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Bobby Bare: Things Change

Bobby Bare hat mit "Things Change" ein Album am Start, das auf ganzer Länge überzeugt.

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Bobby Bare - Things Change Bobby Bare - Things Change. Bildrechte: Hypermedia

Die Dinge ändern sich, singt Bobby Bare. Das mag ja schon wahr sein, aber eines hat sich nicht geändert. Der jetzt 82 Jahre alte Star, der seit den frühen 1960er Jahren erfolgreich Musik macht, muss dem Alter keinen Tribut zollen. So jedenfalls klingt er auf seinem neuen Album. Er hat sich für Things Change Zeit gelassen, denn seit seinem letzten Album sind fünf Jahre vergangen.

Bobby Bares Stimme klingt noch immer kraftvoll, wie man bei seinem Liveauftritt am 27. Mai in der Grand Ole Opry erleben konnte und er nimmt uns mit auf eine unterhaltsame Reise durch das Countrymusik-Genre. Neun von den zehn Titeln des Albums hat er mitverfasst. Nun könnte man denken, dass in seinem Alter die Nostalgie und die Rückblicke überwiegen. Doch dem ist nur teilweise so. Klar, in „Mercy Now“ singt er eine Hymne an seinem Vater, seine Kirche und sein Land, die etwas Mitgefühl gebrauchen könnten. Vielleicht wird sein Sohn Bobby Bare Jr. eines Tages in sein Repertoire aufnehmen. Im Titelsong „Things Change“, den Bare im Gedenken an seinen Freund Hoyt Axton geschrieben hat, wird klargestellt, dass das Nachtrauern nichts bringt, da nichts bleibt wie es ist. Die Frauen regieren die Welt, nicht mehr die Männer, singt er.

„Ain’t No Sure Thing“ ist ja schon fast ein rockiger Titel, in dem Bare auch akzeptiert, dass nur der Wandel gewiss ist. In „I Drink“ wird das Schicksal des einfachen Arbeiters besungen, der nach einem harten Tag sich zu Hause einen Schluck gönnt. „I Drink“ hat Mary Gauthier mitgeschrieben. In bester Bare Tradition steht der Song „Trophy Girl“ ein munteres Lied, in dem über die Dame, die ihn verlassen hat, gelästert wird. Mit „Trophy Girl“ hat es noch eine ganz besondere Bewandtnis. Es ist der letzte Song, den der großartige Songschreiber und Sänger Guy Clark geschrieben hat, bevor er vor genau einem Jahr in Nashville starb.

„The Trouble With Angels“ ist einfach ein schönes Lied, in dem er den Frauen ein Ständchen bringt, die wichtig für ihn waren, aber nicht geblieben sind. Der schönste Titel für mich ist das nachdenkliche „Where Did It Go“, in dem er halt doch erzählt, wie man sich im Alter fragt, wie die Zeit geblieben ist.

Und zum Abschluss der Höhepunkt des Albums: Der erste große Hit von Bobby Bare, „Detroit City“, hundertfach gecovert und immer wieder nachgesungen, in einer herrlich frisch klingenden Version, die er mit dem Superstar Chris Stapleton aufgenommen hat. Die beiden harmonieren so gut, nicht zuletzt, weil Bobby Bare zu seinen großen Zeiten sicher stilbildend für Chris Stapleton war. Nicht umsonst wurde Bobby Bare oft als Bruce Springsteen der Countrymusik gefeiert. Produziert hat das Album Max T. Barnes, der als Songschreiber und Produzent höchste Anerkennung genießt.

Ich fasse zusammen: Altersweisheit, Erfahrung und Können kommen zusammen und so hat Bobby Bare ein Album vorgelegt, bei dem jeder Titel gefällt und das daher musikalisch und textlich überzeugen kann.

Bobby Bare – Things Change: Das Album

Bobby Bare - Things Change

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Albumtitel: Things Change
Künstler: Bobby Bare
Erscheinungsdatum: 26. Mai 2017
Label: Hypermedia
Format: CD & Digital
Tracks: 10
Genre: Traditional Country
Bewertung: 4,5 von 5 möglichen Punkten!

Trackliste: (Things Change)

01. Things Change
02. The End
03. Ain’t No Sure Thing
04. The Trouble With Angels
05. I Drink
06. Mercy Now
07. Trophy Girl
08. Where Did It Go
09. You Got The Light
10. Detroit City – mit Chris Stapleton

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Über Franz-Karl Opitz (802 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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