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Wo die Klapperschlange klappert: Truck Stop in Schladen

Die Cowboys der Nation gaben umjubeltes Konzert auf Schlangenfarm in Schladen!

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Truck Stop - Schladen 2015 Truck Stop - Bildrechte: Dirk Neuhaus

Schladen liegt nicht in Arizona und Schlangen sind in Deutschland eher Blind, als jedoch Truck Stop ihren Hit „Arizona, Arizona“ zum Besten gaben, und die berühmte Textzeile: „Wo die Klapperschlange klappert und der Kaktus feurig sticht!“ passte Musik, Ambiente und Sound wie die sprichwörtlich bekannte „Faust auf’s Auge“. Gut 400 Besucher feierten die Cowboys der Nation bis weit nach Mitternacht und nur nach Zugaben – sowie einer außergewöhnlichen Schluss-Session, endete die erste Country-Party in Schladen!

Gegen 20.00 Uhr betrat der aus Funk & Fernsehen bekannte Weltenbummler, Schlangenexperte und „Chef vom Ganzen“, Jürgen Hergert die Bühne um die erste große Country-Party zu eröffnen. Die Idee, eine Country-Veranstaltung ins Leben zu rufen, kam Hergert, als er auf seiner Schlangenfarm eine Vatertags-Party mit Countrymusik ausrichtete. Damals standen Texas Roads, die an diesem Abend als Opener dem Publikum gut ein Stunde einheizten, auf der Bühne und hinterließen einen so positiven Eindruck beim Veranstalter und Publikum, dass er meinte, das bekommen wir auch noch eine Nummer größer hin. Gesagt getan, der Tag war gekommen, hunderte Countrymusikliebhaber folgten seinem Ruf und Texas Roads und Headliner Truck Stop sollten die ersten seiner gebuchten Country-Acts sein.

Die Wolfenbütteler Lokalmatadoren Texas Roads (Buffy, Ede und Barry) spulten einen Mix bekanntester Hits ab. Ob „Achy Breaky Heart“ (Billy Ray Cyrus), „Dancin‘ Cowboys“ (Bellamy Brothers) oder Songs von Johnny Cash, die Jungs wußten zu begeistern. Aber nicht nur englisch-sprachige Hits haben Texas Roads im Repertoire, auch deutsche Titel. Mit „Ich möcht‘ so gerne Mal nach Nashville“, zollten sie der Berliner Band Western Union ihren Tribute. Nach einigen Zugaben verabschiedeten sich die Jungs und überließen dem Headliner des Abends – Truck Stop, die Bühne.

Nach einer kurzen Umbaupause betraten Truck Stop die Bühne. Knut Bewersdorff verkündete, dass sich Andreas „Cisi“ Cisek einen schlimmen Virus eingefangen habe und sie deshalb das Programm ein wenig umstellen mussten. Die Stimme Ciseks sei stark beeinträchtig und man dachte gegen Mittag sogar darüber nach, den Gig abzusagen. Der HNO-Arzt gab später jedoch grünes Licht und so stand dem Konzert nichts mehr im Wege. Truck Stop spulten gutgelaunt ihre Hits ab, für die ein normales Konzert mit gut zwei Stunden Spielzeit kaum ausreicht. Unter anderen standen an diesem Abend die Songs „Take it easy, altes Haus“, „300 Jahre“, „Arizona, Arizona“, „Studio in Maschen“, „Bier vom Fass“, „So ist Sommer“, „Orange Blossom Special“ und „Hilly Billy, Country Lilly“ sowie die Hymne „Ich möcht‘ so gern Dave Dudley hör’n“ auf der etwas abgeänderten Setlist. Ausserdem ein Cajun & Bluegrass-Medley. Klar, dass auch „Der wilde, wilde Westen“ nicht fehlen durfte. Hierzu gibt es allerdings noch eine Geschichte, die wir keinesfalls vorenthalten möchten. Direkt nach den Zugaben, kam es zu einem denkwürdigen – und großartigen Zusammenschluss der Bands Texas Roads und Truck Stop. Zusammen sangen sie „Der wilde, wilde Westen“ für das mittlerweile bestens in Stimmung geradene Publikum. Für Leadsänger Buffy ging ein Traum in Erfüllung – einmal mit Truck Stop auf der Bühne stehen.

Damit ging ein kurzweiliger Abend in Schladen dem Ende entgegen. Texas Roads und Truck Stop sorgten für allerbeste Stimmung – vielen Dank, immer wieder gerne!

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Über Dirk Neuhaus (800 Artikel)
Chef-Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country, Bluegrass. Rezensionen, News, Specials.