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Carrie Underwood: Cry Pretty

Moderner, fesselnder Country-Pop, der gleichermaßen zum Tanzen animiert, aber auch viele emotionale Momente liefert.

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Carrie Underwood - Cry Pretty Carrie Underwood - Cry Pretty. Bildrechte: Capitol, Universal Music

Klar, es gibt viele Musikfreunde – auch der Schreiber dieser Zeilen zählt sich dazu, traditionelle Country Music klingt anders – aber die Zeit schreitet voran und alles verändert sich, passt sich dem Geschmack der modernen Generation an. Und ehrlich, schlecht ist das alles nicht. Im Gegenteil, Carrie Underwood zeigt auf Cry Pretty äusserst eindrucksvoll, wie man solch eine gewagte Symbiose meistert – ohne den Countrymusik-Freund, als auch den Mainstream-Pop-Fan zu verschrecken. Sie liefert wunderbare Pop-Country-Songs, allerdings auch reinrassige Rock & R&B-Highlights, die zu begeistern wissen!

Schauen bzw. hören wir mal genauer hin: Titelsong „Cry Pretty“ beginnt als Ballade, mutiert zum Ende aber zur absoluten Rock-Hymne. „Ghosts On The Stereo“ ist ein wunderbarer Song, der den Hörer auf eine Reise in die gute alte Country-Radio-Zeit mit nimmt. Feinsten Country-Balladen-Rock liefert „Low“, „Backsliding“ und „Southbound“, die sich unaufhörlich in den Gehörgang bohren und zeigen, welch grandioses Stimmvolumen Underwood ihr Eigen nennen darf. Mainstream-Pop, aber richtig guten, liefert „That Song That We Used To Make Love To“ ein wunderbarer Song, wie gemacht fürs Mainstream-Radio. Ebenso klar ausserhalb des Genre Country kommt „Drinking Alone“ daher, aber eindringlich markanter Song, der emotional zu überzeugen vermag.

Und dann, ja und dann kommt „The Bullet“. Jetzt wissen wir, warum Carrie Underwood über Jahre hinweg zu den meistgespielten und erfolgreichsten Interpreten im Country Music Business gehörte. Ein Song wie ein Fels in der Brandung, den nichts aus der Fassung bringen kann. Großartig, Gänsehaut! Mit „Spinning Bottles“, „Love Wins“ und „End Up With You“ setzt sich aber wieder der mehr an den Mainstream-Pop orientierte Sound ein. Aber starke Songs, nur halt nichts für die Ohren Countrymusik verwöhnter Fans!

Mit „Kingdom“ besinnt sich Underwood wieder „ein wenig“ mehr auf ihre musikalischen Wurzeln, bevor dann „The Champion“ endgültig das Seil zu den wurzel ihrer Anfangszeit reißen lässt. Ein Hip-Hop-Song, der zwar gut zu ihrer Stimme passt, aber Countrymusik-Freunde mächtig verschrecken dürfte.

Fazit: Auch Carrie Underwood entfernt sich Album für Album weiter von der Countrymusik. Warum? Tja, das weiß man nicht! Brauchen wir eine weitere Taylor Swift? Wahrscheinlich, sonst wäre es ja langweilig! Aber Erfolg stinkt nicht … Millionen verkaufte Alben im Segment Country Music. Mal schauen, wie sich Underwood international vermarkten lässt. Wahrscheinlich gut, denn sie hat alles, was ein international agierender Musikstar benötigt: Gutes Aussehen, Charisma und eine unglaublich Stimme. Und ja, auch wenn sie kein „Country“ ist, aber supergeile Songs hat sie trotzdem im Gepäck!

Carrie Underwood – Cry Pretty: Das Album

Carrie Underwood - Cry Pretty

Titel: Cry Pretty
Künstler: Carrie Underwood
Veröffentlichungstermin: 14. September 2018
Label: Capitol Records
Vertrieb: Universal Music
Formate: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 50:26 Min.
Tracks: 13
Genre: Country, Pop, Rock

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Trackliste: (Cry Pretty)

01. Cry Pretty
02. Ghosts On The Stereo
03. Low
04. Backsliding
05. Southbound
06. That Song That We Used To Make Love To
07. Drinking Alone
08. The Bullet
09. Spinning Bottles
10. Love Wins
11. End Up With You
12. Kingdom
13. The Champion

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