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Rockin‘ Christmas mit den Free Bears

Weihnachtsfeier im Ranch House in Kerpen.

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Truck Stop 2018
Free Bears - Live Free Bears - Live. Bildrechte: Michael Förschges, Country.de

Wenn es draußen früher dunkel wird und überall Weihnachtsmärkte abgehalten werden, spätestens dann ist auch bei den Veranstaltern in der Countryszene „Christmas Feeling“ angesagt. So lud das Ranch House am Eyller See am Freitagabend, 9. Dezember 2016 zur Abendveranstaltung mit Livemusik von den Free Bears. Und wie bei jeder Veranstaltung im Ranch House war auch an diesem Freitag der Start um 20.00 Uhr. Gleich zu Beginn machten die freilaufenden Bären klar, dass sie ein abendfüllendes Programm mitgebracht hatten, hieß es doch sofort „SEven Nights To Rock“. Kurz nachgedacht und dann erleichtert festgestellt, dass es dann doch nicht ganz so lange gehen sollte. Glück gehabt, denn keiner hatte Duschzeug dabei. Nach der Feststellung, dass die Bären nicht an die Bühne gekettet waren – musikalisch „I Got Stripes“ kam dann mit dem Titel „This Town Ain’t Cool“ das zu Sprache, was die Fans vom Ranch House schon immer wussten. Eyell ist zwar keine Weltstadt, aber das Ranch House für seine Fans der Mittelpunkt der Welt. Und das die vier Bären auch auf ihre Kosten kamen mit dem anwesendem Publikum äußerte sich – natürlich musikalisch, in „I’m On Fire“. Spätestens mit dem letzten Song der ersten Runde wurde jedem klar, dass die Free Bears sowohl eigene Songs im Gepäck hatten und zudem auch Titel anderer Künstler gekonnt umsetzen können. So zum Beispiel der „Gewinner der Herzen“ beim Eurovision Song Contest 2014: „Calm After The Storm“.

Danach war die erste Runde um und Carsten, Foxman, Reinhold und Norbert zogen sich auf einen Hamburger zurück von der Bühne. Wer jetzt gehofft hatte, wie sonst auch üblich, einen Tonträger von der Band des Abends mit nach Hause nehmen zu können im Tausch gegen bedrucktes Papier, der wurde leider enttäuscht. Die Jungens haben vom aktuellen Album (Canyons and Goodbyes) kein Stück mehr auf Lager und auch bei einem großen Internet-Shoppingportal ist der Bestand nur noch als rudimentär zu bezeichnen. Klappt also nicht mit Weihnachtsgeschenken. Aber, das neue Album kommt im Januar 2017 auf den Markt und so kann man dann sich nachträglich an den aktuellen Konzertabend erinnern lassen.

Nach einer knappen halben Stunde standen die vier Bären schon wieder auf der Bühne und präsentierten den Ohrwurm „Achy Breaky Heart“ von Billy Ray Cyrus. Etwas später mussten die Jungs ein Kompliment an die Küche loswerden – natürlich musikalisch. Dazu nutzen sie den Titel „Yum, Yum“ von Joe Tex aus dem Jahr 1959. Aber keine Angst, im Ranch House wird frisch gekocht! Weiter ging es mit einem Song, den wohl jeder Countryfan zuordnen kann „Folsom Prison Blues“. Wobei dieser Blues eher etwas rockig geraten war – aber auch das hatte seinen Reiz. Damit es nicht nur in reinen Konsum ausartete hieß es jetzt „Mitsingen“ – zumindest den Refrain, damit keiner überfordert war. Dazu gab es dann „All You Ever Do“, wobei die Gäste im Ranch House das Mitsingen gegen Mitklatschen getauscht hatten. Beides war für die super Stimmung im Ranch House aber egal, denn Spaß macht, was gefällt.

Nach diesem Motto ging es dann eine Stufe schwerer weiter mit dem „Cherokee Boogie“. Hier war dann definitiv mitsingen angesagt – zumindest beim Refrain, was auch wunderbar klappte. Und das auch freilaufende Bären Wert auf passende Kleidung legen, machten sie mit dem letzten Song dieses zweitens Sets klar „Jeans On“.

Plötzlich erklangen weihnachtliche Klänge von CD und ein Bote des älteren Mannes vom Norpol betrat die Bühne im Ranch House. Wo sonst die Musiker ihren Applaus erhalten gab es an diesem Abend mit leichter Verspätung für die Crew des Ranch House einen kleinen Schokoladen-Nikolaus. Egal ob Küche oder Service, die Crew müht sich das ganze Jahr über um ihre Gäste und versucht möglichst auch den augefallensten Wunsch des Gastes zu erfüllen. Diese Gastfreundschaft wurde vom Nikolaus mit Schokolade belohnt und vom anwesenden Publikum zudem auch noch mit Applaus gekrönt. Und da der Mann vom Nordpol spendabel war, gab’s obendrein auch noch für jeden Bären ein schokoladiges Präsent.

Nachdem Santa Claus Bote seinen Job erledigt hatte, hieß es wieder Bühne frei für die FREE BEARS. Unter anderem spielten die Jungs eine Ode an alle Ladies, die Bettina, Tina oder ähnlich heißen: „Bettie, Bettie“: Ob man jetzt „Ring Of Fire“ als Lied über einen brennenden Adventskranz deuten kann, ist eher sehr frei übersetzt und somit kein Weihnachtssong. Ob der nächste Song eine Anspieleung auf den Besuch des Botschafters von Santa Claus war, bleibt ein Geheimnis der Bären, der Titel dagegen ist bekannt: „The Wanderer“. Auch einen passenden Song für die Location hatten Carsten, Foxman, Reinhold und Norbert mit im Gepäck: „Honky Tonk Song“. Nun ist jetzt auch das Geheimnis gelüftet, wie die vier Bären heißen – fehlt noch die Aufgabenverteilung der Jungs untereinander. Also gut, dann lösen wir das auch schnell auf: Carsten ist zuständig für die Drums, Foxmann (Jörgi) bedient Lead-Gitarre und Rhythmus-Gitarre und darf auch Leadvocals singen. Bär Nummer 3 – Reinhold ist zuständig für die tiefen Töne der Band und spielt Bass. Das Quartett komplettiert Norbert, der sich mit Gitarren auskennt und auch diverse Exemplare „befingert“.

Mit „East Bound And Down“ brachten die Jungs einen musikalischen Toast aus – auf dass das Bier im Ranch House niemals ausgehen möge! Und das Jungs zu vorgerückter Stunde dem ein oder anderen Bierchen nur noch Augen für die Ladies haben, liegt auf der Hand. Musikalisch umgesetzt durch die Free Bears mit Girls, Girls, Girls“. Verabschieden wollten sich die Bären mit „Rock’n’Roll Is King“, machten aber die Rechnung ohne die Gäste des Abends, die lautstark eine Zugabe forderten. Eine kurze Beratung untereinander und es war klar: „Nur wenn Ihr mitsingt!“ Wer jetzt hoffte sich mit fehlenden Textkenntnissen entschuldigen zu können, der wurde enttäuscht, denn die vier Musiker hatten sich für „Take Me Home, Country Roads“ entschieden. Da konnte sich wohl keiner mit fehlender Textsicherheit herausreden. Dementsprechend vielstimming ging der Abend dann auch um kurz vor halb Zwölf zu Ende.

Truck Stop 2018

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