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Jason Aldean: Macon

Aldean liefert mit "Macon" glasklaren Country Rock vom Feinsten!

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Jason Aldean - Macon Jason Aldean - Macon. Bildrechte: Broken Bow Records

Hierzulande ist er ja fast noch ein unbeschriebenes Blatt, in seiner Heimat – der USA, allerdings ist er ein Superstar: Jason Aldean. Der Musiker, der dreimal zum ACM „Entertainer of the Year“ erkoren wurde, hat 25 Nummer-Eins-Hits, 15 Milliarden Streams und mehr als 20 Millionen verkaufte Alben im Ärmel. Sieben davon wurden mit Platin ausgezeichnet. Niemand hat mehr Top-10-Songs in den Billboard Hot Country Charts, als er. Ein Pfund, mit dem er durchaus wuchern kann! Der 44-jährige legt nun mit Macon sein bereits zehntes Werk vor. Es ist ein musikalischer Blick zurück auf seine eigene Vergangenheit und erster Teil einer Reihe von neuen Songs, die er bis zum 22. April des kommenden Jahres nach und nach veröffentlichen wird. Insgesamt werden bis dahin 30 Songs das Licht der medialen Welt erblicken, zwanzig neue Songs und mindestens ein Live-Hit von jedem seiner bisherigen Alben.

Los geht’s mit „After You“, der rockende Countrysong ist ein perfekter Einstieg, um gute Stimmung zu machen. Die Melodie ist eingängig und der Beat läßt schon einmal die Knie im Rhythmus wackeln. Das ist eine Eigenschaft, die eigentlichen allen Songs des Albums eigen ist. Aldean versteht es, die Noten auf eine interessante, nie langweilig wirkende Art, zu verweben und ihnen seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Seine Musik zeigt, wie sicher er sich zwischen den Stilen bewegen kann. Aufgewachsen in einem musikalischen Schmelztiegel aus Country, Southern Rock, Blues im kleinen Städtchen Macon, Georgia, hat Aldean keine Berührungsängste auch mit R&B oder HipHop. Er scheint Lust am Experimentieren zu haben und keine Scheu, auch den ungewöhnlichsten Stil-Mix Wirklichkeit werden zu lassen. Meint man eine Ballade zu hören, nur weil die ersten Töne ruhig oder nachdenklich sind, kann man möglicherweise schon in der folgenden Sekunde eine brachiale Soundwand hereinbrechen hören. „If I Didn’t Love You“ ist nur ein Beispiel dafür. Das Duett mit Carrie Underwood ist eine Ballade – und auch wieder nicht. Jedenfalls nicht mehr von dem Moment an, in dem die E-Gitarren angestöpselt und wild bespielt werden. Die beiden Stimmen harmonieren auf das Beste. Eine großartige Nummer, die zurecht ihre Lorbeeren verdient. Seit dem Erscheinen der Single wurde der Song schon zig-Millionenfach auf den einschlägigen Portalen gestreamt.

Ein weiteres Highlight: Eine Rock’n’Roll-Ballade, die bereits ein Welthit ist: „Heaven“. Seinerzeit geschrieben von Jimmie Vallance und Bryan Adams, der sie 1983 für den Soundtrack von „A Night In Heaven“ aufnahm, später auf dem Album „Reckless“ veröffentlichte und damit zu einem echten Welthit und zu einer Nr. 1 in den USA machte. Jetzt hat sich Jason Aldean diese Perle gepickt, um daraus für sich eine ganz eigene Version mit Country-Touch zu stricken, was ihm ausnehmend gut gelang. „The Sad Songs“ schließlich ist eine weitere wunderbare Komposition, mit tollen Melodiebögen und immer gegenwärtigen kreischenden Gitarren, die dafür sorgen, dass der Sound kraftvoll bleibt und voller Energie.

Was darf auf einer Scheibe mit Countrymusik nicht fehlen? Richtig! Ein Song über eine verräucherte Bar, einen Typen der einem Cowgirl nachtrauert und dabei kratzigen Whisky schluckt. Das ist „This Bar Don’t Work Anymore“, musikalisch ein Ohrwurm irgendwo zwischen Pop und Country, inklusive einem klischeehaften, aber irgendwie auch schönen, traurigen Text.

Bei den Live-Bonustracks legt Aldean noch eine gehörige Schippe Rock’n’Roll drauf und den Countrybegriff sehr weit aus. So ein Liveauftritt muss die Stadien in einen Hexenkessel verwandeln, glaubt man seinen Ohren bei den fünf „Zugaben“ des Albums wie „Johnny Cash“ (live aufgenommen in Los Angeles) oder „She’s Country“ (live aufgenommen in Las Vegas). Da kracht und rockt es, das Publikum tobt und die Gitarren schrammeln und jaulen, als gäbe es kein Morgen.

Fazit: Jason Aldean hebt mit „Macon“ die Countrymusik ins moderne, rockige Zeitalter, ohne Schranken, die Genre-Schubladen auferlegen. Er ist sich dabei seiner Wurzeln stets bewußt, läßt aber auch viele Einflüsse zu, die zunächst überraschen, sich dann aber zu einem homogenen Bild in der Musik formen. Ein Bild, das fasziniert und den Zuhörer in seinen Bann zieht. Zeitlos!

Jason Aldean – Macon: Das 2021er Album

Jason Aldean - Macon

Titel: Macon
Künstler: Jason Aldean
Veröffentlichungstermin: 12. November 2021
Label: Broken Bow Records, BMG Rights Management (Warner)
Formate: CD & Digital
Tracks: 15
Genre: Country Rock

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Trackliste: (Macon)

01. After You
02. Over You Again
03. That’s What Tequila Does
04. Small Town Small
05. If I Didn’t Love You – mit Carrie Underwood
06. Story For Another Glass
07. Heave
08. This Bar Don’t Work Anymore
09. The Sad Songs
10. Watching You Love Me
11. Amarillo Sky (Live from Nashville)
12. Johnny Cash (Live from Los Angeles)
13. She’s Country (Live from Las Vegas)
14. Big Green Tractor (Live from Dallas)
15. My Kinda Party (Live from St. Louis)

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Über Andreas Weihs (121 Artikel)
Fotograf und Journalist. Fachgebiet: Country & Folk. Rezensionen und Konzertberichte.