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HARDY: A Rock

Großartiges, kurzweiliges Album. Starke Songs!

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HARDY - A Rock HARDY - A Rock. Bildrechte: Big Loud Records

Michael Wilson Hardy, geboren im tiefen Süden in „Philadelphia“ im Staat Mississippi, zog es für eine Karriere in der Countrymusik nach Nashville, wo er sich kurz und großgedruckt als HARDY einen Namen als Songschreiber gemacht hat. Die Top-Hits „Up Down“ von Morgan Wallen und „God’s Country“ von Blake Shelton stammen aus seiner Feder. 2019 beschloss er, auch als Sänger aktiv zu werden. Seine erste Single „Rednecker“ war eine witzige und gelungene Verulkung der Typen, die mit Riesenrädern-Trucks durch den Schlamm fahren, Bier saufen, gerne Angeln und Jagen. Nachdem er im Herbst letzten Jahres gleich 17 Duette mit Kolleginnen und Kollegen als „HixTape Vol. 1“ veröffentlichte, hat er jetzt sein erstes Soloalbum aufgenommen, das den kurzen und prägnanten Titel A Rock trägt und seit einer Woche erhältlich ist.

Die erste Single „One Beer“, eine Zusammenarbeit mit Lauren Alaina und Devin Dawson, hat in dieser Woche die Top 10 der Single-Charts erreicht. Wie bei den meisten Titeln des Albums geht es um konkrete Probleme und Anliegen der so genannten kleinen Leute und natürlich um Beziehungsprobleme aller Art. In „One Beer“ besingen die drei das Schicksal eines 17-jährigen Mädchens, die sich nach Alkoholkonsum hat überreden lassen, und sechs Monate später hochschwanger heiratet. „Give Heaven Some Hell“ ist lautstarke Aufforderung an den beim Motoradunfall gestorbenen Kumpel, jetzt denen im Himmel die Hölle heiß zu machen.

Auch der erste Song des Albums „Truck“ beschreibt in rockiger Art den Typ, der den großen Truck fährt und das ohne Sentimentalität. in „Where Ya At“ geht er voller Energie ab: Er weiß, dass Rednecks im Süden und im Norden der Staaten leben, aber wo genau? Ich zitiere eine Doppelzeile „If you’re a hard working country music loving fried tomato eating Shirt off your back giving salt of the earth bad motherfucker I just wanna know one thing Where ya at“. Er zählt Orte auf und man weiß, die Antwort ist „überall“.

„Ain’t A Bad Day“ zeigt auch HARDYs Geschick, banale Situationen zu beschreiben: Nach einer Sauftour hat er sich voll besoffen, Streit mit seiner Freundin angefangen, die nun nie wieder zurückkommen will: Resultat: Es ist kein schlechter Tag, dafür, dass die Welt endet. Ähnlich geht es ihm in „Boots“: Auch hier hat sie ihn vor die Tür gesetzt, er schlief abends mit Stiefeln ein und wachte darin auch auf, sein Koffer steht vor der Haustür. Was erwartet man vom Titel „Hate Your Hometown“? HARDY macht daraus eine Aufforderung an seine Liebste, damit sie doch bei ihm in der Stadt bleibt! Ruhigere Töne schlägt er an, wenn er mit seiner Kollegin Ashland Craft beschwört, dass sie in ihrer Beziehung so nahe an das Glück gekommen waren „So Close“, doch es dann völlig verbockt haben. Auch mit „Boyfriend“ kann er überraschen, wenn er singt, dass er nicht mehr ihr Freund sein will und es sich im Lied herausstellt, dass er sie heiraten möchte.

Zwei Songs bleiben noch übrig: „Unapologetically Country As Hell“ ist ein sehr eingängiger Song, der eigentlich den so oft besungenen Rednecks beschreibt, aber das tut HARDY hier so witzig und gleichzeitig bis ins Detail genau. Klasse auch sein Titelsong, der das Album beschließt: „A Rock“ handelt vom Leben eines Mannes, von der Kindheit bis ins Alter, das schließlich mit der Schrift auf dem Fels, sprich Grabstein endet. Dazu hat HARDY ein sehr gut gestaltetes Video gemacht.

Fazit: HARDY überzeugt als Autor von witzigen Songs, die er allerdings gemeinsam alle mit Kollegen und Kolleginnen wie Ashley Gorley oder Hillary Lindsey geschrieben hat. Die Songs sind meist voller Tempo und rockig, mit ganz leichten Hip-Hop-Einlagen, aber das ganze Werk ist sehr gut anhörbar.

HARDY – A Rock: Das Album

HARDY - A Rock

Titel: A Rock
Künstler: HARDY
Veröffentlichungstermin: 4. September 2020
Label: Big Loud Records
Formate: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 42:13 Min.
Tracks: 12
Genre: Country
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen

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Trackliste: (A Rock)

01. Truck
02. Boyfriend
03. Give Heaven Some Hell
04. Boots
05. Where Ya At
06. Ain’t A Bad Day
07. One Beer mit Devin Dawson & Lauren Alaina
08. So Close mit Ashland Craft
09. Broke Boy
10. Hate Your Hometown
11. Unapologetically Country As Hell
12. A Rock

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Über Franz-Karl Opitz (740 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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