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Colter Wall: Imaginary Appalachia

Nach seinem Durchbruch im vergangenen Jahr wurde nun Colter Wall's Debüt-EP aus dem Jahr 2015 neu aufgelegt.

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Colter Wall - Imaginary Appalachia Colter Wall - Imaginary Appalachia. Bildrechte: Young Mary's Record Co.

„Schon lange war kein Künstler mehr so durchdrungen von der dunklen Seite des Country“, schrieben wir im vergangenen Jahr über Colter Wall’s Debüt-Longplayer. Und hätte es noch eines Beweises bedurft, so stößt uns nun die Wiederveröffentlichung seiner EP Imaginary Appalachia aus dem Jahr 2015 nochmals mit der Nase drauf.

Die mit sieben Songs und fast 23 Minuten doch recht üppig ausgefallene EP spiegelt all seine Themen brennglasartig wieder und weist damit direkt daraufhin, was dann sein Albumalbum ausmacht. Schon der Titel der EP zeigt, wo sich der Kanadier Colter Wall eigentlich verortet sieht, da in den Appalachen, dem Gebirgszug im ärmeren, ländlichen, südlichen Teil der USA.

Die Songs heißen „Johnny Boy‘ Bones“, „The Devil Wears A Suit And Tie“ oder „Ballad Of A Law Abiding Sophisticate“ und erzählen dunkle Geschichten über die düsteren Seiten des Lebens im Süden. Kein Wunder, dass Colter Wall’s Songs gerne für Filme wie „Hell Or Highwater“ oder „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ verwendet werden, die gleichfalls die Kehrseite des amerikanischen Traums problematisieren.

Da passt es natürlich besonders gut, dass Colter Wall den traurigsten amerikanischen Singer-Songwriter, Townes van Zandt, hier mit „Nothin'“ covert, einen quälend, schmerzvollen Song über Leid und Verlassen werden. Seinem großen verstorbenen Kollegen, steht Wall hier in seiner Zerrissenheit und Leere in keinster Weise nach. Und Wall versteht es auch neben der düsteren Stimmung aus die Atmosphäre des Südens in all seiner Widersprüchlichkeit einzufangen. Denn so erfahren wir in Johnny Boy‘ Bones vom schmerzlich vermissten Leichnam des im Bürgerkrieg gefallenen Soldaten der Konföderation (nicht umsonst zitiert der Song in den ersten Zeilen „Dixie“), während „The Devil Wears A Suit And Tie“ eine afroamerikanische Blues-Legende über den Teufel aufgreift.

So bleibt angesichts des Frühwerkes von Colter Wall nur die Hoffnung, dass die Zeit bis zum einem neuen Longplayer nicht zu lange dauert. Denn das wäre noch schmerzhafter als die schmerzhaften Songs, die uns Colter Wall mit auf den Weg gibt.

Fazit: „Imaginary Appalachia“ ist ein hörenswertes „Prequel“ zu seinen aktuellen Longplayern. Americana, Roots, Country & Folk in faszinierend dunkelgrauer Farbgebung. Großartig, bitte schnell mehr davon, Mr. Colter Wall!

Colter Wall – Imaginary Appalachia: Die EP

Colter Wall - Imaginary Appalachia

Titel: Imaginary Appalachia
Künstler: Colter Wall
Veröffentlichungstermin: 23. Februar 2018
Label: Thirty Tigers (Alive)
Format: CD & Digital
Laufzeit: 22:53 Min.
Tracks: 7
Genre: Americana

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Trackliste: (Imaginary Appalachia)

01. Sleeping On The Blacktop
02. Johnny Boy’s Bones
03. Caroline
04. Living On The Sand
05. Ballad Of A Law Abiding Sophisticate
06. Nothin‘
07. The Devil Wears A Suit And Tie

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