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Lee Ann Womack: The Way I’m Livin‘

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Lee Ann Womack hat sich vier Jahre Zeit genommen, mit Sugar Hill eine neue Plattenfirma gefunden und nun liegt ihr neues Album „The Way I’m Livin'“ vor. Ihr Gatte Frank Liddell hat es produziert. Immerhin hat dieser die letzten vier Alben von Miranda Lambert als Produzent zu verantworten. Auch die Musiker gehören zu den besten ihres Faches: In der Tat versprechen Matt Chamberlain am Schlagzeug, Glen Whorf an der Gitarre, der Pianist Mac McAnally und vor allem die Steelgitarrenlegende Paul Franklin höchste musikalische Qualität.

Wir wussten ja, dass Lee Ann Womack zu den besten Stilistinnen der modernen Countrymusik gehört. Wir wussten auch, dass ihre letzten Alben doch einen gehörigen Touch Pop enthielten. Nun höre ich den ersten Titel des Album an und bin schon ganz angetan: Elegant und gefühlvoll klingt die Ballade „Prelude: Fly“. Eher rhythmisch und dynamisch klingt ihr Gospelsong „All His Saints“, doch dann gleich wieder das äußerst einfühlsame und gut beobachtete Lied „Chances Are“.

Der Titelsong (The Way I’m Livin‘) ist ein sehr überzeugender Song, in dem die verführerische Kraft des Bösen das Gewissen der Sängerin strapaziert. „Send It On Down“ erzählt die Geschichte einer Trinkerin, die Jesus anfleht, ihr zu helfen. Verzweiflung und Angst sind in Lee Anns Stimme zu fühlen, man leidet mit beim Zuhören. Herrlich melodisch ist „Don’t Listen To The Wind“, auch die wehmütige Fiddle gefällt mir, irische Klänge glaubt man zu vernehmen, geschrieben von Julie Miller. Die Fiddle spielt auch groß mit in „Same Kind Of Different“, mit Lee Anns Stimme, die so ausdrucksstark ist.

Und wenn man denkt, besser geht es nicht, kommt erst ein Neil Young-Song „Out On The Weekend“ und dann „Nightwind“ von Bruce Robison, der auch für die Dixie Chicks schon diverse Hits schrieb! „Sleeping With The Devil“ ist ebenfalls außergewöhnlich, wegen der Geschichte, die im Song erzählt wird von der Frau, die einem Mann verfallen ist, aber auch wegen Paul Franklins Steelgitarre. „Not Forgotten You“ stammt wieder aus der Feder von Bruce Robison, dessen Frau Kelly Willis diesen Song 1999 bereits aufgenommen hatte. An Platz 12 folgt ein Oldie in modernem Gewand: Kenny Price schrieb einst „Tomorrow Night In Baltimore“, das 1971 ein Nummer-Elf-Hit für Roger Miller war. Ein flotter Titel, dem ich durchaus auch noch heute Hitpotenzial bescheinigen würde. Den Abschluss bildet „When I Come Around“, ein weiterer, echter Ohrwurm.

Fazit: Ich denke, es ist offensichtlich, dass ich von diesem Album begeistert bin. Herrlich gesungen, großartig begleitet, und vor allem Lieder, die ohne Klischees auskommen, die überraschen und originell sind, sodass es sich lohnt, die englischen Texte zu verstehen. Lee Ann Womack und ihrem Mann Frank Liddell ist ein Meisterwerk gelungen, dafür von mir fünf von fünf möglichen Sternen und meine innige Kaufempfehlung. Das sehen auch andere so, denn immerhin steigt das Album in dieser Woche auf Platz 18 der Billboard Top Album Charts ein.

 
Lee Ann Womack - The Way I'm Livin'
 
Künstler / Albumtitel: Lee Ann Womack – The Way I’m Livin‘
Format / Label / Veröffentlicht: CD, Vinyl & Digital (Caroline Distribution, Sugar Hill Records 2014)
Bewertung: 5 von 5 möglichen Punkten
 
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Trackliste:

01. Prelude: Fly
02. All His Saints
03. Chances Are
04. The Way I’m Livin‘
05. Send It On Down
06. Don’t Listen To The Wind
07. Same Kind Of Different
08. Out On The Weekend
09. Nightwind
10. Sleeping With The Devil
11. Not Forgotten You
12. Tomorrow Night In Baltimore
13. When I Come Around

 
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Über Franz-Karl Opitz (855 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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