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If Tomorrow Never Comes: Garth Brooks & Kent Blazy

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Ein Song, den man kennt, auch ausserhalb der Country Music. Es war 1989 die Erste No. 1 für Garth Brooks als Sänger aber auch für den Autoren Garth Brooks und seinen Partner Kent Blazy. Damals war Brooks noch keine „erste Adresse“ in Nashville. Mit seinen für diese Stadt nicht alltäglichen Ansichten rannte er noch vor verschlossene Türen. So wollte lange Zeit niemand sich an diese Thematik wagen, zu depressiv und pessimistisch sei sie. Inhaltlich befassen sich die beiden Autoren nämlich mit dem Moment des eigenen Todes. Sie stellen sich die Frage: Falls es für mich kein Morgen mehr gibt, habe ich dann alles richtig gemacht? Gleichzeitig wird die an sich positive Botschaft in die Welt geschickt; warte nicht bis es zu spät ist. Lass deine Lieben wissen, wie gern du sie hast, solange du dazu noch Zeit hast.

Viele Menschen haben diese Botschaft verstanden und sich ganz sicher in dem Song selbst wiedererkannt, sie waren vielleicht dankbar dafür, dass jemand sie auf diese einfühlsame Weise daran erinnert hat. Sonst hätte dieser Song nicht so beliebt und zu einem modernen Klassiker werden können. Garth Brooks kann kein Konzert beenden, ohne zuvor „If Tomorrow Never Comes“ gesungen zu haben – viele, viele andere Bands und Solisten haben das Lied im Repertoire und erleben, dass die Menschen auf allen Kontinenten so fühlen.

Garth Brooks hatte die Idee zu diesem Song schon eine Weile im Kopf, war aber nicht in der Lage, daraus einen Song zu machen wie er ihn sich vorstellte. Dutzende Songschreiber konfrontierte er mit seiner Idee, ohne dass einee anbiss. Es gelang ihm nicht, den anderen den positiven Aspekt zu verdeutlichen, den Brooks rüberbringen wollte. Für Brooks sollte aus seiner Idee nämlich ein lebensbejahender Song werden und keiner über den Tod. Es blieb Kent Blazy vorbehalten, gemeinsam mit Brooks das Werk zu vollenden. Blazy erinnerte sich nämlich an die Worte seiner Mutter, die immer sagte, er solle doch den Menschen, die ihm etwas bedeuten, diesen das auch auf irgendeine Weise mitteilen, solange die noch lebten.

Brooks dachte zunächst nicht daran, dieses Lied selbst aufzunehmen. Es wurde verschiedenen Interpreten angeboten, George Jones nahm es in die engere Wahl. Anhand des Demos erkannte Brooks‘ Management jedoch, dass er es selbst singen sollte – und lag damit völlig richtig, wie wir alle wissen. Brooks verkörpert den Begriff Interpret in idealer Weise, er ist in der Lage, jede Faser von sich in die Präsentation eines Liedes einzubringen. Seine Interpretation von „If Tomorrow Never Comes“ ist Emotion pur, ohne dabei zu überzeichnen. Auch die Musiker waren offenbar besonders bei der Sache. Dem Vernehmen nach hatte Bassist Mike Chapman ein Foto seines am Vortag geborenen Baby’s im Studio aufgehängt und damit offenbar noch ein wenig mehr Feeling herausgekitzelt. Es gibt übrigens auch eine sehr gelungene deutsche Version mit dem Titel: „Gäb’s für mich kein Morgen mehr“ von Larry Schuba.

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