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Kane Brown: Different Man

Ein Album, das gerade durch die Symbiosen der verschiedenen Genres mehr als überzeugt!

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Kane Brown - Different Man Kane Brown - Different Man. Bildrechte: RCA International (Sony Music)

Im Januar dürfen seine Fans Kane Brown live in Deutschland sehen und gewiss wird er dann einige seiner Songs seines neuen (und dritten) Albums präsentieren. Für Different Man hat er gleich 17 Titel ausgewählt und mit dem erfahreneren Produzenten Dann Huff hat er nach eigener Aussage in einem Billboardinterview intensiv und lange gearbeitet. Bei diversen Songs hat er mitgeschrieben und es findet sich unter seinem Co-Autoren Newcomer wie ERNEST, aber auch bekannte Namen wie Jordan Schmidt und Josh Hoge.

Was bei diesem Album besonders gefällt, ist der breite musikalische Bogen, den Kane spannen kann. Da sind lupenreine Countrysongs, von denen zwei bereits die Nummer 1 der Airplay Charts geworden sind: Erst „One Mississippi“ und vor wenigen Wochen „Like I Love Country Music“, bei dem Brooks & Dunn mitsingen und Kane an die Hits der 1990er Jahre mit Namensnennung erinnert. Sein Landsmann aus Georgia, Alan Jackson, hat Kane zur Countrymusik gebracht. Kane wiederum, der im ländlichen Norden Georgias in schwierigen Familienverhältnissen aufwuchs, hat den ersten und den letzten Songs des Albums seiner Heimat gewidmet. „Bury Me In Georgia“ ist zwar für einen 29-jährigen Sänger eine hoffentlich sehr langfristige Perspektive, klingt aber interessant und „Dear Georgia“ ist dann schon eher eine Liebeserklärung.

Ganz im Sinne von biografischem Country ist auch die Hymne auf seinen Stiefvater „Pop’s Last Name“. „Losing You“ ist ebenfalls eine Countryballade, in der er vorgibt, keine Angst zu kennen, außer der sie zu verlieren. Sehr persönlich wird es in dem nach Pop klingendem Duett „Thank God“ mit seiner Ehegattin Katelyn, die als Katelyn Jae im Jahr 2014 mit Popsongs erfolgreich war.

Kane ist auf Grund der Tatsache, dass er Kind einer Weißen und eines Schwarzen ist und in eher prekären Verhältnissen groß wurde, mit Hip-Hop und R&B vertraut, denn das war die Musik, die seine Freunde hörten. Das erklärt vielleicht Songs wie „Grand“ oder „Go Around“, wobei in letzterem Song trotzdem die Fiddle nicht fehlt. Einer der Höhepunkt des Albums ist das rockige „Riot“, bei dem Kane richtig abgeht. Seit 2015 hat Kane die Rechte an dem Song gehabt, ehe er ihn – wie er sagt, zur Perfektion aufgenommen hat. Sein Duett mit Blake Shelton ist der Titelsong geworden. In „Different Man“ ist die Mischung der Stilrichtungen besonders hörbar. Kane fragt sich, ob er wirklich dafür geschaffen ist, im grellen Licht der Bühne zu arbeiten oder ob er verschieden sein will. Dramatisch mit offenem Ausgang! „Seeing You Like I Do“ ist ein weiteres Beispiel für die Synthese aus Country & Pop, mit Chartsqualität. Desgleichen gefällt der ruhige, melodische Song „Whiskey Sour“, hier wieder klassisches Countryfeeling garantiert.

Fazit: Kane Brown hat mit 17 Titeln eine richtige Fleißarbeit abgeliefert und sich erfolgreich bemüht, seine unterschiedlichen Wurzeln zu einem gefälligen Stilmix zu vereinen, wobei die Countrymusik sicherlich dominiert. Doch dürfte er auch im weiteren Umfeld Fans finden, denn auch der R&B, Pop oder gar Hip-Hop Liebhaber sollten auf seine Kosten kommen. Wir freuen uns, dass dieses Multitalent uns im kommenden Januar in Deutschland besuchen wird.

Kane Brown – Different Man: Das 2022er Album

Kane Brown - Different Man

Titel: Different Man
Künstler: Kane Brown
Veröffentlichungstermin: 9. September 2022
Label: RCA International (Sony Music)
Formate: CD & Digital
Tracks: 17
Genre: New Country, R&B

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Trackliste: (Different Man)

01. Bury Me In Georgia
02. Different Man
03. Like I Love Country Music
04. Go Around
05. Grand
06. See You Like I Do
07. Thank God
08. Leave You Alone
09. Riot
10. One Mississippi
11. Drunk Or Dreamin
12. Losing You
13. Whiskey Sour
14. Pop’s Last Name
15. Devil Don’t Even Bother
16. Nothin I’d Change
17. Dear Georgia

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Über Franz-Karl Opitz (968 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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