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Thomas Rhett: Life Changes

Thomas Rhett legt mit "Life Changes" die Latte recht hoch - cooles Album.

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Thomas Rhett - Life Changes Thomas Rhett - Life Changes. Bildrechte: Valory

Nur wenigen Künstlern ist es in den letzten Monaten gelungen, in der New-Country-Szene frische Impulse zu setzen. Während die Top-Stars von Luke Bryan über Jason Aldean bis Florida Georgia Line ihre Hitserie mit altbewährten Mitteln fortsetzen, hat sich eine kleine Gruppe von couragierten Trendsettern formiert. Neben Sam Hunt, der die Tore zum R&B sperrangelweit geöffnet hat, und dem nostalgisch orientierten Jon Pardi, feiert der smarte Thomas Rhett mit einem publikumswirksamen Crossoverstyle beachtliche Erfolge.

Dies war zu Karrierebeginn keineswegs abzusehen, als der 22-jährige Georgia-Boy im Jahr 2012 mit seinen beiden Debütsingles „Something To Do With My Hands“ und „Beer With Jesus“ außerhalb der Top 10 landete. Doch mit der ersten Nr.1 „It Goes Like This“ hatte der Sohn von Starsongwriter Rhett Akins seine Erfolgsformel gefunden und zählt nun mit 27 Jahren und 8 Nr.1-Hits zu den erfolgreichsten Interpreten seiner Generation. Mit einem präzisen Songwriting, einem Gefühl für starke Melodien und einer positiven Bühnenpräsenz bringt der Sänger aus der Kleinstadt Valdosta die Grundfähigkeiten für eine große Karriere mit. Das nun erschienene dritte Album Life Changes soll Antworten darauf geben, ob die dehnbaren Grenzen des New-Country einer weiteren Belastungsprobe standhalten.

Auf den ersten Blick trägt der „neue Rhett“ Facetten einer Megaproduktion. Nachdem sich auf dem Vorgänger „Tangled Up“ nicht weniger als acht Produzenten die Klinke in die Hand gaben, sind es unter Beteiligung von Rock-Mastermind Dann Huff dieses Mal immerhin deren Fünf. Der vielsagende Titel steht für den persönlichen Lebenswandel, der sich bei dem frisch gebackenen Familienvater auch musikalisch niederschlagen dürfte. Mit insgesamt 14 Tracks ist die Spielfläche groß genug, um auch mal etwas „Unvernünftiges“ auszuprobieren. Entsprechend groß war die Spannung vor dem ersten Hören.

Doch Thomas Rhett liefert einen blitzsauberen Kickstart und präsentiert auf dem ersten Drittel von „Life Changes“ eine der stärksten New-Country-Darbietungen des laufenden Jahres. Sprühend vor Musikalität folgt eine Ansammlung hitverdächtigen Crossover-Materials, das mit der Leadsingle „Craving You“ eröffnet wird. Diese war ursprünglich als Solo vorgesehen, bevor man sich entschied, die leidenschaftlichen Vocals von Aufsteigerin Maren Morris hinzuzunehmen. Ergebnis ist ein Country-Pop-Smasher erster Güte, der im Handumdrehen die Spitze der Charts erreicht hat. Die neue Single „Unforgettable“, ein rhythmisch-leichtfüßiger Midtempo-Lovesong, dürfte seine Wirkung als Radio-Favorit ebenfalls nicht verfehlen.

Ein melodisches Prachtstück bietet der stimmungsvolle Teenage-Groover „Sixteen“. Hier -werden wunderbare Storyelemente über das Erwachsenwerden mit einer an Sam Hunt angelehnten R&B-Phrasierung verknüpft. Auf dem als Fiddle-Stomp startenden Sing-Along „Drink A Little Beer“ finden wir eine Vater-Sohn-Kooperation, in der Rhett Akins erstmalig als Interpret ins Geschehen eingreift. Das Highspeedfinish mit kreisendem Power-Banjo liefert noch mal ordentlichen Funfaktor ab. Mit der wehmütigen Hochzeitsballade „Marry Me“ gibt Rhett erstmalig eine Kostprobe seiner Fähigkeiten als Balladeninterpret, bevor auf „Leave Right Now“ dann doch der befürchtete Stilbruch eintritt. Diese an sich stimmige Breakup-Ballade wird im Mittelteil von synthetischen E-Funk-Elementen überlagert und stellt selbst den tolerantesten New-Country-Fan auf eine harte Probe.

Hinter dem seichten aber einprägsamen Popgewand von „Smooth Like The Summer“ verschwinden dann auch die letzten Countryelemente, bevor sich der Titelsong „Life Changes“ mit einem geschmackvollen R&B-Groove positiv in Szene setzt. Inhaltlich gibt Thomas Rhett darin nachvollziehbare Erklärungen für seine Entwicklungsstufen vom Junggesellen zum Ehemann und Familienvater ab. Auf dem an die späte Bro-Ära erinnernden „When You Look Like That“ gelingt es dem South-Eastern-Guy, sich aus dem Crossoverkorsett ein wenig zu befreien und leitet auf „Sweetheart“ in einen gefälligen 1960er-Jahre Old-School-Crooner über. Mit dem Modern-Country-Rocker „Renegades“ und der gospelinspirierten Ballade „Grave“ überzeugt Thomas Rhett zum Ende mit zwei Albumhighlights, die an seinem Starbonus innerhalb der erweiterten Countryszene keinen Zweifel lassen.

Top-Tracks: „Craving You“, „Sixteen“, „Renegades“, „Grave“

Fazit: Thomas Rhett präsentiert sich auf „Life Changes“ als gereifter, universeller Interpret, für den Genres willkommene Spielbälle seiner eigenen Möglichkeiten sind. Die Qualität der Produktion ist überragend, die Songzusammenstellung variabel und sollte der Karriere des Interpreten trotz einiger Stilbrüche alle Türen offen halten.

Thomas Rhett – Life Changes: Das Album

Thomas Rhett - Life Changes

Titel: Life Changes
Künstler: Thomas Rhett
Veröffentlichungstermin: 8. September 2017
Label: Valory (Universal Music)
Format: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 46:19 min.
Tracks: 14
Genre: Country – R&B, Pop, Rock
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste: (Life Changes)

01. Craving You – mit Maren Morris
02. Unforgettable
03. Sixteen
04. Drink A Little Beer – mit Rhett Akins
05. Marry Me
06. Leave Right Now
07. Smooth Like The Summer
08. Life Changes
09. When You Look Like That
10. Sweetheart
11. Kiss Me Like A Stranger
12. Renegades
13. Gateway Love
14. Grave

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