Meldungen

Eric Church: Moderne Country Music der Spitzenklasse

Eric Church liefert moderne Country Music gespickt mit Pop & Rock.

Country.de - Online Magazin bei Facebook

Truck Stop 2019

Wenn man sich in Deutschland noch immer darauf beschränkt ausschließlich in TV-Casting-Shows nach Superstars zu suchen, sieht’s drüben in den USA doch anders aus. Zwar gibt’s auch dort gecastete Künstler (bestes Beispiel Carrie Underwood), doch unsere Stars werden nur von Staffel zu Staffel ein wenig gepuscht, das war’s dann aber auch. Künstler mit vorwiegend eigenem Songmaterial werden zu wenig, bis gar nicht gefördert. Doch genau das muss passieren, damit die musikalische Vielfalt wieder gewährleistet ist.

Ein Countryfan hingegen kann sich wirklich glücklich schätzen, dass er frühzeitig den Blick über den Tellerrand wagte, um seinen musikalischen Horizont zu erweiterten – ihm dadurch eine Menge an musikalischer Vielfalt widerfährt und er sich seine Ohren nicht durch’s deutsche Chartradio zumüllen lassen muss. Country Music ist das Genre, was immer mehr Anhänger findet und das zunehmend auch „wieder“ in unserem Lande.

Eric Church

Eric Church ist ein solcher Countrysänger, der auch in Deutschland unter Garantie erfolgreich sein könnte. Er sieht gut aus, schreibt eigene Songs (in Deutschland immer seltener, siehe oben erwähnten Castingwahn), die sehr modern klingen, ohne aber die klare Linie der traditionellen Country Music zu verlassen.

Doch die Radiomacher in unserem Land diktieren einen (meist ihren eigenen) Musikgeschmack, der viele Menschen gar nicht mehr anspricht. Die meisten Leute sind es aber leid x-mal am Tag einen singenden Schäfer, oder immer nur „Schnuffelsongs“ mit schlumpfiger „Piepsstimme“ vorgesetzt zu bekommen.

Doch zurück zu Eric Church, der als Kenneth Eric Church am 3. Mai 1977 in Granite Falls im Bundesstaat North Carolina geboren wurde. Selbiger erinnert musikalisch sehr an Darryl Worley, Dierks Bentley und Gary Allan. Doch Church ist keinesfalls ein mittelprächtiges Abziehbild der genannten Countrygrößen, sondern vielmehr eine musikalische Weiterentwicklung.

Der Grund liegt auf der Hand und ist schnell erklärt. Seine Songs sind nicht so glatt und weichgespült wie einige Titel seiner Sangeskollegen, die nach einem guten ersten Album, plötzlich nur noch „Nashville-Einheitsbrei“, oder eine Mischung aus Pop, Rock und Country servieren.

Bereits auf seinem Debütalbum „Sinners Like Me“ (2006), welches sowohl die Kritiker als auch die Fans gleichermaßen überzeugte, konnte er seine musikalische Vielfalt unter Beweis stellen. Die Single-Auskopplungen „How ‚Bout You“, „Two Pink Lines“ und „Guys Like Me“ schafften den Sprung bis in die Top 20 der Billboard Hot Country Single Charts. Das Album selbst schaffte es immerhin bis in die Top 10; höchste Position war Platz 7. Übrigens, an allen 12 Songs von „Sinners Like Me“ war Eric Church als Songwriter bzw. Co-Autor beteiligt. Schon eine beachtliche Leistung für ein Debüt.

Und die Erfolgstory geht weiter. Mit seinem neuen Silberling „Carolina“, erscheint am 24. März 2009 bei Capitol Nashville, hat er wieder einmal ein grandioses und musikalisch sehr vielseitiges Werk am Start. Sanfte, gefühlvolle Balladen im Wechsel mit rockigen Up-Tempo-Songs, die auf ganzer Linie überzeugen. So muss „moderne“ Country Music klingen!

Carolina

CD: „Carolina“
Erscheinungsdatum: 2009
Label: Capitol Nashville

Bestellen / Download:
Hier bestellen! Hier bestellen!

Trackliste:

01. Ain’t Killed Me Yet
02. Lotta Boot Left To Fill
03. Young And Wild
04. Where She Told Me To Go
05. Longer Gone
06. Love Your Love The Most
07. Smoke A Little Smoke
08. Without You Here
09. You Make It Look So Easy
10. Carolina
11. Hell On The Heart
12. Those I’ve Loved

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!
Über Dirk Neuhaus (801 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.