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Beiträge (News, Specials, Porträts) zum Künstler: Merle Haggard
[18. Januar. 2012 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Featured, News]
Merle Haggard im Krankenhaus

Merle Haggard liegt derzeit in einem Krankenhaus in Macon (Georgia). Der Sänger und Songschreiber leidet an einer schweren Erkrankung der Atemwege – mehr ist zurzeit nicht bekannt. Der 74-Jährige fühlte sich schon bei der Abreise aus Kalifornien nach Georgia nicht besonders wohl, wollte aber trotzdem seine Konzerte nicht absagen.

Sein Tourmanager, Frank Mull gegenüber der Online-Ausgabe des amerikanischen Rolling Stone: “Haggard dachte, dass er wohl fit genug zum Arbeiten sei. Er wollte drei Konzerttermine wahrnehmen, doch es ging ihm immer schlechter.” Das Konzert im Macon City Auditorium wurde nur sieben Minuten vor Beginn abrupt abgesagt.

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[29. Oktober. 2011 | 1 Kommentar | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]
Merle Haggard: Working In Tennessee

“Unkraut vergeht nicht”, “Totgesagte leben länger” usw. – auf kaum einen treffen diese abgenudelten Volksweisheiten derart zu wie auf Merle Haggard. Im Jahr 2008 wurde der Musiker wegen seiner Lungenkrebs-Erkrankung operiert, sprang dem Teufel nochmal von der Schippe und ist seitdem produktiver wie nie zuvor.

Nach “I Am What I Am” seinem rauschenden Comeback-Album aus dem letzten Jahr und der fantastischen Hank Williams-Einspielung “Sermon On The Mount” für die “Lost Notebooks” in diesem Jahr, legt er mit Working In Tennessee ein weiteres Alterswerk vor. Und weiterhin gilt, der Mann macht gute Musik und er hat einen klaren Blick aufs Leben.

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[8. Dezember. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: News]

Das RBB Fernsehen zeigt am Donnerstag, den 9. Dezember 2010, ab 23:30 Uhr das Porträt Learning To Live With Myself welches sich mit der “Country Music”-Ikone Merle Haggard befasst. Auf dem diesjährigen Münchner Filmfest zählte die Dokumentation zu den Highlights des Programms. Drei Jahre begleitete Gandulf Hennig den Mann, der für ihn “einer der größten Poeten des 20. und 21. Jahrhunderts” ist. Er hat mehr Number-One-Hits auf seinem Konto als Elvis Presley oder Frank Sinatra und zählt vier amerikanische Präsidenten zu seinen Fans.

Für seinen Dokumentarfilm folgte Filmemacher Gandulf Hennig, u.a. der Porträtist von Gram Parsons (Fallen Angel: Gram Parsons), über drei Jahre lang mit der Kamera Merle Haggard auf seinen Konzertreisen und interviewte zahlreiche Künstlerkollegen und Weggefährten Haggards, u.a. Keith Richards, Kris Kristofferson und den Schauspieler und Komponisten Robert Duvall.

Zusammen mit Haggard begibt sich Hennig auf die Suche nach dem umgebauten Eisenbahnwagon, dem “Boxcar”, in dem Haggard als Kind armer Wanderarbeiter in den 1930er- und 1940er-Jahren in Bakersfield, Kalifornien, aufwuchs. Dieses Boxcar ist Haggards “Rosebud” und steht für die Suche nach einem vergangenen Amerika, und die Konfrontation mit dem, was heute noch davon übrig geblieben ist: ein Wendepunkt in Haggards Leben und der herzergreifende Höhepunkt des Films” (aus dem Katalog: Filmfest München 2010).

Nicht nur für den Porträtisten Gandulf Hennig zählt Haggard unter den Musikern zu den größten Poeten des 20. Jahrhunderts: Er wird auch von vielen seiner Kollegen als der größte Songwriter aller Zeiten verehrt. Seine autobiografisch gefärbte, melancholische, oft dunkle und komplexe Lyrik erzählt von Einsamkeit, Verlust und der (oft vergeblichen) Suche nach einem besseren Dasein, und dennoch werden seine Songs auch und vor allem von den sogenannten einfachen Leuten” geliebt, weil sie als authentisch und ungekünstelt wahrgenommen werden. Seine frühen Jahre verlebte Merle Haggard – Jahrgang 1937 – mit den Eltern und zwei Geschwistern in einem umgebauten Güterwagen.

[16. September. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: News]

Wie amerikanische Medien derzeit übereinstimmend berichten, scheint es so, dass Country-Ikone Merle Haggard gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm ist. Zwar stehen auf seiner offiziellen Webseite noch die Tourdaten für den Herbst / Winter 2010, doch sind wohl ein gutes Dutzend Konzerte wegen Krankheit abgesagt worden.

Vor etwa zwei Jahren erkrankte Haggard an Lungenkrebs und musste mehrfach an der Lunge operiert werden. Seit dieser Zeit ist der große Mann der US-Country-Music kaum wiederzuerkennen. Etliche Kilos hat er verloren und seine Körperhaltung spricht Bände. Doch er selbst sagt, dass er mit der Situation gut umgehen kann.

Wollen wir hoffen, dass es sich “nur” um eine Erkältung / Grippe etc. handelt, damit wir den Sänger in Kürze wieder bei seinen Konzerten, die alle nachgeholt werden sollen, erleben dürfen!

[6. Mai. 2010 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Fast zeitgleich mit seinem Freund und Weggefährten Willie Nelson hat auch “Bakersfield Rebel” Merle Haggard einen neuen Silberling herausgebracht. Ohne zu pathetisch zu werden, kann man “I Am What I Am” fast so etwas wie eine Wiedergeburt nennen. Nach gesundheitlichen Problemen in den beiden vergangenen Jahren hat er Anfang dieses Jahres einen Plattenvertrag beim Folk-Label-Klassiker “Vanguard Records” unterschrieben. Sein jüngstes Werk ist damit auch sein Erstling bei Vanguard. Und er ist ihm gut gelungen.

Während Willies “Country Music” auch hierzulande stark promotet wird, ist dies bei Merles “I Am What I Am” leider nicht der Fall. Damit fehlt dem Werk die große Aufmerksamkeit, die es verdient. Denn “Hag” klingt hier wie runderneuert. Auch er besinnt sich auf seine musikalischen Wurzeln: Viel traditionelle Country-Klänge mit Fiddle und Steel Guitar, dazu einige Ausflüge in den Western Swing und sogar einen kleinen Grenzübergang in Tex-Mex-Gefilde wagt der mittlerweile 73-jährige.

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[5. November. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Biografien]

Man nennt ihn kurz und bündig “Hag”. Was soviel heißt wie “Hexer”. Hinter diesen drei Buchstaben steckt einer der ganz Großen der Country Music, den man mit Fug und Recht schon zu Lebzeiten eine Legende nennt. Ein Mann, dessen Leben wie ein Abenteuerroman verlaufen ist, das ganz sicher irgendwann auch Gegenstand einer Verfilmung sein dürfte. Es gibt nur wenige Country-Entertainer, die sich in so vielen verschiedenen Facetten ihres Berufes hervor getan haben wie er. “Hag” erwarb sich Verdienste als Sänger, Songschreiber, Bandleader, Instrumentalist und sogar als Musikhistoriker.

Wenn er etwas anpackt, dann beschäftigt er sich voller Hingabe damit und versucht, ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Auch wenn dies nicht immer gelingt, so ist sein bemühen darum deutlich zu spüren. Hinter dem feinfühligen, sensiblen Künstler steckt allerdings eine komplexe Persönlichkeit, mit der sein Umfeld aber vor allem auch er selbst nicht immer klar gekommen ist. Die so genannten normalen Spielregeln des Lebens haben für ihn nur selten gegolten. Mag er heute auch deutlich ruhiger geworden sein, viele Jahre seines Lebens war er rebellisch oder auf der Flucht vor sich selbst.

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[5. November. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: News]

Countrylegende Merle Haggard (71) wurde am vergangenen Montag an der Lunge operiert. Die Ärzte des Bakersfield Memorial Hospital in Kalifornien mussten dem Sänger einen Tumor entfernen, der sich am rechten Lungenflügel festgesetzt hatte. Um was für eine Art Tumor es sich handelt, ist nicht bekannt. Haggard geht es den Umständen entsprechend gut und er befindet sich auf dem Weg der Besserung. In Kürze will der Sänger, der mit “Okie From Muskogee” im Jahr 1969 einen No. 1-Hit hatte, wieder auf der Bühne stehen.

[20. März. 2008 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Er ist eine Legende und immer ein Thema in der Country Music – und nicht nur da. Neben Willie Nelson und eventuell noch George Jones einer der Veteranen und Trendsetter, die auch nach Jahrzehnten weiter erfolgreiche Alben machen. In den letzten Jahren hat Merle Haggard weitestgehend nur noch das gemacht, was er wollte, ohne auf Markanalysen und kommerzielle Zwänge zu achten. Wohl dem, der das kann!

Hier sind 24 Songs von verschiedenen seiner großartigen Alben zusammen gestellt (wie der Titel richtig andeutet), die all seine Stärken verkörpern. Kaum ein anderer Künstler des Genres Country, greift so viele alltägliche Themen so realistisch und poetisch auf wie Haggard. Der dazu auch noch verschiedene stilistische Elemente aufgreift. Die meisten der Songs stammen daher auch von ihm selbst. Haggard ist sich selbst immer treu geblieben.

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[11. Mai. 2007 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Es ist schon seltsam, welche Wege manche Hits gehen, vielleicht sogar gehen müssen, ehe sie dort landen, wohin sie gehören. Hätte George Jones detailliertere Kenntnisse über die Herkunft von “I Always Get Lucky With You” gehabt, mit einiger Sicherheit wäre ihm dann ein No. 1-Hit durch die Lappen gegangen. Denn dieses unscheinbare Liebeslied bescherte ihm 1983 – allerdings auch dank seiner unnachahmlichen Interpretation – einen Spitzenplatz.

Ausgangspunkt für den Song ist Freddy Powers. Der Autor, Gitarrist und Sänger gehört zum direkten Umfeld des Merle Haggard. Powers hat den einen oder anderen guten Song geschrieben und selbst auch einige Alben veröffentlicht. Er hat diesen Song geschrieben und natürlich zunächst Merle Haggard damit konfrontiert. Dem gefiel der Song grundsätzlich, veränderte ihn aber an einigen Stellen. Dann nahm er das Lied für sein Album “A Friend in California” auf. Ausgerechnet Haggard’s Manager gab dem Erfolgs-Produzenten Billy Sherrill dann “I Always Get Lucky With You”. Sherrill arbeitete u.a. mit George Jones. Als er dem den Song vorspielte und erkannte, dass Jones Gefallen daran fand, verschwieg er ihm die Herkunft. Denn damals waren Jones und Haggrad sich nicht gerade “grün”, was sich allerdings längst gegeben hat. Damit war der Weg frei für einen weiteren Hit in der so langen und erfolgreichen Karriere des George Jones.

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[4. Oktober. 2006 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Merle Haggard hat bekanntlich eine ganze Menge von guten Songs geschrieben. Oft konnte er dabei auf seine eigene, bewegte Vergangenheit zurückgreifen. Ein Song sticht dabei besonders heraus: “Mama Tried”. Inhaltlich geht es darum, wie eine alleinerziehende Mutter einen nicht leicht erziehbaren Sohn auf das Leben vorbereitet. Wenn es dabei Rückschläge gegeben hat, dann lag das nicht am Unvermögen oder an Versäumnissen der Mutter sondern am Sohn selbst und an dem schwierigen Umfeld. Das Lied hebt immer wieder hervor, dass Mama ihr Bestes gegeben hat. Merle Haggard war und ist diese Botschaft besonders wichtig.

Natürlich hat er sich die eine oder andere künstlerische Freiheit genommen, den Song so aufzubereiten, dass es passt. Er hat in seiner Jugend wiederholt Bekanntschaft mit Besserungseinrichtungen und Erziehungsanstalten gemacht. Auch den Knast kennt er von innen. In San Quentin ist er schließlich gelandet. Zu einer Zeit als der aufgrund von Indizien zum Tode verurteilte und nach jahrelangen Verfahren gegen weltweite Proteste hingerichtete Caryl Chesman dort in der Todeszelle saß. Die Zeit gerade in diesem Gefängnis habe ihn zum Umdenken gebracht, was dann dazu führte, dass er sein Leben in den Griff bekam. Man hatte Haggard für eine Zeit von 1 bis 15 Jahre eingebuchtet (nicht lebenslang wie der Song suggeriert) – die tatsächliche Strafdauer richtete sich u.a. nach seinem Verhalten. Der seinerzeit sehr rebellische Haggard verbrachte dann knapp drei Jahre in San Quentin. Später bekannte er, er habe sehr viel nachgedacht in dieser Zeit und vor allem auch viel dabei gelernt. Dinge, die er in Freiheit so nie hätte lernen können. Diesen Lernprozess würde er gegen nichts eintauschen wollen.

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[30. Oktober. 2005 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: CD-Besprechungen]

Merle Haggard ist einer der letzten Countrysänger seiner Generation, die auch im hohen Alter immer noch regelmäßig mit Neuveröffentlichungen auf den Markt kommen. Umso erfreulicher, wenn sich eine solche Countrylegende wieder auf’s Neue ins Studio begibt, um die Nachwelt mit feinster Country Music zu versorgen.

Auf “Chicago Wind” klingt “The Hag” wie zu seinen besten Zeiten damals in den 60ern, ohne dabei den Anschluss ans Heute zu verlieren. Zeitgemäße Texte, die sich mit der aktuellen politischen Lage Amerikas befassen, präsentiert er in teilweise sehr sarkastischen Uptempo-Nummern wie “Where’s All The Freedom” und “America First” – (Let’s get out of Iraq, get back on the track and let’s rebuild America first). Dezente Balladen gibt es beispielsweise mit Roger Millers “Leavin’s Not the Only Way To Go”, “What I’ve Been Meaning To Say” und dem sommerlich relaxten “Mexico”, bei dem man sich im wahrsten Sinne des Wortes für drei Minuten im sonnigen Mexiko aufhalten darf – wenn auch nur in akustischer Form, aber immerhin! Hier in Deutschland ist man ja dankbar für jeden warmen Sonnensstrahl, der durch die Lautsprecherboxen ans Ohr dringt. Wunderbar auch der Song “Honky Tonk Man”, der im schnulzigen Dreivierteltakt gehalten ist und so einen Hauch Nostalgie vermittelt. Ganz großes Countrykino, was der gute Merle hier bietet!

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[1. Januar. 2004 | Keine Kommentare | Von | Kategorie: Storys zum Song]

Erfolge gehen oft eigene und seltsame Wege. Als dieser Titel im April 1983 die Position 1 der Billboard Charts erreichte war er bereits gute zehn Jahre alt und in anderen Versionen zwar beachtet worden aber nicht so durchschlagend erfolgreich. Erst dem Duo Merle Haggard & Willie Nelson sollte es vorbehalten sein, die in Mexico angesiedelte Moritat zum Hit zu machen. Weder Emmylou Harris noch Hoyt Axton war dies gelungen.

Dabei hatten weder Haggard noch Nelson den Song auf der Rechnung. Nur durch einen Zufall gelangte die Ballade in die Aufnahme-Sessions für das Duett-Album. Willie Nelson’s Schwester Lana kannte das Lied und war eine Freundin des Autoren Townes van Zandt. Als die Session schon beendet war und die Musiker die meisten Instrumente schon eingepackt hatten, rauschte sie ins Studio, überredete die Crew, sich den Song noch anzuhören und erreichte, daß man “Pancho & Lefty” noch rasch einspielte. Eine echte Zufalls No. 1 also.

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