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Dierks Bentley: The Mountain

Dierks Bentley liefert mit "The Mountain" ein Album mit der nötigen Hit-DNA ab.

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Dierks Bentley - The Mountain Dierks Bentley - The Mountain. Bildrechte: Capitol Records Nashville

Ist es tatsächlich die berühmte Rückkehr zu den Wurzeln? An die Orte, wo der Musiker Dierks Bentley seinen Ruf als Traditionalist unter den New-Country-Stars aufgebaut hat? Seit dem Debüterfolg „What Was I Thinking“ im Jahr 2003 war die Karriere des blonden Sängers aus Arizona von stetiger Weiterentwicklung geprägt. Neben einer Reihe kommerzieller Hits waren es die stilistischen Sidesteps, allen voran das bluegrassgeprägte Album „Upon The Ridge“, mit dem Country-Fans verschiedenster Lager gewonnen werden konnten.

Nachdem Bentley auf dem 2012er Album „Riser“ den Arenasound für sich entdeckt hatte, wurde der Popeinfluss auf dem Nachfolger „Black“ immer deutlicher. Zeit für eine Kehrtwende? The Mountain, der Titel des neunten Studiowerkes, deutet schon mal auf eine stärkere Naturverbundenheit hin. Auch optisch präsentiert sich der Desert Guy aus der Nähe von Phoenix mit Vollbart als moderner „Grizzly Adams-Verschnitt“. Besonders neugierig macht die Tatsache, dass der Kern des Albums am Rande des Bluegrass-Festivals in Telluride (Colorado) entstanden ist. „Upon The Ridge, Teil 2“? Jedenfalls scheint die gerade für Countrymusiker inspirierende Atmosphäre der Rocky Mountains auch den „Drunk-On-A-Plane-Sänger“ beeindruckt und vielleicht sogar beeinflusst zu haben.

Bei dem Namen Ross Copperman („Riser“,“Black“) als verantwortlichen Produzenten mag man kurz zusammenzucken. Doch die Tatsache, dass Dierks Bentley höchstpersönlich an der Erschaffung von 10 der 13 Songs beteiligt war, verspricht ein gewisses Maß an Authentizität. Erklimmen wir also den Berg und schauen, was uns auf dem Weg zum Gipfel so alles erwartet.

Der erste „Findling“, die Leadsingle „Woman, Amen“, wurde dem Publikum bereits zu Jahresbeginn präsentiert. Das sakrale Loblied auf Ehefrau Cassidy wird von einem hymnischen Chorus getragen und befindet sich auf dem besten Weg zum mittlerweile 16. Nr.1-Hit in Bentleys Karriere. Für die Ohrwurmmelodie sind Produzent Copperman und Hitsongwriter Josh Kear persönlich verantwortlich. Der treibende Beat und die unterlegten Akustikstrings machen Appetit auf mehr.

Bereits mit dem Opener „Burning Man“ scheinen sich vorhandene Zweifel an der Stilistik des neuen Bentley aufzulösen. Die Synthetik des Albumvorgängers ist einer luftigen, akustisch dominierten Soundkonzeption gewichen. Der Storysong über die inneren Gegensätze der menschlichen Natur sprüht vor Dynamik und bekommt durch die Unterstützung von T.J. Osbornes Bariton eine Extranote. Ein erster Volltreffer, der sich als künftige Single anbietet.

Der Titelsong selbst besticht durch einen bluesigen Groove und kann mit seiner Bergmetapher über die Widrigkeiten des Lebens inhaltlich punkten. Auch „Living“ schlägt in die gleiche Kerbe. Wenngleich die synthetischen Handclaps etwas störend wirken, haben wir es hier mit einem gefällig-modernen Midtempo-Groover zu tun. Mit dem vierten Song „You Can’t Bring Me Down“ wird das Bild des „neuen Bentley“ immer konkreter. Die Bluegrass-Fans werden mit der zirpenden Mandoline von Sam Bush vertraute Elemente entdecken. Dennoch ist auch dieser Titel klar im Modern Country angesiedelt und dürfte mit seinem positiven Vibe auch das Radiopublikum ansprechen.

Bis zu diesem Punkt gehört der zum Teil überladene Soundteppich der beiden Vorgängeralben der Vergangenheit an. Vielmehr wirkt „The Mountain“ wie eine gut abgeschmeckte Mischung aus Bentleys bisherigen Karrierestationen. In der zweiten Albumhälfte geht der Sänger aus der Kleinstadt Tempe seinen New-Country-Nature-Mix konsequent weiter. „Goodbye In Telluride“ ist so ein „catchy“ Track, dem bei Veröffentlichung etwas Großes zuzutrauen wäre. Auch der pianounterlegte Lovesong „My Religion“ funktioniert ohne übertriebenen Pathos und hat seinen ureigenen Wiedererkennungswert. Der heimliche Star dieser gelungenen Albumcompilation ist „Travelin‘ Light“, der von Jerry Douglas‘ Dobro und Brandi Carliles hinreißender Gesangseinlage getragen wird.

Am Ende steht fest: Dierks Bentley hat sich auf „The Mountain“ seinem natürlichen Sound angenähert, ohne dabei die gewohnten Hitmuster aufzugeben. Das von manchen erhoffte zweite „Upon The Ridge“ ist es nicht geworden. Dennoch sind es gerade die traditionellen Elemente durch die instrumentale Unterstützung eines Sam Bush, Jerry Douglas oder Tim O’Brien, die „The Mountain“ als eines der Top- Country-Alben des Jahres von der Masse unterscheiden.

Top-Tracks: „Burning Man“, „The Mountain“, „Goodbye In Telluride „, „Travelin‘ Light“.

Fazit: Dierks Bentley geht auf dem mit traditionellen Countryelementen gespickten „The Mountain“ einen gelungenen Schritt „back to the roots“. Ein richtungsweisender Beitrag mit viel Persönlichkeit und der nötigen Hit-DNA.

Dierks Bentley – The Mountain: Das Album

Dierks Bentley - The Mountain

Titel: The Mountain
Künstler: Dierks Bentley
Veröffentlichungstermin: 8. Juni 2018
Label: Capitol Records Nashville
Vertrieb: Universal Music
Format: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 47:13 Min.
Tracks: 13
Genre: Country
Bewertung: 4 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste: (The Mountain)

01. Burning Man – mit Brothers Osborne
02. The Mountain
03. Living
04. Woman, Amen
05. You Can’t Bring Me Down
06. Nothing On But The Stars
07. Goodbye In Telluride
08. My Religion
09. One Way
10. Son Of The Sun
11. Stranger To Myself
12. Travelin‘ Light – mit Brandi Carlile
13. How I’m Going Out

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