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Slow Horses: Cross That Line

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Slow Horses – ein Name ist dabei, sich zu etablieren. Eine Band auf dem besten Weg, einen eigenen Sound zum Erfolg zu führen. Kein Zweifel – keine Country Gruppe hat sich in den letzten beiden Jahren so sehr nach vorn gearbeitet wie diese Slow Horses. Der Band aus dem Raum Göttingen ist es gelungen, beachtliche Fortschritte zu machen, national wie international. Sie gehört inzwischen zu den Top-Country-Bands in Deutschland. Insbesondere dort, wo es zählt und wo für jeden Künstler eine enorm wichtige Basis für dauerhaften Erfolg gelegt wird, in den Medien findet Slow Horses viel und noch dazu positive Beachtung. Was nicht gerade selbstverständlich ist – die deutschen Radiosender sind der Gruppe wohl gesonnen und spielen sie erfreulicherweise richtig oft. Nicht nur in einschlägigen Country-Sendungen sind ihre Songs zu hören. Nicht zuletzt auch ein Verdienst des unermüdlichen Managements. Das Beispiel Slow Horses zeigt ziemlich deutlich, wie wichtig (gleichzeitig aber auch schwierig) es ist, eigene musikalische Vorstellungen mit dem zu verbinden, was sich in den Medien vermarkten lässt. Sicher geht das im Falle Slow Horses auch nicht ohne Kompromisse ab.

Mit diesem neuen Album macht Slow Horses einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Zwar kann die Produktion was technische Brillianz und Perfektion angeht, mit den Hochglanz-Produkten aus Nashville noch nicht ganz mithalten – aber muss sie das eigentlich? Ist es nicht besser, auf die eigenen Stärken zu setzen und zu versuchen, die eigenen Vorstellungen von dem wie man Country Music präsentieren möchte, durchzusetzen? Wenn man dabei Augen und Ohren offen hält und ein wenig auf die Anforderungen eingeht, die der „Markt“ nun einmal stellt, könnte das Unternehmen gelingen. Eine ganz wichtige Voraussetzung bringt Slow Horses jedenfalls mit, wie dieses Album beweist: gute eigene Songs. Sensationelle 11 der oben aufgelisteten Stücke stammen von den Bandmitgliedern selbst. Die meisten der Songs müssen sich absolut nicht hinter denen der amerikanischen Vorbilder verstecken.

Im Studio ist man mit ganz wenigen Gastmusikern ausgekommen – nämlich mit Martin Huch und Ecki Huedepohl. Was wiederum bedeutet, die Gruppe ist in der Lage, das, was sie auf ihrem Album anbietet, auch live auf die Bühne zu bringen. Das tun sie übrigens auch erfolgreich mit erstaunlich vielen Gigs. Selbst in England hat sich die Gruppe einen guten Namen erspielt und kann auf so erfolgreiche Gastspiele zurückblicken, dass für Anfang 2005 bereits wieder eine Tournee nach good old England fest eingeplant ist.

„Cross That Line“ gefällt durch ein ständig wechselndes Repertoire an Feeling, Tempo, Songinhalten, Leadstimmen und Instrumentarium. Man hört gern bis zum Schluss zu, was ich nach rund 40 Jahren in der Country Music nicht von jeder Produktion behaupten kann. Auf alle Songs einzeln eingehen würde hier zu weit führen. Man soll, man muss sie sich einfach selbst anhören. Immerhin erfreut sich „It´s Not Raining Everyday“ bereits ziemlicher Beliebtheit im Radio. Gaby Schmidt singt dabei so betörend und verträumt, dass der Wettergott sich diesen Sommer eigentlich daran halten muss. „Abilene“ ist übrigens nicht identisch mit dem ehemaligen Hit von George Hamilton IV sondern ein Slow Horses-Eigengewächs. „Off-Road“ vermittelt ein Gefühl, das viele von uns kennen aber längst nicht alle beherzigen: Ausbrechen aus dem Alltag, weg von den eingefahrenen Abläufen. Vielleicht deutet die Gruppe damit auch an, wohin ihr musikalischer Weg gehen soll. Prima umgesetzt ist auch das Gefühl, immer für alles mögliche verantwortlich gemacht zu werden, für das man gar nichts kann. Selbst der Geduldigste hat irgendwann keine Lust mehr, ständig der Prellbock zu sein, insbesondere nicht in einer Zweierbeziehung. Daher gut nachvollziehbar die Bitte: „Kleffe nicht immer den falschen Baum an!“ (Stop Barking Up The Wrong Tree).

Fazit: Slow Horses, das sind Gaby Schmidt, Lutz Lagemann, Marc Hothan, Tom Dyba, Christian Schulz. Sie sind mehr als ein Hoffnungsträger dafür, dass sich etwas tut in der „ersten Reihe“ der deutschen Countrykünstler. Es ist Slow Horses zu wünschen, dass die, getreu dem Titel des Albums, die Linie überschreiten, zusammen bleiben und sich im Country Music Establishment etablieren.

   
Cross That Line
CD: „Cross That Line“
Erscheinungsdatum: 2004
Label: AGR Television Records

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Trackliste:

01. It’s Not Raining Every Day
02. Beautiful Life
03. I Can’t Look At That
04. Love In Your Kiss
05. Better Days
06. The Treasure
07. Gone Like The Roses
08. Abilene
09. I Wanna Know
10. Off-Road
11. 7 Little Prophets
12. Late Again
13. Stop Barking Up The Wrong Tree
14. The One

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