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Various Artists: The Johnny Cash Connection

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In den letzten Jahren vor seinem Tod erlebte der „Man In Black“ eine nicht für möglich gehaltene Renaissance. Nach seinem Tod bekam seine Popularität einen weiteren Schub. Es erschienen alle möglichen CD-Koppelungen, der Film „Walk The Line“ wurde ein Knüller, Bücher fanden beachtlichen Absatz. Ein Ende der Cash-Mania ist nicht abzusehen. Nicht auf dieses Trittbrett aufgestiegen ist Bear Family Records, denn dort war Johnny Cash immer ein Thema, auch als alle Welt ihn längst abgeschrieben hatte. Dem Vernehmen nach war das von Bear Family zusammen getragene Material mitentscheidend für die Realisierung des Films „Walk The Line“. Beharrlich setzt das Label seine Aktivitäten fort, die man unter der Rubrik „The Johnny Cash Connection“ zusammen fassen kann. Einige Neuheiten und Wiederveröffentlichungen sollen hier kurz vorgestellt werden. Ich bin sicher, dies sind nicht die letzten Beiträge zum Thema „The Johnny Cash Connection„, denn das Umfeld des Superstars ist so komplex, dass Bear Family sicher noch einiges an Überraschungen zutage fördern wird.

Deep Roots Of Johnny Cash

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24 Aufnahmen ohne Johnny Cash. Dafür wurde gründlich recherchiert, um jene Songs und ganz bestimmte Aufnahmen davon zusammen u tragen. Es handelt sich mit großer Wahrscheinlichkeit um jene Songs, die Cash in jungen Jahren hörte, in sich aufsog und immer bei sich trug, ehe er sie Jahre, Jahrzehnte später für seine „American Recordings“ wieder zutage förderte. Es konnten nur deshalb so beeindruckende, emotionale Aufnahmen werden, weil der Künstler sie so sehr verinnerlicht hatte. Und es sind völlig unterschiedliche Genres und Künstler, die Cash beeindruckten. Von Jimmie Rodgers bis Bing Crosby, von Lonnie Donegan über Leadbelly, Tex Ritter, Goebel Reeves, die Carter Family, Jimmie Davis, Johnny Western bis zu den Blue Sky Boys. Besonderer Leckerbissen ist das Duett von June Carter und ihrem Ex-Mann Carl Smith: „Time’s A Wastin'“. Ein Lied, das im Cash-Film zu hören war aber auf dem Soundtrack nicht enthalten ist.

Johnny Seay

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Der Sänger ist mit einer Stimme ausgestattet, die der Cash’s verblüffend ähnlich ist. Zwischen 1958 und 1969 machte er eine Reihe von Aufnahmen, auch solche, bei denen man ihn bewusst in Richtung Cash produzierte. Und genau die sind hier wieder veröffentlicht. Mit dabei auch „My Old Fadded Rose“, ein Lied, das er von Cash selbst bekam, sowie „My Baby Walks All Over Me“ und „Frankie’s Man Johnny“. Es sei deutlich gesagt, Johnny Sea war kein Cash-Imitator. Er singt hier auch nicht etwa überwiegend Cash-Songs sondern Lieder, die Cash auch hätte singen können. Johnny Seay vermag durchaus als Sänger mit eigener Identität zu überzeugen.

Glen Sherley

 Glen Sherley Live At Vacaville, Calafornia (BCD 16845)Hier bestellen!

Wiederveröffentlichung des Anfang der 70er Jahre veröffentlichten Live-Albums des ehemaligen Häftlings Glen Sherley. Der hatte Johnny Cash bei seinem Konzert im Folsom Gefängnis 1968 nicht nur erlebt sondern der „Man in Black“ sang dabei auch noch „Greystone Chapel“, ein Lied, das Glen Sherley während seiner damals noch andauernden Haftstrafe geschrieben hatte. Das Live Album blieb meines Wissens Sherley’s einziges. Es enthält aber beeindruckende, überwiegend eigene Songs wie „FBI Top Ten“, „Looking Back In Anger“ oder „If This Prison Could Talk“. In jedem Fall eine Bereicherung für eine Country-Sammlung.

Johnny Western

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Nicht neu aber immer noch höchst interessant diese 3 CD starke Box. Johnny Western bekam eigentlich nie die Aufmerksamkeit, die er verdient hätte. Einige Erfolge konnte er mit Songs aus oder zu Western-Filmen und TV-Serien verbuchen. Weniger bekannt ist, dass Western im Leben und der Karriere des Johnny Cash eine nicht unwichtige Rolle spielte. Jahrelang gehörte er zur Show, mit der Cash unterwegs war. Er war oft so etwas wie Cash’s rechte Hand, on the road wie im Aufnahmestudio. Beide waren enge Freunde und Vertraute. Western machte seinen Kumpel gelegentlich auch auf Songs aufmerksam, die Cash dann erfolgreich aufnahm. Diese Box wird Johnny Western gerecht und verdeutlicht, welch guter Sänger er nicht nur für Western Songs war. Tolle Musik.

Rob Georg: Weitere Informationen hier klicken!