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Cody Jinks: Lifers

Cody Jinks liefert mit "Lifers" feinste Texas Country Music.

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Cody Jinks - Lifers Cody Jinks - Lifers. Bildrechte: Rounder Records

Cody Jinks wird seit Jahren als Hoffnungsträger einer neuen Real-Country-Generation gehandelt. Mit den Alben „Adobe Sessions“ und „I’m Not The Devil“ hat sich der 38-jährige Texaner über seinen Heimatstaat hinaus eine beträchtliche Fangemeinde aufbauen können. Mehr als 200 Gigs pro Jahr haben die Anzahl der „Jinks-Jünger“ stetig ansteigen lassen.

Unter dem Label Rounder Records hat der aus Fort Worth stammende Singer-Songwriter eine Plattform gefunden, die eine breitere Streuung seines außergewöhnlichen Talentes ermöglicht. Mit der Veröffentlichung des Albums Lifers soll nun die Frage beantwortet werden, ob der hohe Standard der beiden Vorgängeralben bestätigt werden kann und seinem Interpreten der Durchbruch als nationaler Countrystar gelingt.

Zu dem markanten Real-Country-Style bringt Cody Jinks durch seine Vergangenheit als „Thrash-Metaller“ eine naturgegebene Rocknote mit. Auf „Lifers“ finden sich diese Zutaten in einer herzhaften Soundmischung, die den strapazierten Oberbegriff „Outlaw Country“ vollauf verdient. Das Songwriting ist durch eine sentimentale Note zwischen Liebe und Bedauern geprägt, die von Jinks Stimmfarbe grandios veredelt wird. Nähern wir uns nun den Songs im Einzelnen.

Der Opener „Holy Water“ ist ein rockendes, riffbeladenes Statement über die eigenen Verfehlungen. Mit Hilfe dominanter Backgroundchöre werden Erinnerungen an den frühen Heartlandrock im Bob-Seger-Stil wach. Die aktuelle Single und Texas-Radio-Top-5 „Must Be The Whiskey“ wartet noch auf ihren Durchbruch in den landesweiten Billboard-Charts. Dieser Hitkandidat vermittelt einen 90er-Jahre-Retro-Vibe in Anlehnung an Tim McGraws frühen Kultsong „Indian Outlaw“.

Bei aller Verwegenheit und Härte, die der langbärtige Outlaw bisweilen ausstrahlt, sind es letztlich die Balladen im Stile von „Cast No Stones“ und „I’m Not Devil“, mit denen wahre Gänsehautmomente erzeugt werden. Das von innerer Zerrissenheit getragene „Somewhere Between I Love You And I’m Leavin'“ erhält durch Jinks markanten Bariton den emotionalen Ritterschlag. Noch stärker wirkt die mit eindrucksvollen Bildern unterlegte „Love-and-Regret“-Story „Colorado“, deren Ohrwurmcharakter man sich kaum entziehen kann.

Auch der Honkytonk kommt auf „Lifers“ nicht zu kurz. Auf dem Dancefloor-Rockabilly von „Big Last Name“, dem textlich und rhythmisch überzeugenden Titelsong und dem outlawrockenden „Can’t Quit Enough“ unterstreicht Cody Jinks seine Ausnahmestellung als Live-Performer. Ennio-Morricone-Fans aufgepasst! Auf dem finsteren Western-Groove „Desert Wind“ wird mit bewusst überzogenem Pathos eine Szenerie erzeugt, die einem Lee Van Cleef als Untermalung bestens zu Gesicht stünde.

Cody Jinks ist nicht zuletzt deshalb ein Fanfavorit, weil er bereit ist, sein eigenes Seelenleben vor dem Publikum auszubreiten. Dies geschieht im letzten Drittel auf den Songs „7th Floor“, „Stranger“ und „Head Case“ überzeugend und hinterlässt den Eindruck eines reifen, authentischen Interpreten, dessen nächster Karriereschritt unmittelbar bevorsteht.

Auch wenn die herausragende Qualität von „Adobe Sessions“ nicht vollständig erreicht werden kann, ist „Lifers“ ein starkes Bekenntnis für ehrlichen Real-Life-Country. Mit dem Rückenwind des neuen Labels und Platz 2 in den Billboard-Country-Charts dürfte der Name Cody Jinks binnen kürzester Zeit weitere Kreise ziehen.

Top-Tracks: „Must Be The Whiskey“, „Lifers“, „Colorado“, „Can’t Quit Enough“

Fazit: Cody Jinks tritt mit seinem neuen Album „Lifers“ aus dem Schatten der Texas-Country-Szene heraus. Ein charakterstarkes Werk mit Herz und Seele ohne kommerzielle Zugeständnisse.

Cody Jinks – Lifers: Das Album

Cody Jinks - Lifers

Titel: Lifers
Künstler: Cody Jinks
Veröffentlichungstermin: 27. Juli 2018
Label: Rounder Records
Format: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 42:41 Min.
Tracks: 11
Genre: Texas Country
Bewertung: 4,5 von 5 möglichen Punkten!

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Trackliste: (Lifers)

01. Holy Water
02. Must Be The Whiskey
03. Somewhere Between I Love You And I’m Leavin‘
04. Lifers
05. Big Last Name
06. Desert Wind
07. Colorado
08. Can’t Quit Enough
09. 7th Floor
10. Stranger
11. Head Case

Truck Stop 2018