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Kevin Costner begeisterte seine Fans

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Bei seiner Deutschland-Tournee verzückt Hollywood-Star Kevin Costner dieser Tage seine große, vor allem weibliche Fangemeinde. Seine Melange aus Mainstream-, Westcoast- und Country-Rock, aber vor allem seine Bühnenpräsenz, findet beim Publikum großen Anklang und sorgt für gefeierte Auftritte quer durch die Republik. So auch zur Monatsmitte im Offenbacher Capitol.

Mit „Turn It On“ brachte der Schauspieler und Sänger jüngst seine zweite Platte mit seiner Band „Modern West“ heraus. Wie schon der Vorgänger „Untold Truths“ ist die Musik solide, aber unspektakulär und folgt oft gehörten Mustern. „Modern West“ – das sind John Coinman, Teddy Morgan, Park Chisholm, Blair Forward, Larry Cobb und Bobby Yang. Die gut eingespielte Band, schnurrt wie eine geölte Rock-Maschine und trägt Costners sonoren Gesang über Texte, die ganz dem gängigen Bild des amerikanischen „Heartlands“ entsprechen: Es geht um Liebe, den Highway, den Sonnenuntergang und den Samstagabend.

Doch bevor im Konzert ein Ton seiner Musik erklingt, darf erstmal Sara Beck – Duettpartnerin von Costner auf „Turn It On“ und im Konzert – ihre Folkpop-Songs mit schöner Stimme vortragen. Dann werden in einer ausladenden Zusammenstellung Ausschnitte seiner Karriere-Highlights gezeigt: „Die Unbestechlichen“, „Wyatt Earp“, „JFK“, Waterworld und natürlich „The Bodyguard“ und „Der mit dem Wolf tanzt“.

Dann gegen 20:30 Uhr kommt er, mit Gitarre und Schal um den Hals. Profi Costner ist sich seiner Wirkung jederzeit bewusst, kokettiert damit und übt sich immer wieder in den Posen, die zeigen sollen: „Hey hier bin ich, mir macht’s Spaß und lasst uns zusammen Spaß haben. Saturday Night forever!“ Seine Band macht die Musik und selten schlägt Costner selber die Saiten, aber wozu hat man schließlich gewiefte Begleitmusiker, die den Motor nie ins Stocken kommen lassen.

Und so sorgen seine Songs wie „90 Miles an Hour“, „The Way You Love Me“, „Ashes Turn To Stone” im steten Fußwipp-Takt für beste Stimmung in der restlos vollen Halle. Dazwischen streut Costner – trotz seiner 55 Jahre immer noch ganz der „Charming Boy“ -immer wieder nette Plaudereien ein, verteilt höfliche Komplimente und verteilt sogar Streicheleinheiten an die männlichen Gäste, die ja wohl vor allem gekommen wären, um ihren Frauen eine Freude zu machen.

Zwei Songs ragen aus dem steten, treibenden Rockklang heraus. Zum einen das gefällige Duett mit Sara Beck „Let Me Be The One“ und zum anderen „Saturday Night“, dessen einfacher Gehalt und eingängige Reime von Costner angenehm ironisiert werden, indem er große Mühe verwendet, um mit seinen Zuschauern und Zuhörern einen Chorus einzuüben, dann aber doch den Refrain in übergroßen Lettern auf der Leinwand laufen lässt.

Nach eineinviertel Stunden geht Costner unter frenetischem Beifall von der Bühne, kommt für drei Zugaben – darunter mit „Cleo At The Wheel“ ein neuer Song – wieder und wagt sogar mit einigen Damen aus dem Publikum ein Tänzchen. Der Star zum Anfassen. Nach gut anderthalb Stunden ist sein Auftritt zu Ende und seine Fans sind vollauf zufrieden.

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Über Thomas Waldherr (513 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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