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Lee Ann Womack

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Lee Ann Womack, beinahe hatte man sie schon vergessen – in unserer schnelllebigen Zeit kann das ganz schnell gehen. Dann tauchte sie Mitte 2014 als Partnerin von Jim Lauderdale auf dessen aktuellem Album „I’m A Song“ wieder auf. Bei zwei Songs ist sie Lauderdales Duett-Partnerin („Doin‘ Time In Bakersfield“ und „A Day With No Tomorrow“).

Was war mit der Sängerin, die Ende der 1990er Jahre noch groß im Geschäft, in den letzten Jahren geschehen? Lee An Womack ist Texanerin, geboren am 19. August 1966 in Jacksonville, Texas. Ihr Vater arbeitete unter anderen als Discjockey, schon als Kind hatte Lee Ann Womack deshalb ständig Musik um sich. Kein Wunder, dass sie sich zunehmend mit Musik befaßte.

Sie genoß eine entsprechende Ausbildung, lernte Klavier, ging in Levelland, Texas aufs College und gehörte bald der dortigen Band „Country Caravan“ an. Die Ausbildung brach sie zugunsten eines Studiums ab, denn Womack schrieb sich in Nashville an der Belmont University ein. Dann bekam die noch nicht begonnene Karriere einen ersten Knick. 1990 beendete sie das Studium vorzeitig, nachdem sie einen Job bei MCA Records bekommen hatte. Ausschlaggebend war aber das Privatleben, denn sie heiratete den Songschreiber Jason Sellers und wurde 1991 Mutter. Die Ehe wurde nach einigen Jahren geschieden. Vier Jahre später schnupperte sie wieder ins Music Business hinein, indem sie Demos für Musikverlage aufnahm und bei Showcases eigene Songs präsentierte. Ihre Songs, die sie auch mit renommierten Kollegen schrieb, fanden Anklang, ihre Stimme auch und 1996 unterschrieb sie einen Plattenvertrag bei Decca.

Schon 1997 enterte sie mit „Never Again Again“ erstmals die Singles Charts und kletterte auf Platz 23. Mit „The Fool“, „You’ve Got To Talk To Me“, „A Little Past Little Rock“ und „I’ll Think Of A Reason Later“ brachte sie vier Singles auf Platz 2. Erst im Jahr 2000 stand sie dann ganz oben, „I Hope You Dance“ setzte sich dort fünf Wochen fest. In den Pop-Charts schaffte sie damit Platz 14 – es wurde ihr bis heute größter Hit. „I Hope You Dance“ war dann auch bei den CMA Awards 2000 sowohl bester Song als auch Single des Jahres. Der Song brachte ihr den ersten von vier Grammys ein, 2001 wurde Womack zudem mit dem CMA Award als beste Sängerin bedacht.

Lee Ann Womack

In der Folgezeit schien es als habe sich Womack zwischen zwei Stühle gesetzt. Die Country Fans fanden sie zu modern und popig, bei den Pop Fans konnte sie sich aber auch nicht durchsetzen. Ab 2002 und mit ihrem 4. Album „Something Worth Leaving Behind“ befand sich Lee Ann Womack auf dem Weg nach unten, ihre Karriere stagnierte. Das führte dazu, dass sich ihr 5. Album mit dem bezeichnenden Titel „There’s More Where That Came From“ wieder mehr der traditionellen Country Music zuneigte. Konsequenz: das Album wurde von der CMA als bestes des Jahres 2005 ausgelobt. Gleichzeitig erhielt „I Hate Myself In The Morning“ die Trophäe für die Single des Jahres. Ihrer Karriere jedoch half das nicht weiter. Lee Ann Womack und MCA gingen getrennte Wege. Kurzzeitig unterschrieb sie bei Mercury, doch ein geplantes Album blieb in der Schublade, nachdem sich eine erste Single nicht wie erhofft verkaufte. Plötzlich war Lee Ann Womack kein Thema mehr!

Der Versuch eines Comebacks im Herbst 2008 scheiterte mehr oder weniger. Womack war zu MCA zurückgekehrt und veröffentlichte das Album „Call Me Crazy“. Trotz des Mitwirkens von Keith Urban und George Strait blieb der Erfolg hinter den hohen Erwartungen zurück. Zwar hielt sich Lee Ann Womack immer mal wieder im Gespräch und wirkte bei diversen Projekten von Stars wie Alan Jackson mit, doch so richtig in Gang gekommen ist ihre Karriere bis heute nicht wieder. Denn auch das 2011er Album „Icons“ brachte sie nicht zurück in die Erfolgsspur.

Unterdessen steht die Sängerin bei Sugar Hill unter Vertrag. Für den Spätsommer 2014 ist dort ein Album mit dem Titel „The Way I’m Livin'“ angekündigt. Es bleibt abzuwarten, wohin die Reise der Lee Ann Womack, die seit 1999 in zweiter Ehe mit dem Produzenten Frank Liddell verheiratet ist, gehen wird.