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Specials



Ryan Bingham – neuer Star des Alternative Country

7. März 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Man könnte ihn durchaus als “Wunderkind” bezeichnen. Nach seinen beiden erfolgreichen Alben “Mescalito” und Roadhouse Sun” ist dem 28-jährigen Ryan Bingham nun mit dem Ocscar-nominierten Filmsong “The Weary Kind” und der Mitwirkung am Soundtrack zu “Crazy Heart” endgültig der Durchbruch gelungen.

Vom Rodeo-Zirkus zum Musikbusiness

Eigentlich könnte auch seine Lebensgeschichte als Vorlage für einen Film dienen. Bingham streunte als Jugendlicher alleine durch das Grenzgebiet des US-amerikanischen Südwestens. Lebte mal hier mal dort, fand hin und wieder Zuflucht bei Verwandten. Über Wasser hielt er sich dabei durch die Mitwirkung bei Rodeo-Shows. Er ritt auf Bullen und übernachtete in seinem Truck. Zur Musik kam er durch die Jukebox in der Raststätte eines Onkels. Dort hörte er Bob Dylan, Marshall Tucker und Bob Wills. Ein Mariachi-Musiker aus der Nachbarschaft brachte ihm das Gitarrespielen bei und bald hatte er kleine Auftritte in Bars.

Mit “Lost Bound Rails” und “Wishbone Saloon” brachte er quasi im Selbstverlag zwei Alben heraus, ehe er bei Lone Star Music das Album “Dead Horses” veröffentlichte. Lost Highway Records – die Nashville Adresse für Alternative Country – wurde auf ihn aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Mit “Mescalito” gab er sein Major-Label-Debüt, produziert wurde es von “Black-Crows”-Gitarrist Marc Ford.

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Josh Turner: Ein Hinterwäldler erobert die Charts

25. Februar 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: Specials

Man hört oft ein Bedauern darüber, dass die Country Music unserer Tage – wieder einmal – zu sehr abdriftet in die lukrativen Pop- und Rock-Pfründe. Befürchtungen sind da, sie könnte irgendwann ganz weggespült werden. Auch ich gehöre zu denjenigen, die die Entwicklung bedauern, habe aber keine Befürchtungen um ihren Fortbestand. Dazu ist die Country Music im Kern zu vital. Die Geschichte zeigt, dass es fast turnusmäßig Selbstheilungsprozesse gegeben hat. Meist stellt sich ein Umdenken ein, wenn der Fan – der Kunde also – die gelbe Karte zeigt und deutlich macht, dass man dessen überdrüssig ist, was als “country” angeboten wird.

Bange muss es einem auch deshalb nicht sein, weil es nach wie vor Künstler gibt wie diesen Josh Turner. Jung, gut aussehend, mit reichlich Talent gesegnet und vor allem erfolgreich. Der junge Mann ist bemüht darum, so nah wie möglich bei den Wurzeln der Country Music zu bleiben und sie dennoch in einem modernen, attraktiven Kleid zu präsentieren. Das kommt an, das macht Mut.

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Joe Nichols und sein langer Anlauf

14. Februar 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: Specials

Manchmal dauert’s länger – diese Erfahrung musste auch Joe Nichols machen. Das ist nichts Ehrenrühriges, denn wenn sich der Erfolg erst nach einer Durststrecke und harter Arbeit allmählich einstellt, wird er meist dauerhafter. Deshalb ist es nicht zu verstehen, warum in so manchem Bericht über Nichols das erste Album aus dem Jahre 1996 keine Erwähnung findet und man sein erstes Album für Universal South aus dem Jahre 2002 als sein Debüt bezeichnet.

Fakt ist, dass sich Nichols erst ab 2002 so richtig in Szene setzen konnte. Denn das Album enthielt die Single “The Impossible” (kletterte bis auf Platz 3 bei Billboard) und seine erste Nr. 1 “Brokenheartsville”. Das Album selbst wurde mit Platin ausgezeichnet. Seither gehört Joe Nichols zu den Stars der traditionelleren Country Music. Doch dazu war ein langer Anlauf mit so manchem Schlagloch zu bewältigen gewesen …

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Crazy Heart: Ein Country-Sänger hat den Blues

1. Februar 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Jeff Bridges brilliert als in die Jahre gekommener Gitarren-Cowboy. Kongenialer Soundtrack von T-Bone Burnett und Stephen Bruton.

In den USA hat er bereits bei den Golden Globes abgeräumt, bei uns läuft er am 4. März an: “Crazy Heart” – die Geschichte eines heruntergekommenen Country-Stars. Jeff Bridges wurde für seine Verkörperung der Hauptfigur Bad Blake ebenso ausgezeichnet wieder Filmsong “The Weary Kind” von T-Bone Burnett und Ryan Bingham. Mit “Crazy Heart” ist dem Regisseur und Drehbuchautor Scott Cooper ein authentischer, lakonischer und tragikomischer Musikerfilm gelungen, der auch hierzulande nicht nur Countrymusicfreunde überzeugen wird.

Ein alter Wolf kämpft mit sich selbst

Schon seit einigen Jahren ist Bad Blake, einst überjubelter Stern am Country-Himmel, auf dem Weg nach unten, gefangen im ewigen Kreislauf zwischen Alkoholsucht und Misserfolg. Mittlerweile muss er sich mit Auftritten in den obskursten Spelunken begnügen. Doch mit der Journalistin Jean – gespielt von der hinreißenden Maggie Gyllenhaal – bekommt er eine neue Chance. Er verliebt sich in die alleinerziehende Mutter und die lässt sich auf ihn ein und nimmt sich seiner an. Wie der alte Wolf darum kämpft, wieder auf die Beine zu kommen, schildert Coopers Streifen ebenso unprätentiös wie berührend.

Starke Schauspielerleistungen

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Alison Krauss: Warum ist sie kein Superstar?

25. Januar 2010 | Von Manfred Vogel | Kategorie: Specials

Der breiten Öffentlichkeit ist sie immer noch kein Begriff. Kenner und Insider hingegen schnalzen mit der Zunge, wenn ihr Name fällt. Was sie auch anpackt, es hat Qualität. In ihrem Haus finden sich 26 der begehrten Grammy Awards – keine andere Künstlerin hat bisher mehr bekommen. Ausgestattet mit soviel künstlerischem Talent, das für mindestens drei von uns “normalen” Menschen reichen würde, versteht sie es meisterlich, dieses Talent auch zu nutzen. Gerade mal 38 Jahre alt, gehört sie seit nun schon fast 25 Jahren zu den meistbeschäftigten und ebenso bewunderten Künstlerinnen aus Nashville. Sie bringt alle Eigenschaften für einen Superstar mit und ist dennoch bisher keiner geworden. Die Frage, warum nicht? Lässt sich leicht beantworten: Weil sie es gar nicht will.

Alison Krauss – eine ganz und gar ungewöhnliche Künstlerin. Seit dem 14. Lebensjahr ist die Musik ihr Beruf, ihre Karriere verlief bisher nur in eine Richtung – nach oben. Über ihr Privatleben ist nicht viel bekannt geworden, Skandälchen hatten in ihrem Zusammenhang keine Chance, ein Thema für die Regenbogenpresse war sie nie. Dafür umso mehr für die Fachpresse, die sie seit ihrem Auftauchen in der Szene mehr oder minder enthusiastisch feiert.

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Jim Lauderdale: Sänger, Songwriter, Bluegrass-King

17. Januar 2010 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Wenn am 31. Januar 2010 die Grammies verliehen werden, so ist dies – ob er nun ausgezeichnet wird oder nicht – ein Höhepunkt in der Karriere von Jim Lauderdale. Jahrelang vor allem als Songwriter für Country-Größen wie George Strait oder die Dixie Chicks in Nashville geschätzt und begehrt, ist er in den letzten Jahren auch als Solokünstler und Produzent wahrgenommen worden und an drei nominierten Alben mitbeteiligt. Neben seinem eigenen Bluegrass-Album “Can We Get Any Closer?” sind dies George Straits Country-Album “Twang” als Co-Autor sowie Elvis Costellos aktuelles Album “Secret, Profane & Sugarcane”, als Mitglied von Costellos Band “The Sugarcanes”.

Die Musik lag in seiner Wiege

Die Wurzeln von Jim Lauderdale liegen in North Carolina. Dort wurde er am 11. April 1957 als Sohn eines Geistlichen und einer Musiklehrerin geboren. Die Musik wurde ihm damit wohl schon in die wie gelegt. Wie viele andere spielt er in einer Schulband (Schlagzeug!) und macht sich nach seinem College-Abschluß nach New York auf. Dort taucht er in die lokale Country- und Folkszene ein, widmet sich aber auch gleichzeitig der Schauspielerei. Über den Produzenten von Dwight Yoakam kommt er in Kontakt mit der Musicszene in Nashville. Dort legt er zwar das ein oder andere Album vor, aber es sind die Künste des Liederschreibens, die in der Music-City Anklang finden.

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Hank Williams: “Unreleased Recordings” & “Revealed”

31. Dezember 2009 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Am Neujahrstag 1953 starb Hank Williams. Eine neue Perspektive auf sein Werk eröffnet die CD-Box-Serie “Hank Williams – Unreleased Recordings”. Lange Jahre hatte Jett Williams – uneheliche Tochter der Country-Legende – dafür gekämpft, dass die Aufnahmen der “Mother’s Best”- Radio Shows ihres Vaters veröffentlicht werden durften. Im Jahre 2008 war es dann endlich soweit und förderte sensationelles zutage, 2009 erschien die zweite Box: Die beiden Zusammenstellungen zeigen einen Hank Williams, wie man ihn noch nie gehört hat.

Hank Williams-Kompilationen gibt es noch und nöcher auf dem Markt. In allen Preislagen. Mal mit mehr Tonqualität, mal mit weniger, mal mit mehr editorischer Sorgfalt, mal mit weniger. Doch die beiden 3-CD-Boxen “Unreleased Recordings” (2008) sowie “Revealed – The Unreleased Recordings” (2009) von der Firma “Time Life” sprengen den Rahmen, da sie die bisherigen Hörgewohnheiten völlig über den Haufen werfen. Durch die sensationelle Tonqualität, die auch die Qualität der offiziellen Plattenaufnahmen übertrifft, Colin Escott – der Hank Williams-Biograph schlechthin – schreibt in seinen vorzüglichen, reichhaltig bebilderten Liner-Notes, die Aufnahme- und Tonqualität sei besser, als bei den Originalaufnahmen von Hank Williams’ Plattenfirma. Und tatsächlich: Hanks bewegende nasale, klagende und schleppende Gesangsstimme hat man noch nie in dieser Brillanz und Reinheit gehört, sie erschließt sich in ihren Feinheiten und ihrer stimmliche Breite in einer neuen Dimension.

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Toby Keith: American Ride

16. Dezember 2009 | Von Universal Music | Kategorie: Specials

Ist Toby Keith’s dreizehntes Studioalbum bemerkenswerter als sein zwölftes? Oder sein zehntes? Oder sein titelloses Debüt von 1993? Keith hat mal wieder die Ärmel hochgekrempelt, Shows gespielt, Songs geschrieben und ein Album aufgenommen, das in diesem Fall “American Ride” heißt. So macht er das seit sechzehn Jahren. Genau wie seine hart arbeitenden Fans, nimmt Keith seinen Job ernst. Er gibt alles, steht am nächsten Tag auf und schmeißt es noch mal um. Klar: nicht zufälligerweise ist er einer der besten im US-Showbusiness. Keith verdient seinen überdimensionalen Erfolg, weil seine Karriere ein Modell der Beständigkeit ist.

Sein 1993er Debüt schnellte auf die Nr. 1 der Heatseeker-Charts von Billboard. Seine darauf folgenden vier Alben erreichten mindestens die Top-10 der US-Countrycharts. Seit 1993 hat er in jedem Jahr einen Nr. 1-Hit in den Single-Charts verbucht. Und seit 2001 hat Keith mit jedem Album den Spitzenplatz der US-Country-Albumcharts erreicht. Aus 20 veröffentlichten Alben (4 davon Best Of) und 44 Singles stammen gerade mal 6 Songs nicht aus seiner Feder. Jedes Jahr also, seit 1993, hat sich Keith auf dem Erfolgsgipfel der Country Music blicken lassen. Und mit seinem 16. Studioalbum hat er es einmal wieder geschafft.

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Stonewall Jackson: Waterloo, B.J. der D.J. und ein Hund namens Boo

16. November 2009 | Von Manfred Vogel | Kategorie: Specials

Aus den Schlagzeilen ist er schon lange raus, einmal abgesehen von seinem öffentlich ausgetragenen Streit mit der Grand Ole Opry. Wir haben es auch nicht mit dem berühmten Südstaaten-General zu tun (dessen richtiger Name lautet übrigens Thomas Jonathan) sondern mit dem Countrystar Stonewall Jackson. Es ist kein Künstlername, seine Eltern tauften ihren am 6. November 1932 in Tabor City, North Carolina geborenen Sprössling aus Verehrung für den legendären Haudegen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg auf diesen Namen.

Einen harten Weg hatte er zu gehen, ehe ihm zahlreiche Hits gelangen, über die sich 17 Jahre lang nicht nur seine Plattenfirma Columbia Records freute. Aber auch für ihn ging es dann wieder bergab. Er fand sich in jenem Abteil wieder, in dem sich die Großen von gestern und vorgestern auf ihren Lorbeeren ausruhen dürfen bzw. müssen. Wie gut, dass man sie wenigstens in der Grand Ole Opry nicht häufig aussortiert. Deren Mitglied war Jackson von 1956 bis hin zu eben jenem Streit …

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Truck Stop: Die Band (DVD)

15. November 2009 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: Specials

Darauf haben viele Truck Stop-Fans sehnsüchtig gewartet – eine DVD mit Videos, Interviews und vielen Live-Auftritten. Bunt gemischt kommt der Silberling daher. Da treffen frühe Aufnahmen der Band auf relativ aktuelle TV-Mitschnitte. Einige davon stammen vom MDR (GACMF-Gala) sowie von ARD & ZDF-Sendungen.

Doch viel interessanter sind wohl die “Frühen Jahre” für den Betrachter. Aufnahmen die mit Sicherheit mehr als 35 Jahre alt sind und die “Cowboys von der Waterkant” mit vollem und lockigen Haar zeigen. Schon damals spielten sie hauptsächlich live, was leider gegenwärtig nicht mehr so der Fall ist. Allerdings kann und soll man dies nicht der Band ankreiden, sondern eher den Produzenten und Verantwortlichen diverser Produktionen der Neuzeit, wo alles immer schnell gehen muss.

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Lyle Lovett – “Natural Forces”: Das neue Album – jetzt überall im Handel

6. November 2009 | Von Warner Music Germany | Kategorie: Specials

Es ist gut 18 Monate her, dass Lyle Lovett, unverwüstliches Flaggschiff des Americana und des New Country, mit einem Album im Big Band-Format überraschte. “It’s Not Big It’s Large” hieß das gute Stück, das Lovett im Team mit seiner langjährigen Live-Band “His Large Band” zeigte.

Für sein neues Album hat er die Truppe, mit der er im März dieses Jahres auch in Europa auf Tour war, wieder zusammengerufen und ein Album eingespielt, das zumindest im Sound wieder zu kleineren Maßstäben zurückkehrt und Lyle Lovett erneut als Meister des bodenständigen Wüsten- und Porch-Songwritings zeigt. “Natural Forces” bewegt sich gekonnt zwischen gelassener Introspektion und ausgelassener Music-Hall-Atmosphäre.

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Gunter Gabriel: “Sohn aus dem Volk” – German Recordings

22. Oktober 2009 | Von Warner Music Germany | Kategorie: Specials

Die Nachrufe liegen längst in der Schublade. Sie erzählen, dass es kam, wie es kommen musste – die übliche, tragische Geschichte: vom Tellerwäscher zum Millionär und wieder zurück. Es gibt sogar bereits Fotos, die Gunter Gabriel in einen Sarg gebettet zeigen, den Hals seiner Gitarre auf der Brust. Etwas voreilig, denn er ist noch da. Wieder da, möchte man sagen. Scheinbar runderneuert, wohlfrisiert, in ein gut sitzendes Sakko gekleidet. Eine Autobiographie gerade in Druck, ein mit großem Aufwand produziertes Album just fertiggestellt.

Ein neuer Gunter Gabriel? “An mir ist nichts neu”, knurrt er, höchst lebendig. “Ich habe meine Seele nie verkauft, meinen Rücken immer kerzengerade gehalten – und meinen Mittelfinger übrigens auch!” Nach einem angedeuteten bösen Blick muss er lachen. Eine tiefes, bebendes Lachen, das klingt, als würde man zwei schwere Steinplatten langsam übereinander schieben. Die unzähligen tiefen Kerben und Furchen seines Gesichts spielen dazu ein äußerst amüsiertes, von großer Lebensfreude zeugendes Spiel.
 
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John Denver – Around The World Live: Ab sofort im Handel

22. Oktober 2009 | Von Dirk Neuhaus | Kategorie: Specials

Schon in seiner Jugend begeistert sich John Denver für Elvis Presley und dem Rock’n'Roll. Mit 22 Jahren wird er Leadsänger des legänderen "Chad Mitchell Trios". Er geht mit dem Trio einige Zeit auf Tour, schreibt ein paar Songs und sammelte so erste Erfahrungen in der Musikbranche. Den Durchbruch schaffte er im Jahr 1969, als sein für die Band "Peter, Paul & Mary" komponiertes Lied “Leaving on a Jet Plane” zum No.1-Hit in den USA wird.

John Henry Deutschendorf Jr. beginnt seine Solokarriere und legt sich den Künstlernamen Denver zu. Anfang der Siebziger des letzten Jahrhunderts gilt John Denver als erfolgreichster amerikanischer Countrystar. Es folgt Hit auf Hit. 13 seiner Platten erreichen Gold, acht erreichen sogar Platin. Seinen größten Erfolg feierte er mit dem "Greatest Hits-Album 1973", was sich weltweit über zehn Millionen mal verkaufte.

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Rüdiger Bloemeke “Live in Germany – Spurensuche im musikalischen Entwicklungsland”

21. Oktober 2009 | Von Walter Fuchs | Kategorie: Specials

Dieses Buch schliesst eine empfindliche Lücke in der deutschen Musikliteratur und man wundert sich, dass es erst jetzt erscheint, 26 bis 60 Jahre nach den Ereignissen und Erlebnissen, die in diesem 223 Seiten starken Buch von Rüdiger Bloemeke beschrieben werden.

Worum geht es? Nach dem Ende des 2. Weltkriegs brachten die U.S. Amerikaner, in abgeschwächter Form auch die Engländer, eine Musik nach Deutschland, welche die meisten Deutschen, vor allem die Jüngeren, vorher nie gehört hatten. Es war der Jazz, die damals stark vom Jazz beeinflusste populäre Musik und die Country Music, die seinerzeit noch “Hillbilly” oder “Country & Western Music” hiess.

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Still On The Road: Die “Nitty Gritty Dirt Band”

14. Oktober 2009 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Seit mehr als vierzig Jahren “on the road” und mit ihren “Will The Circle Be Unbroken”-Projekten haben sie Musikgeschichte geschrieben. Nun hat die Nitty Gritty Dirt Band mit “Speed of Life” eine neues Album veröffentlicht und ist wieder auf Tour. Country.de-Redakteur Thomas Waldherr traf die Gruppe nach ihrem Konzert im B.B. King’s Blues Club in New York City.

Die Menschen mögen einfache Musik für das Herz und Bluegrass-Musik handelt vom einfachen Leben”, antwortet Jeff Hanna auf die Frage nach den Gründen der Renaissance von Old Time, Bluesgrass und Countrymusik. Und für die Beantwortung dieser Frage ist er ein absoluter Experte.

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Tim McGraw: “Southern Voice” das neue Album

7. Oktober 2009 | Von Warner Music Germany | Kategorie: Specials

“Für mich ist es nicht einfach nur ein Spaß, ein Album aufzunehmen. Es ist ein In-Mich-Hineinhorchen, ein Graben, ein Versuch, an das zu gelangen, was in mir steckt, aber nie wirklich ganz heranzukommen. Und das bringt mich dazu, es immer wieder auf’s Neue zu versuchen”, sagt Tim McGraw.

Es ist diese Hingabe an Ehrlichkeit und Offenheit, die Tim McGraw nicht nur zu einem Country-Superstar gemacht hat, sondern zu einem der größten Namen der heutigen Musik. Mehr als 40 Millionen Alben hat Tim McGraw in seiner Karriere unter die Leute gebracht, und er dominierte die Charts mit mehr als 30 Nr.1-Singles. Seit seinem Debütalbum, das 1993 erschien, konnte er drei Grammys, 14 Academy Of Country Music Awards, 11 Country Music Association Awards und 10 American Music Awards verbuchen, während er gleichzeitig eine erfolgreiche Karriere als Schauspieler einschlug.

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Waylon Albright Jennings und das “O”

20. September 2009 | Von Harald Harland | Kategorie: Specials

Bei dem Namen Jennings denkt man an den 2002 verstorbenen Waylon Jennings. Ein Sänger, der mit Weggefährten wie Willie Nelson, Johnny Cash und Kris Kristofferson 1985 die Highwaymen gründete. Er zählt zu den Begründern der Outlaw-Bewegung, die in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts gegen die herrschende Nashville-Politik aufbegehren und am Ende die Countrymusik vor der Eintönigkeit Nashvilles retten. Waylon Albright Jennings ist allerdings nicht der eben beschriebene Waylon Jennings, der mit bürgerlichen Namen Waylond Arnold Jennings hieß, sondern sein Sohn aus der Verbindung mit Mirriam Johnson (Jessi Colter).

Wie in den oben beschriebenen 70er Jahren ereignet sich im auslaufenden 20. Jahrhundert eine Gleichförmigkeit der Countrymusik zu Gunsten des Mainstream in Form des Country-Pop. Ein Affront gegenüber jeden wahren Countrymusikliebhaber. In den 70er entstand daraus die Outlaw-Bewegung und 2005 soll sich ähnliches durch “Waylon” Jennings’ Sohn, der sich “ShooterJennings nennt, wiederholen. Sein Debüt-Album “Put The “O” Back In The Country” ist eine klare Ansage: Mehr eigene Ideen in der Musik umsetzen! Sich nicht von einem Plattenlabel abhängig machen! Mehr “O”utlaw in die Countrymusik! Die Musik des Titelsongs stammt übrigens von Neil Young, der Text von Shooter und Band.

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Rosanne Cash – “The List”: Zurück zu den Wurzeln

7. September 2009 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Sie ist Johnny Cashs Tochter und hat von ihm nicht nur das musikalische Talent und einen kritischen Kopf geerbt, sondern auch eine Liste mit “100 essential country tunes”. 12 davon veröffentlicht Rosanne Cash nun am 06. Oktober 2009 auf ihrem neuen Album “The List”. Porträt einer Grenzgängerin zwischen Country und Singer-/Songwriting.

“The List” ist ein Projekt wie es in der amerikanischen Populärmusik eigentlich momentan nur wenige Künstler stemmen können. Rosanne Cash, eindeutig die Begabteste unter den Sprösslingen der Cash-Familie, ist auch die nachdenklichste und sensibelste. Eine, die zugleich Bodenhaftung, Tiefgang und gedankliche Höhenflüge in sich vereint. Eine, die sich ihrer Verantwortung als amerikanische Künstlerin stellt und mittlerweile auch mit der Bürde eine Tochter des großen Johnny Cash zu sein, ihren Frieden gemacht hat. Auch deswegen ist dieses Album jetzt möglich geworden.

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Willie Nelson: American Classic

31. August 2009 | Von Blue Note | Kategorie: Specials

“American Classic”, der Titel des ersten Soloalbums von Willie Nelson auf Blue Note, lässt sich ebenso sehr auf den Künstler selbst münzen wie auf das geschichtsträchtige Songrepertoire der goldenen Tin-Pan-Alley-Ära, der er hier mit der ihm eigenen Eleganz neuen Glanz verleiht. Es mag mittlerweile an der Tagesordnung sein, dass gereifte Künstler der Populärmusik dem American Songbook ihren eigenen Stempel aufdrücken wollen, Willie Nelson hat dies überhaupt erst auf die Tagesordnung gesetzt. Mehr als 30 Jahre ist es her, als dieser “Outlaw” mit dem Album “Stardust” für die Interpretation von Standards im wahrsten Sinne des Wortes einen neuen Standard setzte. Die Auguren der Musikindustrie, die damals prophezeiten, dass Nelson mit diesem Werk kläglich scheitern werde, hatten sich gewaltig verschätzt.

Das von Booker T. produzierte “Stardust”, das mit Nuggets von George Gershwin, Duke Ellington, Hoagy Carmichael und Kurt Weill in ebenso schlichten wie schlichtweg überzeugenden Arrangements aufwartete, avancierte zum bis dato erfolgreichsten Album in der Karriere von Willie Nelson: Es erreichte Platz eins in den Billboard Country Charts, verkaufte sich mehr als fünf Millionen Mal und es brachte Nelson den Country Male Vocal Performance Grammy ein. Was aber noch viel entscheidender war: Der kultisch verehrte Paradiesvogel hatte sich endgültig aufgeschwungen, nun auch in den Winden des Mainstream Höhenluft zu schnuppern. Kein Geringerer als Bruce Lundvall hatte Nelson seinerzeit zu “Stardust” ermuntert. Der heutige Chef von Blue Note hatte Nelson in den Siebzigern zu Columbia geholt und dreißig Jahre später zu dem Jazzlabel, das er mit so viel Geschick und Weitsicht führt. Nelsons erste Arbeit für Blue Note hatte ihn im letzten Jahr mit Wynton Marsalis zusammengebracht. “Two Men With The Blues”, das beseelte Live-Set der beiden, schaffte es bis auf Platz 20 der Billboard Charts und bescherte Nelson zugleich seinen größten Charterfolg seit 1982, als “Always On My Mind” Platz zwei erreichte.

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Billy Joe Shaver zum Siebzigsten!

16. August 2009 | Von Thomas Waldherr | Kategorie: Specials

Rebell, tragischer Outlaw-Held und ein vom Leben gezeichneter: All das ist Billy Joe Shaver. In einem geflügelten Wort heißt es, Country sei nichts anderes als der Blues des Weißen Mannes. Und wenn so verstanden Countrymusic die Musik des “worried man” ist, dann ist Billy Joe Shaver vielleicht zugleich der archetypischste wie bedeutendste “Unbekannte” seines Genres.

Denn zum einen Billy Joe ist vor allem auch ein “musician’s musician”. Einer der weniger beim ganz großen Publikum Anklang findet, als unter den Kollegen. Seine Lieder wurden von Merle Haggard, Dwight Yoakam, Kris Kristofferson, Johnny Cash und sogar Bob Dylan gesungen. Zum anderen ist Shavers Leben zwischen Tragödien, Lebenskampf und künstlerischen Erfolgen eigentlich schon der beste Stoff für eine traurige Country-Ballade.

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