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Rosanne Cash engagiert sich gegen Waffenbesitz

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Rosanne Cash Rosanne Cash. Bildrechte: Patrick McBride

Rosanne Cash, die erfolgreiche Tochter des großen Johnny Cash, engagiert sich gegen Schusswaffengewalt in den Vereinigten Staaten. Einen Tag nach der Schießerei im Umpqua Community College in Roseburg, Oregon am 1. Oktober 2015 bei der ein 26-jähriger Student neun Menschen getötet hatte, postete sie auf Facebook eine Petition mit dem Ziel, die Kontrolle des Verkaufs von Waffen, insbesondere von Schnellfeuergewehren zu verstärken.

Im Zusammenhang mit ihrer Petition erklärt sie auf Facebook, dass die Antworten auf ihre Petition und die Diskussionen darüber doch bitte im höflichen Ton ablaufen sollen. „Ich habe genau wie ihr alle eine klare Meinung und möchte leidenschaftlich darüber diskutieren“, schrieb sie in einem Facebook Betrag. „Aber ich werde Beleidigungen nicht hinnehmen. Also, wenn ihr nicht die einfachsten Regeln der Höflichkeit akzeptieren wollt, klickt euch aus oder „unlike me“.

Damit steht sie auch im Gegensatz zu vielen der Countrysängern, für die Waffenbesitz ein unumstößliches Recht ist. So sang Kevin Fowler im vergangenen Jahr, dass „Guitars And Guns“ zwei Dinge seien, die man ihm nicht wegnehmen dürfe. Die zugegeben nicht so bekannte Gruppe JB & the Moonshine Band hat dieses Jahr den Song „Shotgun Rifle And A 45“ als Single veröffentlicht, in dem sie singen, dass Waffenbesitz ein Grundrecht sei und Verbote ein Angriff auf die Freiheit bedeuteten. Der aktuelle Superstar der Country-Szene Luke Bryan hat den Song „Huntin‘ Fishin‘ & Lovin‘ Every Day“ (auf „Kill The Lights“) ebenfalls betont, wie wichtig Waffen im Leben des Country-Boys sind, denn wie könnte man sonst jeden Tag jagen! Auch Eric Church hat im düsteren Song „The Dark Side“ (von „The Outsiders“) angekündigt, dass er jeden erschießen werde, der seinem Sohn etwas antun wolle. Von der wirklich reaktionären Haltung des Hank Williams Jr. sind wir da nicht weit entfernt. Seine Aufrufe nach Selbstjustiz in „A Country Boy Can Survive“ oder „Lawyers Guns And Money“ sind ebenso legendär wie berüchtigt. Da waren sowohl Rosannes Vater Johnny Cash als auch Steve Earle wohl anderer Meinung. Denken wir an Cashs „Don’t Take Your Guns To Town“ oder Earls „The Devil’s Right Hand“, in dem beide den Waffenbesitz kritisch besangen.

Die von Rosanne Cash gestartete Petition muss vor dem 1. November mindestens 100.000 Unterzeichner haben, damit sie in Weißen Haus vorgelegt werden kann. Am 07.10.2015 haben 4364 Menschen unterzeichnet. Noch ein weiter Weg, ich drücke ihr die Daumen.

Übrigens, die allererste offizielle Nummer 1 der Country-Charts am 08.01.1944 war von Bing Crosby und den Andrews Sisters und hieß: „Pistol Packin‘ Mama“.

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