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Big Bad John: Jimmy Dean

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Wir haben es mit einem Evergreen der Country Music zu tun. Einem Lied aus der Kategorie des Sprechgesangs, wie es sie in diesem Genre immer wieder und auch erfolgreich gegeben hat. Im Mittelpunkt steht dabei eindeutig die Story, nicht die Musik. Um damit einem Hit zu landen, braucht man also eine gute Geschichte und eine markante Stimme. Beides traf bei Jimmy Dean zusammen, der das Lied geschrieben und gesungen hat.

Es geht um einen sonderbaren Zeitgenossen, der zum tragischen Helden wird. Niemand weiß, wo der grobschlächtige, wortkarge aber gutmütige Hüne eigentlich her kam. Man munkelt, er habe in Louisiana im Streit um eine Frau einen Widersacher erschlagen. Nun arbeitet er im Bergwerk tief unter Tage. Eines Tages ereignet sich ein Grubenunglück, bei dem alle Kumpel gerettet werden, dank des selbstlosen Einsatzes des Mannes mit den Riesenkräften. „Big Bad John“ wird als Einziger nicht gerettet und wird so zum Helden, an den nur noch ein Gedenkstein erinnert.

Für Jimmy Dean wurde es der größte Hit seiner langen Karriere, mit dem er 1961 sowohl im Pop-Bereich, wie in den Country Charts, auf Platz 1 stand. Für ihn stand bei der Aufnahme des Songs ein Mann im Mittelpunkt, den wir alle als Pianisten kennen: Floyd Cramer. Denn Cramer nahm sich ein Stück Stahl, hängte es an einen Kleiderhaken und haute mit einem Hämmerchen darauf. So simulierte er den Klang eines Bergmannes, der unter Tage mit einer Hacke arbeitet. Damit war der charakteristische Sound dieser Aufnahme gefunden, denn dieses Hämmern verlieh „Big Bad John“ den unüberhörbaren Kick. Einmal mehr verhalf hier eine spontane Idee zu einem nachhaltigen Erfolg.

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