Vor 30 Jahren Nummer 1: Dolly Parton – Tennessee Homesick Blues
Und das war wieder so eine Geschichte: „Rhinestone Cowboy“, 1975 der größte Hit von Glen Campbell, stammte aus der Feder von Larry Weiss. Der hatte 1983 bereits sieben Jahre lang versucht, den Titel zu einem Film zu machen. Dreimal wurde die Produktion gestoppt und sechs Drehbücher fielen durch, ehe 20th Century Fox die siebte Version akzeptierte. Nun hieß der Film nur noch „Rhinestone“, aber Larry Weiss wurde trotzdem im Abspann erwähnt.
Dolly Parton stürzte sich in die Arbeit. Herb Persersen, der als Backgroundsänger dabei war, erinnert sich, dass sie den ganzen Tag im Studio arbeitete und sich des nachts mit den Schauspielern in den tollen Kneipen in Los Angeles herumtrieb. Am nächsten Morgen war sie fit und fröhlich früh wieder im Studio, um mit allen hart zu arbeiten.
Aber der Film wurde ein Desaster. Über die angeblich komischen Szenen lachte niemand, dafür amüsierten sich die Kritiker umso mehr über Sylvester Stallones Gesangsversuche. Es klang eher nach Stöhnen und das taten dann auch die wenigen Kinobesucher. Immerhin sorgte Dolly Parton für die einzigen positiven Ergebnisse des Films. Sie schrieb 13 von 14 Titeln für den Soundtrack zu „Rhinestone“, darunter „Tennessee Mountain Home“, in dem sie so herrlich über ihre Jugend im ländlichen Tennessee singt. Die Single kam am 9. Juni in die Billboard Country Charts und bereits am 8. September 1984 stand der Song auf Platz 1. Es war Dollys 18. Tophit. Zwei weitere Titel aus dem Soundtrack sind noch erwähnenswert. Sie erreichte im selben Jahr mit „God Won’t Get You“ die Top Ten. Ihr auf dem Soundtrack von Floyd Parton gesungener Titel „Waltz Me To Heaven“, wurde ein Jahr später von Waylon Jennings aufgenommen, der damit bis Platz 10 kam.




