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Mrs. Greenbird: Postcards

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Mrs. Greenbird - Postcards

Casting-Show-Gewinner sind meist schneller „weg vom Fenster“ als ihnen lieb ist. Meist läuft die Single noch ganz gut – das Album wird nachgeschoben, mit Glück ’ne kleine Tour. Dann ist meist der Zenit erreicht und das Ende wird – schneller als den Künstlern lieb ist, eingeläutet. Nicht so beim X-Faktor-Gewinner Mrs. Greenbird. Sarah Nücken und Steffen Brückner haben mit „Postcards“ ihren zweiten Longplayer veröffentlicht – bester Country-Folk-Pop versehen mit einer kleinen Prise Bluegrass.

Bereits beim Opener (Dark Horses) setzen Mrs. Greenbird die erste musikalische Marke. Passend zum herbstlichen Umfeld der Veröffentlichungsphase von „Postcards“, könnte man schon fast von Prärie-Melancholie. Ein wenig düster kommt der Song daher – Americana aus Deutschland – cool, so darf’s gerne weitergehen!

Schwungvoll geht es weiter, die düsteren Pferde sind schnell vergessen und zu „Everyone’s The Same“ kann (darf) auch gerne das Tanzbein geschwungen werden. Den Kopf nicht gleich in den Sand stecken und Trübsal blasen, sondern raus in die Welt und strahlen – das ist die Message vom optimistischen „Shine Shine Shine“. Fröhlich geht es weiter mit „Lucky One“ und den für Kaffeetrinker prädestinierten „Insomniac“. Der Namensgeber für’s Album „Postcards“ weckt verborgene Sehnsüchte. Hinaus in die Welt? Ist es der richtige Weg, oder doch nicht – und wenn ich da bin, werde ich glücklich sein? Schöne Postkarten gibt es überall auf der Welt – also, Marke drauf und ab in den nächsten Briefkasten damit!

Mit den Up-Tempo-Nummern „Planets“ und „Mr. Werewolf“ lassen Sarah und Steffen das Herz jeden Science Fiction- und Mystery-Fans höher schlagen. Zwei wirklich coole Nummern, was zum schmunzeln. Die Mid-Tempo-Nummer „Hole In The Heart“, die laut Mrs. Greenbird mal als Ballade angedacht war, sollten sich unglücklich Verliebte anhören, danach ist die Schwere der Trennung wie wegblasen. Die richtige (lustige) Medizin gegen Liebeskummer. Kennen Sie schon Ricky? Ein putziges Eichhörnchen, das bei „Good Ole Ricky“ besungen wird. Eine extrem flotte Bluegrass-Nummer, die sofort ins Ohr geht.

Wer kennt das nicht, ständig in Action und keine ruhige Minute. Wer entschleunigt mich, wer holt mich wieder unter? „Slow Me Down“ greift diese Thematik musikalisch auf – und spätestens nach dieser coolen Nummer hat man trotz des schnellen Beats, ein paar Gänge runtergeschaltet. Gut so! Mit der sehr zu Herzen gehenden Ballade „Take My Hand“ endet ein sehr unterhaltsames Album, das von Sehnsüchten und Liebe sowie von seltsamen (aber glücklichen) Tieren und den unendlichen Weiten des Weltalls erzählt.

Fazit: Mrs. Greenbird haben mit „Postcards“ einen großartigen Longplayer abgeliefert, der äusserst eindrucksvoll beweist, dass „handmade“ Country Music aus deutschen Landen locker mit US-Produktionen mithalten kann. Bravo Sarah & Steffen, weiter so!

Mrs. Greenbird - Postcards

Künstler / Albumtitel: Mrs. Greenbird – Postcards
Format / Label / Veröffentlicht: CD, Vinyl & Digital (Columbia, Sony Music 2014)

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Trackliste:

01. Dark Horses
02. Everyone’s The Same
03. Shine Shine Shine
04. Lucky One
05. Insomniac
06. Postcards
07. Planets
08. Mr. Werewolf
09. Hole In Your Heart
10. Good Ole Ricky
11. Slow Me Down
12. Take My Hand

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