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Dierks Bentley: Up On The Ridge

[30. Juli 2010 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Vier Alben Anlauf hat er genommen, dieser eher unscheinbare Sänger. Zu der jüngeren Generation jener Interpreten, die sich der traditionellen Country Music im modernen Gewand verschrieben haben. Da Erfolg immer das beste Argument ist, sammelte Dierks Bentley fleißig genügend Pluspunkte, um bei diesem Album die Freiheiten zu bekommen, die er brauchte und auf die er gewartet hat.

Er wusste sie zu nutzen. Der Titel des Albums deutet es an; akustische Musik mit starken Bluegrass-Einflüssen ist angesagt. Damit kehrt Bentley zu seinen Wurzeln zurück, denn diese Musik liegt ihm im Blut, sie fasziniert ihn. Das hört man dem Album an, für das er nicht nur hochkarätige Kollegen wie Vince Gill, Miranda Lambert, Alison Krauss und den legendären Kristofferson gewinnen konnte.

Mindestens ebenso wichtig war es ihm, die Crème de la Crème des Bluegrass einzubeziehen. So sind die Del McCoury Band, das ehemalige “Wunderkind” Chris Thile, Fiddle-Ikone Stuart Duncan, Dobro-Virtuose Rob Ickes, Mandolinen-Genie Sam Bush und die famosen Punch Brothers mit von der Partie, um nur einige zu nennen. Allesamt in bester Spiellaune. Hinzu kommen Songs, die Bentley teils selbst geschrieben hat (mit Co-Autoren), Traditionals aber auch von U2, Bob Dylan oder Kris Kristofferson und von Shawn Camp, einem Burschen, dessen mannigfache Talente man seit rund zwei Jahrzehnten gern nutzt, der selbst aber nie den Durchbruch schaffte.

Das ergibt einen höchst unterhaltsamen, brodelnden Mix, bei dem man sich genüsslich zurück lehnen kann und sich freuen, dass es so etwas immer noch aus Nashville gibt. Die vielen Stunden, die Dierks Bentley als Bewunderer und Beobachter der Talente jener Musiker im legendären “Station Inn” von Nashville verbrachte, zahlen sich aus. Besonders erfreulich, dieses Album wird von HumpHead Records in Deutschland veröffentlicht!

Fazit: Ein stimmungsvolles Album, bei dem Musikalität, Spielfreude und Zusammenspiel dominieren. Mich erinnert es an unvergessliche Jam-Sessions, bei denen Kreativität und Spontanität den Takt angeben. Um es wie Mario Barth auszudrücken: Das ist mein Album!

   
Up On The Ridge
CD: “Up On The Ridge”
Veröffentlicht: 2010
Label: HumpHead Records

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Trackliste:

01. Up On The Ridge
02. Fallin’ For You
03. Senor (Tales Of Yankee Power) – mit Punch Brothers & Chris Thile
04. Rovin’ Gambler – mit Punch Brothers
05. Draw Me A Map
06. Bad Angel – mit Miranda Lambert & Jamey Johnson
07. Fiddlin’ Around
08. You’re Dead To Me
09. Pride (In The Name Of Love) – mit Punch Brothers & Del McCoury
10. Love Grows Wild
11. Bottle To The Bottom – mit Kris Kristofferson
12. Down In The Mine

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1 Kommentar »

  • Leros schreibt:

    Hmm, “das ist mein Album” – man muss sagen, die U2-Coverversion hätte sich der gute Dierks besser gespart – “In the Name of Love” mit Mandoline klingt einfach etwas zu dünn. Sonst ein absolut solides Bluegrass-Album, wie ich finde….

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