber ein schlechtes Gewissen und er merkt das. Gut gesungen und so klingt es sogar ein wenig gruselig. Das Album beendet „Old Man’s Boot“, ein Tribut an den Vater, in dessen Spuren, beziehungsweise Stiefeln, der Sohn gehen will.

Fazit: Brothers Osborne haben ein musikalisch sehr gelungenes Album vorgelegt, mit eindrucksvoller Instrumentalisierung und unterschiedlichen, aber in der Mehrheit, rockigen Songs vorgelegt. Es macht Spaß, den beiden zuzuhören und der Kauf kann durchaus empfohlen werden.

Brothers Osborne – Skeletons: Das Album

Brothers Osborne - Skeletons

Titel: Skeletons
Künstler: Brothers Osborne
Veröffentlichungstermin: 9. Oktober 2020
Label: EMI Nashville
Vertrieb: Universal Music
Formate: CD & Digital
Tracks: 12
Genre: Country, Outlaw Rock

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Trackliste: (Skeletons)

01. Lighten Up
02. All Night
03. All The Good Ones Are
04. I’m Not For Everyone
05. Skeletons
06. Back On The Bottle
07. High Note
08. Muskrat Greene
09. Dead Man’s Curve
10. Make It A Good One
11. Hatin‘ Somebody
12. Old Man’s Boots

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Über Franz-Karl Opitz (748 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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