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Aaron Watson – Hommage an Lane Frost: „July In Cheyenne“

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Truck Stop 2019
Aaron Watson

Der 30. Juli 1989 war ein trauriger Tag für alle Rodeofans. Im Rahmen der Cheyenne Frontier Days in Cheyenne, Wyoming, kam der damals 25-jährige Rodeo-Star Lane Frost bei einer Stierattacke ums Leben. Frost, der bereits im Alter von 9 Jahren seinen ersten Bullride absolvierte, gehörte als World Champion der Professional Rodeo Cowboys Association und Exhibition-Teilnehmer an den Calgary Winter Olymics 1988 zu den Helden der Szene.

Seine bewundernswerteste Leistung war der mehrfache Ritt auf dem in 309 Versuchen bis dahin als unbezwingbar geltenden Bullen „Red Rock“ bei der Challenge Of Champions im Jahr 1988. Das Drama in Cheyenne ereignete sich, als Frost nach dem acht-sekundigen Ritt auf dem Bullen mit dem bezeichnenden Namen „Takin‘ Care Of Business“ mit dem Horn in der Rippengegend verletzt wurde. Beim Versuch aufzustehen, stürzte der Rodeostar erneut, was zu den letztlich schicksalhaften inneren Blutungen führte. Frost verstarb im nahegelegen Memorial Hospital und wurde neben seinem Mentor auf dem Mount Olivet Cemetery in Hugo, Oklahoma bestattet.

Die Nachwirkungen des Lebens von Lane Frost zeigen sich bis heute. So wurde als Konsequenz dieses tragischen Unglücks die heute übliche „protective vest“ konzipiert, die mittlerweile als Pflichtausrüstung für alle Bullrider gilt. Neben der Aufnahme in diverse Hall Of Fames wurde das Leben des in Colorado geboren Rodeostars auch künstlerisch honoriert. So wurde Frosts kurze Karriere in dem von Danny DeVito co-produzierten Film „8 Seconds“ mit Luke Perry in der Hauptrolle dargestellt und von keinem geringeren als Country-Megastar Garth Brooks in dem Video zu seinen Hit „The Dance“ nachempfunden.

Lane Frost - Aaron Watson, July In Cheyenne

Heute, knapp 25 Jahre nach Frosts Tod, nimmt sich Texas-Country-Star Aaron Watson des tragischen Todes der Rodeolegende nochmals an. In „July In Cheyenne“, erschienen auf Watsons aktuellem Album „Real Good Time“, wird die Erinnerung an das Leben von Lane Frost in musikalisch eindrucksvoller Manier umgesetzt. Der Song ist eine elegische Countryballade, die in dem begleitenden Video seltene Privataufnahmen des schicksalhaften Helden zeigt. Die Strahlkraft der Legende zeigt sich daran, dass der für Radioverhältnisse eher getragene Song es mittlerweile bis auf Rang 15 der Texas Radio Charts geschafft hat. Aaron Watson, einer der Neo-Traditionalisten der Szene, beweist damit sein besonderes Gespür für die Emotionen der Rodeofans innerhalb und außerhalb des Lonestar States.

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Über Bernd Wenserski (578 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: New Country. Rezensionen und Specials.
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