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John Mellencamp: Other People’s Stuff

Der Heartland-Rocker legt eine Sammlung von Coverversionen aus den letzten 25 Jahren vor. Tief verwurzelt im Americana.

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John Mellencamp - Other People's Stuff John Mellencamp - Other People's Stuff. Bildrechte: Republic Records

John Mellencamp hat im Laufe seiner Karriere nicht nur hunderte Songs geschrieben, sondern auch eine große Anzahl von Coverversionen aufgenommen. Handverlesene 10 Stück hat er nun auf dem Longplayer Other People’s Stuff veröffentlicht.

John Mellencamp ist in Deutschland Mitte der 1980er Jahre vor allem durch Radiohits wie „Jack And Diane“ und „Pink Houses“ bekannt geworden und wurde dem Rock-Mainstream eines Bruce Springsteen oder Tom Petty zugerechnet. Weniger gegenwärtig ist in Europa jedoch, dass er sich ab Ende der 1980er verstärkt dem American-Folk zugewandt hat, und mit seinem ganz speziellen Folk-Rock, in dem die Geige und das Akkordeon eine prominente Rolle einnehmen, einen großen Einfluss auf das entstehende Americana-Genre hatte.

Eine große Rolle spielte dabei auch stets die Besinnung auf die eigenen Wurzeln. So hat er 2003 auf „Trouble No More“ legendäre amerikanische Folksongs, von der Folklegende Woody Guthrie bis zum Blues von Robert Johnson und Son House, interpretiert. Einer davon brachte ihm auch ziemlichen Ärger ein. Er hatte nämlich den traditionellen Folksong „From Baltimore To Washington“ unter dem Titel „To Washington“ mit einem neuen Text versehen, der sich kritisch mit der Amtszeit George W. Bushs auseinandersetzte. Die Folge war ein Boykott von vielen konservativen Radiostationen. Doch das weckte erst Recht den Willen Mellencamps, sich politisch zu positionieren. So steht er klar auf der Seite der Demokraten. Und er ist jemand, der die Lebensbedingungen und Sorgen der einfachen Leute aus dem Heartland kennt und ernst nimmt. So war er ja bereits 1985 Mitbegründer des seitdem jährlich stattfindenden Farm Aid-Festivals zugunsten der notleidenden Farmer.

Auf seinem neuen Album versammelt er Songs von seinen Alben „Human Wheels“, „Trouble no More“, „Rough Harvest“ oder „Sad Clowns and Hillbillies“ ebenso wie Stücke von Tribute-Alben. von Live-Auftritten oder Soundtrack-Einspielungen. Darunter Songs von den großen Country- und Blueslegenden Jimmie Rodgers („Gambling Bar Room Blues“) und Robert Johnson („Stones In My Passway“), „Wreck Of The Old 97“, das von Johnny Cash bekannt ist, aber ursprünglich von dem frühen Country-Star Vernon Dalhart stammt oder „Dark As A Dungeon“, das von Merle Travis stammt und das gefährliche und entbehrungsreiche Leben der Bergarbeiter zum Thema hat. Mit „Eyes On The Prize“ spielt er einen alten Folksong der Bürgerrechtsbewegung. Ergänzt wird diese Sammlung von amerikanischen Klassikern durch den einzigen Song, der jünger als 40 Jahre alt ist: „To The River“, von Janis Ian aus dem Jahr 1993, das Mellencamp für das Album „Human Wheels“ im selben Jahr eingespielt hat.

Fazit: Ein Wunderbares Album. John Mellencamp schüttelt hier mal lässig US-Musikhistorie aus dem Ärmel. Ein tolles Werk für alle Roots Music Freunde und ein Must Have für alle Mellencamp-Fans.

John Mellencamp – Other People’s Stuff: Das Album

John Mellencamp - Other People's Stuff

Titel: Other People’s Stuff
Künstler: John Mellencamp
Veröffentlichungstermin: 7. Dezember 2018
Label: Republic Records
Vertrieb: Universal Music
Formate: CD, Vinyl & Digital
Laufzeit: 34:17 Min.
Tracks: 10
Genre: Americana

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Trackliste: (Other People’s Stuff)

01. To The River
02. Gambling Bar Room Blues
03. Teardrops Will Fall
04. In My Time Of Dying
05. Mobile Blue
06. Eyes On The Prize
07. Dark As A Dungeon
08. Stones in My Passway
09. Wreck Of The Old 97
10. I Don’t Know Why I Love You

Truck Stop 2019
Über Thomas Waldherr (502 Artikel)
Redakteur. Fachgebiet: Bob Dylan, Country & Folk, Americana. Rezensionen, Specials.
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