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Charley Pride: Stolz und Vorurteil

Am 18. März 2024 wäre Pride 90 Jahre alt geworden. Ein guter Grund, Leben und Werk des legendären Sängers näher zu beleuchten.

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Charley Pride Charley Pride - Bildrechte: Künstler, Promo, Charley Pride

Besonders in Texas wird (Is Anybody Going To) San Antone mit dem aus San Antonio stammenden Tex-Mex-Musiker Doug Sahm identifiziert. Er veröffentlichte den Song 1973, aber geschrieben hat er diesen nicht, und er war es auch nicht, der dem Stück zu seinem ersten großen Charterfolg verhalf, auch wenn nur bei seiner Version kein geringerer als Bob Dylan die Background-Vocals singt.

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Als erstes veröffentlicht und zum Hit gemacht wurde das Stück allerdings bereits im Jahr 1970 von Charley Pride. Lustig, dass „(Is Anybody Going To) San Antone“ von den beiden Nashville Songwritern Glenn Martin und Dave Kirby nicht auf einer gemeinsamen Autofahrt in die texanische Stadt San Antonio, sondern ins gut 1600 Kilometer entfernte Atlanta geschrieben wurde.

Kurz bevor Pride den Song aufnahm, veränderte sein Manager Jack D. Johnson Text und Musik noch insoweit, dass das Stück perfekt auf seinen Interpreten Pride passte. Fünf Jahre zuvor hatte Pride das erste Mal ein Tonstudio in Nashville, Tennessee, betreten.

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Geboren wurde Charley Pride 1934 in Sledge, Mississippi, als viertes von 11 Kindern eines Sharecroppers. Sharecropping nennt man die Art der Halbpacht, die in der Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg vielerorts an die Stelle der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung durch Sklaven trat. So waren z.B. um 1900 im Bundesstaat Mississippi 85 Prozent der schwarzen Farmer als Sharecropper tätig. Beim Sharecropping pachtete man Land und musste einen Großteil des Ertrags an den Verpächter abtreten. Der Pachtgeber konnte die Arbeitskraft des Landarbeiters dabei sehr effizient ausbeuten. Problematisch war das totale Abhängigkeitsverhältnis, in dem die Sharecropper im Süden der USA gehalten wurden, da sie immer am Rande des Existenzminimumms agierten und in Ermangelung von Alternativen stets von Saaten über Geräte und Lebensmittel alles in speziellen Geschäften der Plantagenbesitzer kaufen mussten. Deshalb handelt es sich beim System des Sharecropping quasi um eine Art moderner Leibeigenschaft.

Seit früher Kindheit gehörte die harte Arbeit auf den Baumwollfeldern zu Charley Prides Leben. Jeden Samstagabend hörte Prides Vater allerdings die Grand Ole Opry und so kam Charley schon früh mit Countrymusik in Berührung. Mit 14 brachte sich Pride dann selbst das Gitarre spielen bei und war außerdem bereits ein talentierter Baseballspieler.

Als 1947 Jackie Robinson, als erster Spieler schwarzer Hautfarbe, in die Major League Baseball aufgenommen wurde, verhieß dies Pride daher einen möglichen Ausweg aus dem trostlosen Dasein eines Baumwollpflückers. Und tatsächlich wurde er mit 18 Jahren Baseballprofi in der Negro American League, einer der damals segregierten Baseball-Ligen. Nach seiner Militärzeit spielte Pride bei den Memphis Red Sox und nahm in der Südstaatenmetropole am Mississippi auch ein erstes Demo im legendären Sun Studio auf.

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Das SUN-Demo des Songs There’s My Baby (Walkin‘ The Stroll) brachte Charley Pride jedoch keinen Erfolg. Weder eine Veröffentlichung noch ein Vertrag kamen zustande. 1960 wechselte er als Baseballprofi zu einem Team in Montana. Weil er keinen üppigen Erstligavertrag hatte, musste er tagesüber zusätzlich in der Kupfer-Industrie als Schmelzer arbeiten. Nebenher begann er gelegentlich als Musiker aufzutreten. Die harte, gefährliche Arbeit in der Kupferschmelze forderte allerdings ihren Tribut und Pride verletzte sich öfters und schließlich war es ihm nicht möglich, in die Major League zu wechseln.

Es blieb die Musik. Als die Nashville-Stars Red Sovine und Red Foley 1962 in Montana tourten, gelang es Pride, ihnen vorzuspielen. Red Sovine ermutigte ihn, nach Nashville zu gehen und Cedarwood Publishing zu kontaktieren, damals einem der wichtigsten Musikverlage Nashvilles. Hier traf Charley Pride auf Jack D. Johnson, der bereits auf der Suche nach einem vielversprechenden schwarzen Sänger war. Johnson nahm ihn sogleich unter Vertrag und ließ ihn ein neues Demo einspielen, um ihn so einer Plattenfirma präsentieren zu können. Danach setzte er seinen Schützling selbst in den Bus zurück nach Montana, denn er wollte sichergehen, dass diesem auf dem Nachhauseweg nichts passierte, denn Nashville als Südstaaten-Stadt war durch und durch segregated.

Wider Erwarten dauerte es, bis Johnson einen Erfolg verzeichnen konnte. Dieser trat erst 1965 ein, nachdem er Jack Clement als Produzenten mit ins Boot geholt hatte und Charley mit ihm neue – schon veröffenlichbare, Aufnahmen gemacht hatte. Zuerst musste sich Pride aber gegen Clement behaupten, da dieser sich überlegt hätte, Prides Namen in George Washington III. zu ändern und ihm außerdem einen Showanzug mit Rhinestones verpassen wollte. Pride lehnte dankend ab. Der frühere Jerry Lee Lewis und Johnny Cash-Produzent Jack Clement hatte aber den richtigen Dreh raus, Pride passend aufzunehmen.

Trotz der neuen professionellen Aufnahmen hatte erst nach einigem Hin und Her Chet Atkins den Mut, Pride für RCA unter Vertrag zu nehmen. Atkins hatte nach eigener Aussage Angst, die Zeichen der Zeit zu übersehen und eine Gelegenheit verstreichen zu lassen, einen zweiten Elvis Presley unter Vertrag zu nehmen. Den Elvis-Vergleich versteht man nur, wenn man die damalige Position eines weißen Plattenproduzenten einnimmt. Für diesen war Elvis ein Weißer, der mit Schwarzer Musik durchschlagenden Erfolg hatte. Und Charley Pride sollte nun jemand sein, der als Schwarzer mit Weißer Musik Erfolg hätte. Der Vergleich hinkt natürlich allein deshalb schon, da sich die Musikproduktionen beider Künstler in erster Linie an ein weißes Publikum richteten.

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Da man es mit einem besonderen neuen Künstler zu tun hatte, wählte man auch eine besondere Methode diesen zu promoten. Man beschloss, Charley Prides erste Single The Snakes Crawl At Night ohne Künstlerbiografie und Foto zu bewerben. Die Musik sollte für sich sprechen. Man wollte also rein über die musikalische Qualität jenseits von Hautfarbe und Vorurteilen, die Herzen der Hörer gewinnen und hoffte, dass die Radiostationen dabei nicht im Wege stehen würden. Zweifellos wären viele Hörer rassistisch eingestellt, aber über diesen Trick wollte man deren Toleranz austesten und schauen, ob sie schließlich etwas ablehnen würden, das sie eigentlich schon liebten.

Die Single hatte jedoch noch keinen durchschlagenden Erfolg und auch die zweite zündete nicht. Für die dritte Single überlegte man sich schließlich einen weiteren Marketing-Trick, der heute etwas hilflos anmutet. Management und Produzenten waren zweifellos von Charley Prides Qualitäten überzeugt, hatten aber durchaus Schwierigkeiten, für die Akzeptanz ihres Künstlers zu sorgen. Deshalb überlegten sie sich, Charley Pride nun mit dem Namenszusatz Country zu versehen. Dieser sollte dazu führen, dass die DJs der Countrymusik-Sender Pride nicht gleich, wenn sie ein Bild von ihm sahen, als einen R&B oder Blueskünstler abtun würden. Ob dies nun die Wende brachte, ist heute unklar: Feststeht, dass Just Between You And Me in jedem Fall der bessere Song war. Später gelang es dem Newcomer Country Charley Pride dann erst bei seiner dritten LP, das Country im Namen abzulegen.

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Man muss sich die Situation mal richtig vor Augen führen: Vor Charley Pride gab es keinen einzigen schwarzen Countrysänger, der erfolgreich war. Lediglich der Harmonicaspieler DeFord Bailey – bis 1941 das erste und einzige schwarze Mitglied der Grand Ole Opry – war vielleicht noch nicht ganz vergessen.

Wie die ganze amerikanische Gesellschaft so unterschied auch die Schallplatten-Industrie zwischen schwarz und weiß, und es gab lange zwei sich scheinbar gegenseitig ausschließende Genres: auf der einen Seite die weißen Hillbilly Records und auf der anderen die schwarzen Race Records. Aufgrund dieser Kategorisierung war Countrymusik weiße Musik. Der Grund war aber nicht das Countrymusik per se weiße Musik ist: Musik hat kein Geschlecht und keine Hautfarbe. Genau wie Blues auch immer schon von Weißen gehört wurde, haben Schwarze auch schon immer Countrymusik gehört und gespielt. Bei der Entstehung der Countrymusik ist neben den vielfältigen europäischen Folk-Traditionen sehr viel Blues eingeflossen. Die Geschichte der amerikanischen Musik-Genres ist eine Geschichte, die von Rassismus und Segregation geprägt ist, von Ungleichheit und Macht und nur unter Berücksichtigung seiner Historie kann Countrymusik daher als Blues des weißen Mannes bezeichnet werden.

Außerdem haben wir es damals mit einer völlig anderen medialen Welt zu tun als heute. Das Radio war noch das wichtigste Massenmedium und es wurde erst wenig später vom Fernsehen abgelöst. Es mag daher gerade für Jüngere schwer vorstellbar sein, aber viele Besucher einer damaligen Countrymusik-Show kannten Charley Pride nur aus dem Radio und hatten noch nie ein Bild oder Ähnliches von ihm gesehen. Sie imaginierten also ganz automatisch einen weißen männlichen Country-Sänger, der zu ihnen aus dem Radio sang.

Um die zu Anfang seiner Karriere oftmals entstehende peinliche Pause bei Liveauftritten zu überspielen, wenn dem Publikum gewahr wurde, wer da auf einmal vor ihnen stand und um dieser Situation ihre Beklommenheit zu nehmen, machte Pride oftmals einen Witz, in dem er mit gängigen rassistischen Zuschreibungen spielte: Ja, er verstehe, dass man sich wundere, ihn mit seiner permanenten Sonnenbräune hier bei einer Countrymusik-Show zu sehen, aber wenn man ihn ließe, würde er sich freuen, einfach etwas Countrymusik für die Anwesenden zu spielen. In der Regel war das Eis dann gebrochen, weil er genau das aussprach, was alle dachten und er konnte später sogar fleißig Autogramme schreiben.

Als die Situation beim Big D Jamboree in Dallas, Texas, allerdings etwas brenzlig wurde, entschärfte Willie Nelson, der vorher gespielt hatte, die Situation auf seine Weise und küsste Pride spontan für alle sichtbar auf den Mund. Danach schien den Leuten klar zu sein, dass sie diesem Mund ohne Weiteres zuhören konnten, denn sonst hätte Willie ja wohl nicht gewagt, diesen zu küssen.

Bei Charley Prides erstem Fernsehauftritt in der Lawrence Welk Show stellte man ihm seinen Freund, den begnadeten Pedalsteel-Player Lloyd Green, zur Seite und dieses Bild schien zu erzählen, seht her, hier sind zwei, die sich, obwohl sie so unterschiedlich aussehen, gut verstehen. Als Pride dann auch noch Hank Williams coverte und mit einem veritablen Jodler einsetzte, stellten die meisten Zuschauer wohl fest, so verkehrt kann dieser Charley Pride nicht sein.

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Interessant ist ein Ausschnitt aus Charley Prides tollem Livealbum In Person von 1968. Pride spielt hier mit einer fantastischen Band, der natürlich auch Lloyd Green angehört, und er erzählt eine Anekdote über Fans, die es nicht glauben können, dass tatsächlich ein schwarzer Mann, die von ihnen so geliebten Country-Songs singt. Direkt danach beginnt er den Lovesick Blues. Spätestens wenn man Charley Pride Hank Williams singen hört, weiß man, dass dieser Sänger sein Handwerk versteht. Was auf dem Livealbum so erfrischend ist, ist dass man Pride hier jenseits der Nashville Sound Arrangements von Chet Atkins hören kann. Das heißt, keine Chöre und keine Streicher, sondern eine tighte Countryband, die gehörig twangt.

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Aber natürlich war Pride für Chet Atkins‘ Idee des Countrypolitan, einer Countrymusik, die auch den Popmarkt erobern kann, die perfekte Besetzung; ähnlich perfekt wie z.B. vor ihm Eddy Arnold oder Jim Reeves. Für erfolgreiche Popmusik benötigt man sehr gute, nahezu perfekte Sänger und das waren viele Countrystars der 50er und der frühen 60er Jahre gerade nicht. Gut, sie sangen vielleicht nicht mit einer Stimme wie Bob Dylan oder Lou Reed, aber Roy Acuff oder Honky Tonker wie Ernest Tubb und Lefty Frizzell waren keine Carusos. Sie sangen recht ungeschliffen, phrasierten anders, schleppten im Timing und verzogen Töne. Ein Crooner muss anders singen und Charley Pride konnte croonen, auch wenn er das zunächst nicht sollte. Man hätte ja sonst denken können, er würde etwas von Mary, dem Mädchen mit dem goldenen Haar wollen, doch trotz aller Widerstände schaffte es Charley Pride letztlich, auch sein Cover von Green, Green Grass Of Home auf seiner ersten LP unterzubringen.

Herausragend auch Charley Prides sehr gefühlvolle Version des Klassikers Apartment #9, die auch neben ihrer musikalischen Qualität aufhorchen ließ. Die Interpretation durch Pride eröffnete nämlich damals für seine meist weißen Zuhörer auch einen provokanten – wenn nicht gar subversiven, Subtext, da es sich bei der besungenen Affäre natürlich auch um die damals gesellschaftlich geächtete Liebesgeschichte zwischen einem schwarzen Mann – repräsentiert durch den Erzähler, und einer weißen Frau, imaginiert vom Zuhörer, handeln konnte.

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Es ist für Außenstehende schwer nachvollziehbar, wie weit das Gift des Rassismus permanent in das Leben Prides eingriff. Immer wieder der einzige Schwarze in einem komplett weißen Umfeld zu sein, ständig dem prüfenden Blick unterworfen zu sein, ja keinen Fehler zu machen. Der Konkurrenzkampf im Showbusiness ist an sich schon hart genug, aber zudem noch unter dem andauernden rassistischen Blick des eigenen Publikums zu agieren, erzeugt natürlich massiven Stress. Allein schon deshalb verwundert es nicht, dass Pride ab Ende der 60er Jahre an Depressionen und einer Bipolaren Störung litt.

In späteren Jahren konnte man anhand von Charley Prides Autobiographie nachvollziehen, welchen weiten Weg dieser Mann gegangen war. Denn nun war es ihm auch möglich, offener über die eigenen bitteren Erfahrungen mit dem nie versiegten amerikanischen Rassismus zu sprechen:

„They used to ask me how it feels to be the ‚first colored country singer’… Then it was ‚first Negro country singer;‘ then ‚first black country singer.‘ Now I’m the ‚first African-American country singer.‘ That’s about the only thing that’s changed.“

Wie er in seiner Autobiografie eröffnete, lag ein Ursprung seines Traumas in seinen Kindheitserfahrungen begründet. Besonders krass war es für Pride gewesen zu erleben, wie zwei bedrohlich wirkende weiße Männer einmal seinen kleinen Bruder entführten. Zwar fand der Sheriff die Männer schließlich und das Kind schien äußerlich unversehrt, aber der Gesetzeshüter riet dem aufgebrachten Vater, sich nicht aufzuregen, denn die beiden Männer hätten wahrscheinlich nur einen kleinen Spaß im Sinn gehabt.

Als Teenager war Pride dann oft so wütend, dass er davon träumte, Kampfpilot zu werden, um seine Heimatstadt bombardieren zu können. Permanente Ungerechtigkeit zu erleben und die Frustration darüber beständig herunterzuschlucken, sich einer als feindlich empfundenen Umwelt anpassen zu müssen, um zu etwas Glück und Erfolg zu gelangen, ist eine gewaltige seelische Belastung. Dennoch wirkt es fast so, als ob Pride trotz allem über eine stark ausgeprägte Fähigkeit verfügte, Beleidigungen standhalten zu können.

Webb Pierce sagte einmal zu Pride: “Charley, it’s good to have you, good for you to be in our music.” Prides Antwort verstand Pierce nicht wirklich. “Well Webb, …” entgegnete Pride „… it’s my music too. It’s my music too.”

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Charley Pride hatte seinen größten Erfolg Anfang bis Mitte der Siebziger Jahre. Ihm gelang gemeinsam mit seinen Produzenten, selbst wenn er nicht immer an die besten Songs kam – diese gingen nach wie vor an die lang etablierten Größen in Nashvilles Countrymusik-Kosmos, auch mit B- und C-Ware außergewöhnlich eingängige Hits zu schaffen. Mit seinem absoluten Crossover-Hit Kiss An Angel Good Mornin‘ stürmte er 1971 fast alle Charts und gewann im gleichen Jahr einen Preis, der in der amerikanischen Countrymusik-Industrie einem Oscar gleichkommt: Er gewann bei den CMA Awards den Preis für Entertainer of the Year und stach dabei so namhafte Mitbewerber wie Merle Haggard, Loretta Lynn, Conway Twitty und Jerry Reed aus.

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Viele weitere Preise folgten und Pride wurde zum ersten schwarzen Superstar des Mainstream-Country. Mit mehr als zwei Dutzend Nummer-Eins-Hits und ca. 70 Millionen verkauften Tonträgern kam in den Verkaufscharts seiner Plattenfirma RCA nur noch Elvis Presley vor Charley Pride. 1993 wurde Pride als permanentes Mitglied in die Grand Ole Opry aufgenommen. Im Jahr 2000 folgte Charley Prides Aufnahme in die Country Music Hall of Fame. Zuletzt bekam Charley Pride im November 2020 den CMA Willie Nelson Lifetime Achievement Award verliehen. Später gab es eine Kontroverse darüber, ob er sich dort wegen eines laxen Hygiene-Konzepts mit dem Corona-Virus infiziert hätte.

Am 12. Dezember 2020 verstarb Charley Pride im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Covid-19-Infektion in Dallas, Texas.

Charley Pride sagte einmal: „People used to say to me, ‚With a voice like yours, why do you have to sing that stuff? They used to say it like that. ‚You could sing anything you want to. I said, ‚Well I’m not saying I could sing anything I want to, but I do feel that I sing the basics of American music: country, gospel and the blues. I think I’m the epitome of all of that. And not only when you hear me, but when you see me, too.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Über Oliver Kanehl (55 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditionelle Countrymusik von vorgestern und heute (Indie Country, Hillbilly, Honky Tonk u.a.) Rezensionen, Specials.
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