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Chase Rice: I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell

Großartiges Album, tolle Countrymusik: Chase Rice weiß wie's geht!

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Chase Rice - I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell Chase Rice - I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell. Bildrechte: Broken Bow Records

Da hat Chase Rice einen Titel für sein neues und viertes Album gewählt, der für eine Country-CD Interesse erweckt, denn es geht gegen jedes Klischee in unserem Genre: I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell, also zu Deutsch: Ich hasse Cowboys und alle Hunde fahren zur Hölle. 13 Titel hat er für dieses Album entweder allein oder mit Kollegen geschrieben. Das wundert nicht, denn Chase Rice beliefert seine Fans seit über zehn Jahren mit origineller und doch eingängiger Lyrik und Musik. Produziert hat Oscar Charles das Ganze und er war auch an einigen Songs beteiligt. Chase Rice hat das Album seinem verstorbenen Vater Daniel Rice gewidmet, dessen Bild auf dem Cover des Albums zu sehen ist.

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Also, erklären wir zunächst, warum er Cowboys hasst: Ganz einfach, die kommen gut gelaunt und lässig in die Kneipe und spannen dir ohne Probleme das Mädchen aus, wie er uns in dem Song überzeugend mitteilt. Und damit wären wir schon bei einer der Stärken des Albums: Chase Rice kann Songs schreiben, witzige wie der gehasste Cowboy, rockige und zum Mitsingen einladende wie „A Bad Day To Be A Beer“ oder eingängige Balladen, die plötzlich laut werden, wie das schöne „I Walk Alone“. Gleich der Einsteiger ins Album „Walk That Easy“ erregt unsere Aufmerksamkeit mit der Intensität des Vortrags. „All Dogs Go To Hell“ ist dann doch eine Liebeserklärung an die Verflossene, denn dass er sie nicht vermisst, ist so klar, wie die Tatsache, dass alle Hunde zur Hölle fahren.

Doch damit ist die Aufzählung der besonderen Songs noch nicht beendet: Mit der Bluegrass-Gruppe Boys To Banjo intoniert er das Liebeslied „Goodnight Nancy“. Auch für die schöne Hymne an „Oklahoma“ hat Rice Unterstützung durch die Read Southall Band, mit Gitarrensolo und leisem Pfeifen im Hintergrund und langem instrumentalen Ausklang. Das originelle „If I Were Rock & Roll“ gibt es hier als Albumversion, nachdem Rice im letzten Jahr die Single veröffentlicht hatte, die (leider) auf Platz 46 der Airplay Charts floppte. Mit „Sorry Momma“ bittet er seine Mutter für alle seine Missetaten um Entschuldigung, was aber nichts Schnulziges an sich hat, sondern bester Countryrock ist. Nicht zu vergessen ist das wunderschöne „Key West & Colorado“, meines Erachtens ein Anwärter auf einen Singleerfolg.

Fazit: Chase Rice hat ein Album vorgelegt, dass durch seine Vielfältigkeit, seine Intensität und textliche wie musikalische Qualität besticht. Erstaunlich, dass er die Qualität in seinem Heimstudio im ländlichen Tennessee geschafft hat und erfreulich, dass wir diese jetzt auf CD, Vinyl, im Streaming oder als digitalen Download genießen können.

Chase Rice – I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell: Das 2023er Album

Chase Rice - I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell

Titel: I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell
Künstler: Chase Rice
Veröffentlichungstermin: 10. Februar 2023
Label: Broken Bow Records, BMG (Warner)
Format: CD, Vinyl & Digital
Tracks: 14
Genre: Country

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Trackliste: (I Hate Cowboys & All Dogs Go To Hell)

01. Walk That Easy
02. All Dogs Go To Hell
03. Way Down Yonder
04. Key West & Colorado
05. Bench Seat
06. Life Part Of Livin‘
07. Bad Day To Be A Cold Beer
08. Oklahoma – mit Read Southall Band
09. I Walk Alone
10. Sorry Momma
11. If I Were Rock And Roll
12. Goodnight Nancy – mit Boy Named Banjo
13. I Hate Cowboys
14. For A Day

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Über Franz-Karl Opitz (1102 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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