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Country Music Hot News vom 28. September 2020

Es gibt Neues über Willie Nelson, Earl Thomas Conley, Carrie Underwood, Dolly Parton, Janie Fricke, Maddie & Tae, Runaway June, Roy Head, W.S. Fluke Holland, Steve Earle And The Dukes, Justin Townes Earle, Home Free und Alabama zu berichten.

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Country Music Hot News Country Music Hot News. Bildrechte, Grafik: Country.de - Online Magazin. Fotos mit freundlicher Genehmigung der Plattenfirmen Sony Music, Warner Music, Universal Music.

Er macht aus seiner Überzeugung keinen Hehl: Willie Nelson hat seinen Song „Vote `em Out“ von 2018 aktualisiert: Seine Aufforderung für die Präsidentschaftswahl ist eindeutig: Wenn ihr einen Haufen Clowns gewählt habt, wenn ihr nicht mögt, wer drin (im Weißen Haus) ist, dann gibt es die Wahlurne als beste Waffe und wählt sie raus. „And when they’re gone, we’ll sing and dance and shout“, so seine Hoffnung. Wir nennen das Altersweisheit.

Bevor Earl Thomas Conley 1992 mit „If Only Your Eyes Could Lie“ zum 40. und letzten Mal in den Charts gestanden hatte, war er mit 18 Songs Spitzenreiter gewesen. Jetzt gibt es neue Musik von dem am 10. April 2019 verstorbenen Earl Thomas Conley. Das ist möglich geworden, weil die BFD Audium Nashville ein Dutzend Songs wiedergefunden hat, die Conley in den 1990er Jahren geschrieben hatte. 2000 und 2001 ging er dann in ein Studio und nahm diese Lieder auf. Doch sie wurden nie veröffentlicht. Seine jüngste Tochter Erinn Scates freut sich sehr, dass diese Musik ihres Vaters nun zu hören ist: „Es sind (auf diesem Album) seine schönsten Texte und aufrichtigsten Erinnerungen zu finden“.

Das wird mit Sicherheit ein sehr emotionales Vorhaben. Steve Earle And The Dukes planen ein Album mit Songs, die Earls‘ Sohn Justin Townes Earle geschrieben hat. Justin ist im August mit nur 38 Jahren gestorben. Die Einnahmen aus diesem Projekt sollen in eine Stiftung gehen, die zugunsten seiner Tochter Etta St. James Earle angelegt wird. Die Dukes suchen gerade ein Studio, in dem das Album im Oktober aufgenommen werden kann, damit es im Januar 2021 auf den Markt kommt.

Andrew Jannakos, nie gehört? Bei uns vielleicht nicht, aber in den Staaten hat der 26-jährige aus Florida über 700.000 Follower in den Sozialen Medien. Von seiner ersten Single „Gone Too Soon“ postete er nach einem Bewerbungsauftritt bei The Voice TikTok-Schnipsel und drei Tage nach dem Erscheinen war das Lied 28.000 Mal heruntergeladen und 2,4 Millionen Mal angehört worden. Das reicht auch ohne Radio Unterstützung, dass der Song in dieser Woche auf Platz 12 der Hot Country Songs des Billboard einsteigt.

Dieses Jahr ist die Weihnachtsmusik Marke „Country“ weiblich: Am 25. September erschien „The Gift“ von Carrie Underwood, am kommenden Freitag ist Dolly Partons erstes Weihnachtsalbum seit 30 Jahren „A Holly Dolly Christmas“ erhältlich. Übrigens kann man vergleichen, ob der Klassikers „Mary Did You Know“ in der Version von Dolly oder von Carrie besser klingt. Zudem haben die drei Damen von Runaway June eine EP „I Think About Christmas“ mit fünf Titeln aufgenommen. Einen Titel mehr wird „We Need Christmas“ vom Erfolgsduo Maddie & Tae haben. Beide EPs sind für Mitte Oktober angekündigt. Und dann gibt es noch ein „A Cowgirl’s Country Christmas“ von Janie Fricke, die in 1980ern eine der ganz großen weiblichen Stars war.

Aber einige singende „Weihnachtsmänner“ gibt es doch noch: Die populäre A Capella-Gruppe Home Free hat ebenfalls eine Weihnachtsalbum aufgenommen, das im November erscheinen wird. Sie haben es „Warmest Winter“ genannt und zwölf Lieder sind darauf zu hören. Ein Höhepunkt der LP wird sicherlich ihre Zusammenarbeit mit der erfolgreichsten Countryband aller Zeiten – Alabama, beim Titel „Christmas In Dixie“ sein.

Roy Head ersang sich 1965 in den Billboard Hot 100 mit „Treat Me Right“ eine Popnummer 2. In den 1970er Jahren war er 24 Mal in den Country-Charts vertreten, allerdings reichte es nur zweimal für einen Platz in den Top 20. Der Houston Chronicle vermeldet, dass Head am 21. September im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Head war vor vier Jahren in „The Voice“ aufgetreten, als sein Sohn Sundance Head dort mitmachte und 2016 kurzfristig sechs Lieder in den Hot Country Songs platzieren konnte, darunter ein Platz 4 mit dem von ihm geschriebenen „Darlin‘ Don’t Go“.

Noch eine traurige Nachricht: W.S. „Fluke“ Holland starb am 23. September im Alter von 85 in Jackson, Tennessee. Carl Perkins hatte ihn entdeckt und Holland war über Jahrzehnte der Schlagzeuger für ihn und Johnny Cash. Holland gehörte zu den legendären Tennessee Three, die Johnny Cash während seiner Zeit bei Sun Records von 1955 bis 58 begleiteten. Danach war er immer wieder bei berühmten Cash-Aufnahmen zu hören – wie beispielsweise im Jahr 1965 beim legendären „Orange Blossom Special“ und beim legendären Live-Album „At Folsom Prison“ 1968.

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Über Franz-Karl Opitz (736 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Traditional Country. News & Storys, Charts, Rezensionen.
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