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Sarah Jarosz: Build Me Up From Bones

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Ich lehne mich jetzt mal mächtig aus dem Fenster. Aber diese Dame steht für mich wirklich wie kaum eine andere für die Zukunft von Folk und Country: Sarah Jarosz. Die Texanerin mit polnischen Vorfahren hat mit Build Me Up From Bones nun bereits ihr drittes Album veröffentlicht.

Und sie wird mit jedem Album besser. Eine wunderschöne Stimme liegt da über einer sehr hörenswerten Melange aus Folk, Bluegrass und Country. Uralte Musik in zeitgemäßer Form, die nach vorne weist. Die elf Songs auf „Build Me Up From Bones“ sind vorwiegend melancholisch und zart, aber voller Temperament vorgetragen von einer klasse Sängerin und Instrumentalistin.

Die 22-jährige stammt aus Austin, Texas, und hat 2009 mit erst 18 Jahren ihr Debütalbum „Sung Up On Her Head“ bei Sugar Hill Records veröffentlicht. Sie spielt Mandoline, Gitarre und Banjo und wird in der Regel von Nathaniel Smith am Cello und Alex Hargreave an der Geige begleitet. Rasch findet sie Erfolg. Ihr Stück „Mansinneedof“ von ihrem ersten Album wird für einen Grammy Award in der Kategorie „Best Country Instrumental Performance“ nominiert. Sie wird ein gern gesehener Gast bei den wichtigen Folk- und Bluegrass-Festivals in Amerika und ist mittlerweile sogar in der Grand Ole Opry aufgetreten. Ein Beleg sowohl für ihre eigene Bedeutung, als auch für die Einsicht in der Grand Ole Opry, dass alleine mit Nashville-Mainstream die moderne Countrymusik in ihrer Vielfalt nicht abgebildet werden kann.

Mangels Konzertauftritten hierzulande sollte man sich mal die Zeit nehmen, auf YouTube sich ihre Videos anzugucken. Schnell erliegt man der Faszination dieser Künstlerin. Zart ist sie, aber voller Power, jung ist sie und dennoch traditionsbewusst, der Wurzeln ihrer Musik ist sie sich bewusst, ohne nur rückwärtsweisend zu sein. Eine moderne junge Frau, die Folk, Country- und Bluegrass für die heutige Generation spielt.

Vor wenigen Tagen nun hat sie Ihr neues Album „Build Me Up From Bones“ vorgelegt. Es geht mit Roots Rock los. „Over The Edge“ ist aber nur die Ouvertüre zu einem lupenreinen Folk-Bluegrass-Country-Album. Da klingen die Geigen, die Gitarre, die Mandoline, das Cello, die Lapsteel und das Dobro wird eingesetzt. Hörenswert ist der Titeltrack, der eine Art Parabel für die Entwicklung dieser Künstlerin darstellt, die immer mehr an Kontur gewinnt und deren Werk nun einen frühen Höhepunkt erreicht.

Bemerkenswert auch ihr Cover von Bob Dylans „Simple Twist Of Fate“. Sie eignet sich dieses Meisterwerk um langlebige und flüchtige Liebe völlig an und gewinnt ihm ganz neue Seiten ab voller Zerbrechlichkeit und Verlorenheit ab. Aber auch die restlichen Songs wie „1.000 Things“ oder „Rearrange The Art“ zeigen ihre außergewöhnliche künstlerische Präsenz.

Fazit: Respekt, Frau Jarosz! Wirklich stark. Wenn jetzt noch ein bisschen mehr vom Live-Feeling sich auch auf den Platten wiederfindet, geht’s wirklich kaum noch besser. Achtung, Rohdiamant!

Die CD Build Me Up From Bones von Sarah Jarosz – Bestellen, Format, VÖ. und Label:

 
Sarah Jarosz: Build Me Up From Bones
 
Künstler / Albumtitel: Sarah Jarosz – Build Me Up From Bones
Format / Label / Veröffentlicht: CD & DVD & Vinyl (Sugar Hill 2013)
 
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Trackliste:

01. Over The Edge
02. Fuel The Fire
03. Mile On The Moon
04. Build Me Up From Bones
05. Dark Road
06. Simple Twist Of Fate
07. 1,000 Things
08. Gone Too Soon
09. Anything Else
10. The Book Of Right On
11. Rearrange The Art

 
Truck Stop 2019
Über Thomas Waldherr (528 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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