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Pokey LaFarge’s umjubeltes Konzert in Heidelberg

Rampensau und Bühnenarbeiter!

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Pokey LaFarge - Karlstorbahnhof, Heidelberg Pokey LaFarge - Karlstorbahnhof, Heidelberg. Bildrechte: Thomas Waldherr (Country.de)

Die letzten Jahre verliefen recht wechselhaft für Pokey LaFarge. Nach einem ersten Karrierehöhepunkt 2016 bis 2018 mit starken Alben, guten Kritiken und begeisternden, ausverkauften Konzerten (Paradiso Amsterdam), ereilte ihn eine Lebenskrise, folgte der unerschütterlichen Kreativität ein Drogenproblem. Er fand Zuflucht im Glauben an Gott und war 2020 mit dem neuen Album „Rock Bottom Rapsody“ bereit, auf Tour zu gehen – da kam Corona. Abgesagte Konzerte und viel Zeit zum Nachdenken prägten die Jahre 2020 und 2021. Doch dann brachte Pokey mit „In The Blossom Of Their Shade“ im Oktober 2021 ein neues Album heraus, stellte eine neue Band zusammen und fing wieder an zu touren. Und im Herbst 2022 folgte ein erneuter, diesmal positiver Einschnitt: Pokey heiratete seine Freundin und zeitweilige Bühnenpartnerin Addie Hamilton.

Unterwegs mit vierköpfiger Band

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Und nun in diesem Jahr ist er bereits seit vielen Wochen kreuz und quer durch Europa unterwegs. Am letzten Montag (31. Juli) machte er wieder einmal Station im Heidelberger Karlstorbahnhof. Mit dabei seine Band: Kevin Carducci (Bass, Harmoniegesang), Andrew Guterman (Drums, Harmoniegesang), Erik Miron (E-Gitarre, Trompete) und Hank Mehren (Keyboard, Orgel).

Im Karlstorbahnhof gelingt es Pokey wie eh und je schnell, die Leute in den Griff zu bekommen. Er startet beschwingt mit dem ohrschmeichlerischen „Get It ‘Fore It’s Gone“ vom aktuellen Album „In The Blossom Of Their Shade“. Nur um gleich mit dem nächsten Song zu beweisen, dass er trotz aller Rampensau-Qualitäten auch die ernsten, nachdenklichen Töne beherrscht. „Rotterdam“ ist nämlich nicht nur eine Liebeserklärung an die Niederlande und diese Stadt, die für Pokey eine Art zweite Heimat und Stätte großer Erfolge ist, sondern auch eine Kritik an den gesellschaftlichen Entwicklungen in den USA, die daran denken lassen, ganz in die Niederlande überzusiedeln.

Grenzenlose Roots Music

Pokey LaFarge adaptiert mittlerweile fast alle Genres der amerikanischen Populärmusik, setzt sie wie er will zusammen, und macht dennoch etwas ganz Organisches daraus. Wir hören Blues, Folk, Soul, Indie Folk, Ragtime, Jazz, Latin, Hawai, Roots Rock, Singer-Songwriter, Country und Americana. Seine kongeniale Band folgt ihm auf Schritt und Tritt und er wiederum gibt den Jungs viel Raum. Insbesondere Erik Miron und Hank Mehren tun sich mit Soli an E-Gitarre, Trompete und „Schweineorgel“ hervor, während Bassist Kevin Carducci optisch auffällig (mit Cowboyhut und langen Locken!), musikalisch aber Understatement, und Andrew Gutermann am Schlagzeug ein solides Rhythmusfundament bieten.

Pokey LaFarge - Karlstorbahnhof in Heidelberg

Pokey LaFarge – Karlstorbahnhof in Heidelberg. Bildrechte: Thomas Waldherr (Country.de)


Pokey gibt alles, rennt und trampelt und klatscht und fordert zum Mitsingen auf. Das Publikum besteht aus lauter Eingeweihten, die das Angebot bei seinen bekanntesten Songs wie „Yo Yo“, „Something in the Water“, „Central Time“ oder „La La Blues“ auch dankend annehmen und die Stimmung überbordend werden lassen. Es entwickelt sich ein umjubelter Auftritt.

Stimmungsvoller, umjubelter Auftritt

Pokey und seine Band kommen natürlich nicht ohne Zugaben davon. Die spielt der Bandleader dann schon im weißen, feingerippten Unterhemd. „Goodbye (Hope Not Forever)“ heißt denn auch der letzte Song, der klar macht, dass dieser Abschied nicht für immer sein muss.

Pokey LaFarge hat sein Herz an Europa, insbesondere an Holland verloren. An diesem Abend hat er auf der Bühne gelassen. Durch die Bank glückliche Gesichter. Pokey LaFarge – gut wie eh und je und musikalisch immer in Bewegung. Ein Bühnenarbeiter, der nie stillstehen will.

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Über Thomas Waldherr (814 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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